Fisker Ocean Elektro-SUV Fisker, Inc.
Fisker Ocean Elektro-SUV
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Fisker Ocean Elektro-SUV 22 Bilder

Fisker Ocean (2021)

E-SUV soll bei Magna in Österreich gebaut werden

Henrik Fisker hat mit Magna Steyr eine Absichtserklärung geschlossen. Im vierten Quartal 2022 könnte in Graz die Produktion des Ocean starten, der auf Volkswagens MEB basieren könnte.

Es wird Stück für Stück konkreter in Sachen Fisker Ocean. Nun kündigte der Hersteller an, mit Magna Steyr eine Absichtserklärung zum Bau des elektrisch angetriebenen SUVs geschlossen zu haben. Demnach soll der kanadisch-österreichische Zulieferer und Auftragsproduzent den Ocean ab dem vierten Quartal 2022 in seinem Werk in Graz fertigen. In den nächsten Monaten wollen sich Fisker und Magna Steyr endgültig auf eine Zusammenarbeit einigen. Gleichzeitig prüfe der Elektroauto-Hersteller aber auch Fertigungsoptionen in den USA und China.

"VW ist offen, Kleinserienprojekte zu unterstützen"

Zuvor besorgte Gründer Henrik Fisker frisches Geld für seine Firma: Durch einen Zusammenschluss mit der Spartan Energy Acquisition Corp. wird aus Fisker künftig ein an der New Yorker Börse notiertes Unternehmen. Durch die Fusion, die im vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein soll, wird das Startup nun auf 2,9 Milliarden Dollar bewertet.

Gleichzeitig gab der Däne bekannt, dass sein elektrisch angetriebener SUV Ocean auf Volkswagens Modularem E-Antriebs-Baukasten (MEB) basieren soll. Volkswagen erklärte der US-Technik-Website "The Verge" seine grundsätzliche Bereitschaft, mit Fisker zusammenzuarbeiten: "Volkswagen ist nach wie vor offen dafür, Kleinserienprojekte zu unterstützen, die durch ihren emotionalen Auftritt die Vielfalt der denkbaren Konzepte auf Basis der MEB-Plattform demonstrieren." Demnach werde die MEB-Plattform als Grundlage für die Entwicklung des Ocean verwendet. "Eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Zusammenarbeit mit Fisker zur Umsetzung eines Serienprojekts ist jedoch noch nicht gefallen."

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Nutzt Fisker für den Ocean Volkswagens MEB? Vieles deutet darauf hin.

Der 4,64 Meter lange, 1,93 Meter breite und 1,62 Meter hohe Fisker Ocean kommt mit einem Lithium-Ionen-Akku mit 80 kWh Kapazität auf den Markt. Die Reichweite liegt bei bis zu 300 Meilen, umgerechnet etwa 480 Kilometer. Innerhalb von 30 Minuten tankt der E-SUV Strom für rund 300 Kilometer (von 15 bis 80 Prozent der Kapazität). Fisker ist Teil des Ladenetzwerks "Electrify America", deren 150 kW-Ladesäulen Fahrzeuge innerhalb von einer Minute für 30 Kilometer aufladen können.

Mit 225 kW und Solardach

Zwei zusammen 225 kW (306 PS) starke Elektromotoren treiben vorne und hinten die Achse des SUV an und bilden so den Allradantrieb. Es sollen aber noch eine Version mit reinem Hinterradantrieb und eine Hochleistungsvariante nachgeschoben werden. Ein mit Solarmodulen bestücktes Dach soll zusätzlich Energie liefern, alleine damit soll der Ocean im Jahr 1.600 Kilometer zurücklegen können. Als Spurtzeit für das Topmodell nennt Fisker 2,9 Sekunden.

Fisker Ocean
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Für den veganen Innenraum verspricht Fisker auf Knopfdruck ein Open-Air-Feeling ("California Mode") für die Passagiere, ohne die Struktur und die Sicherheit der Karosserie zu gefährden. Was sich spektakulär anhört, ist in Wahrheit relativ langweilig. Auf Knopfdruck fahren automatisch alle sechs Fenster sowie die Heckscheibe herunter, gleichzeitig öffnen sich die beiden Schiebedachelemente.

Headup-Display, Digital-Cockpit, Touchscreen

Der E-SUV soll den Passagieren viel Platz bieten. Das Kofferraumvolumen variiert von 566 bis 1.274 Liter. Optional gibt es eine Dachreling sowie eine Anhängerkupplung. Die mögliche Anhängelast ist noch nicht bekannt. Der Fahrer erhält ein Headup-Display, ein 9,8 Zoll großes Digital-Cockpit sowie einen 16-Zoll-Touchscreen mit intuitiver Benutzeroberfläche zur Steuerung der Infotainment- und Komfort-Systeme. Zudem entwickelt das Unternehmen ein Concierge-Service-System für den persönlichen Service und die Wartung des Fahrzeugs.

Fisker SUV
Fisker
Der Fisker Ocean kommt mit einer massiven Front daher.

Der Fisker Ocean kommt mit einer massiven Front samt großem Grill und schmalen Scheinwerfer-Einheiten sowie einer konturierten Motorhaube daher. Ein kleines, recht hoch verbautes Radar-System hinter Glas ist in der Front untergebracht. Kräftig ausgestellte Radhäuser verleihen dem Elektro-SUV einen muskulösen Auftritt. Serienmäßig sind 20-Zöller montiert, gegen Aufpreis bietet Fisker sogar 22 Zoll große Leichtmetallfelgen an. Die seitliche Fensterlinie steigt zur C-Säule hin an. Die C-Säule selbst integriert die Blinker.

Ocean Force-E in Offroad-Aufmachung

Fisker Ocean Offroad
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Mit dem Force-E stellte Fisker bereits eine Offroad-Version des Ocean vor.

Zudem plant Fisker eine Offroad-Variante des Ocean. Teaserbilder zeigen den E-SUV, der in dieser Version den Beinamen Force-E trägt, deutlich kerniger. Zu sehen sind verbreiterte Radläufe, unter denen breite grobstollige Reifen stecken. Zudem gibt es einen Dachgepäckträger, der ein Ersatzrad vorhält. In anderen Darstellungen trägt das Dach Solarmodule und das Ersatzrad sitzt eingepasst in der vorderen Haube. Dort befindet sich auch ein Frischwassertank. Ein zusätzlicher Power-Outlet soll zur Fremdbetankung anderer E-Autos dienen. Abgerundet wird die Force-E-Ausstattung mit Rammbügeln und Zusatzscheinwerfern.

Fisker begleitet die Bilder mit den Hinweis, der Ocean Force-E könnte auch bei Hilfsorganisationen gute Dienste leisten. Das Militär könnte ebenfalls von einem SUV profitieren, der unabhängig von Öl (Benzin) ist.

Fisker Ocean Offroad
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Zu sehen sind deutlich verbreiterte Radläufe, unter denen grobstollige Reifen stecken.

Direktvertrieb in den USA

Der Vertrieb des Modells erfolgt ausschließlich direkt in den USA. Später könnte der Verkauf auch global möglich sein. Fisker nennt hier die Märkte Europa und China. Als Einstiegspreis gibt Fisker 37.499 Dollar plus Steuern (rund 35.000 Euro) an. Den Vertriebsfokus legt Fisker aber auf ein flexibles Abo-Modell mit Jahresfahrleistungen von bis zu 30.000 Meilen. Nach einer Einmalzahlung von 2.999 Dollar werden monatlich als Mietpreis inklusive Wartung und Service 379 Dollar berechnet. Das Leasing-Modell soll monatlich kündbar sein. In die Showrooms kommt der neue Fisker Ocean zwar erst Ende 2021, aber er kann bereits jetzt mit einer Anzahlung von 250 Dollar reserviert werden. Mit dem Ocean zielt Fisker klar auf den Konkurrenten Tesla mit seinem neuen Model Y.

Fisker SUV
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In die C-Säule sind Blinker integriert.

Mit dem Launch des Elektro-SUV Ende 2021 verschiebt sich auch die Premiere des Fisker Sportwagens E-Motion. Hier will Fisker erstmals eine Feststoffbatterie, die in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner entsteht, verbauen. Sie soll in fünf bis zehn Minuten geladen sein. Der E-SUV kommt indes noch mit einer Lithium-Ionen-Batterie daher.

Fisker gibt nicht auf

Henrik Fisker ist ein dänischer Automobildesigner und wurde bekannt durch das Design des BMW Z8 und Aston Martin DB9. Auch Auftragsarbeiten, unter anderem für Tesla, nahm Fisker an. Allerdings endete die Zusammenarbeit in einem Rechtsstreit über Geschäftsgeheimnisse, den Fisker vor Gericht gewann. Mit seiner Firma Fisker Automotive legte der Däne den Plugin-Sportwagen Fisker Karma auf, der von 2010 an rund 2.000 mal verkauft wurde. Geschäftlich ging es nach der Insolvenz seines Batteriezulieferers A123 bergab, bis zur eigenen Pleite. Der chinesische Autokonzern Wanxiang erwarb beide Insolvenzmassen und legt eine überarbeitete Version des Karma als "Karma Revero" auf. Fisker selbst konnte seinen Marken-Namen retten und gründete die Fisker Inc., die nun reine Elektroautos auf den Markt bringen will.

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Nein. Fisker verpasst die Chance, dem Auto einen eigenen Charakter zu geben.

Fazit

Ein SUV mit Elektroantrieb und fast 500 Kilometer Reichweite für nur knapp 35.000 Euro wäre schon eine Ansage an die Konkurrenz. Mithilfe der Konzerne Magna Steyr sowie Volkswagen und dessen MEB-Plattform könnte das Vorhaben sogar gelingen.

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