Fisker Ocean Jochen Knecht
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Fisker Ocean (2021)

E-SUV mit 480 km Reichweite

CES 2020

Henrik Fisker hat auf der CES in Las Vegas ein weiteres Elektro-Modell präsentiert. Der SUV mit dem Namen „Ocean“ soll als Großserien-Modell in der zweiten Jahreshälfte 2021 auf den Markt kommen.

Fisker Ocean mit knapp 500 Kilometer Reichweite

Der 4,64 Meter lange, 1,93 Meter breite und 1,62 Meter hohe Fisker Ocean Modell kommt mit einem Lithium-Ionen-Akku mit 80 kWh Kapazität auf den Markt. Die Reichweite liegt bei bis zu 300 Meilen, umgerechnet etwa 480 Kilometer. Innerhalb von 30 Minuten tankt der E-SUV Strom für rund 300 Kilometer (von 15 bis 80 Prozent der Kapazität). Fisker ist Teil des Ladenetzwerks „Electrify America“, deren 150 kW-Ladesäulen Fahrzeuge innerhalb von einer Minute für 30 Kilometer aufladen können.

Zwei zusammen 225 kW starke Elektromotoren treiben vorne und hinten die Achse des SUV an und bilden so den Allradantrieb. Es sollen aber noch eine Version mit reinem Hinterradantrieb und eine Hochleistungsvariante nachgeschoben werden. Ein mit Solarmodulen bestücktes Dach soll zusätzlich Energie liefern, alleine damit soll der Ocean im Jahr 1.600 Kilometer zurücklegen können. Als Spurtzeit fürn das Topmodell nennt Fisker 2,9 Sekunden.

Für den veganen Innenraum verspricht Fisker auf Knopfdruck ein Open-Air-Feeling („California Mode“) für die Passagiere, ohne die Struktur und die Sicherheit der Karosserie zu gefährden. Was sich spektakulär anhört, ist in Wahrheit relativ langweilig. Auf Knopfdruck fahren automatisch alle sechs Fenster sowie die Heckscheibe herunter, gleichzeitig öffnen sich die beiden Schiebedachelemente.

Der E-SUV soll den Passagieren viel Platz bieten. Das Kofferraumvolumen variiert von 566 bis 1.274 Liter. Optional gibt es eine dachreling sowie eine Anhängerkupplung. Die mögliche Anhängelast ist noch nicht bekannt. Der Fahrer erhält ein Headup-Display, ein 9,8 Zoll großes Digital-Cockpit sowie einen 16-Zoll-Touchscreen mit intuitive Benutzeroberfläche zur Steuerung der Infotainment- und Komfort-Systeme. Zudem entwickelt das Unternehmen ein Concierge-Service-System für den persönlichen Service und die Wartung des Fahrzeugs.

Direktvertrieb in den USA

Fisker SUV
Fisker

Der Fisker Ocean kommt mit einer massiven Front mit großem Grill und schmalen Scheinwerfereinheiten sowie ein konturierte Motorhaube daher. Ein kleines, recht hoch verbautes Radar-System hinter Glas ist in der Front untergebracht. Kräftig ausgestellte Radhäuser verleihen dem Elektro-SUV einen muskulösen Auftritt. Serienmäßig sind 20-Zöller montiert, gegen Aufpreis bietet Fisker sogar 22 Zoll große Leichtmetallfelgen an. Die seitliche Fensterlinie steigt zur C-Säule hin an. Die C-Säule selbst integriert die Blinker.

Der Vertrieb des Modells erfolgt ausschließlich direkt in den USA. Später könnte der Verkauf auch global möglich sein. Fisker nennt hier die Märkte in Europa und China. An die Kunden gehen sollen die ersten Modelle dann 2022. Als Einstiegspreis nennt Fisker 37.499 Dollar plus Steuern (rund 35.000 Euro) an. Den Vertriebsfokus legt Fisker aber auf ein flexibles Abo-Modell mit Jahresfahrleistungen von bis zu 30.000 Meilen. Nach einer Einmalzahlung von 2.999 Dollar werden monatlich als Mietpreis inklusive Wartung und Service 379 Dollar berechnet. Das Leasingmodell soll monatlich kündbar sein. In die Showrooms kommt der neue Fisker Ocean zwar erst Ende 2021, aber er kann bereits jetzt mit einer Anzahlung von 250 Dollar reserviert werden. Mit dem Ocean zielt Fisker klar auf den Konkurrenten Tesla mit seinem neuen Model Y.

Fisker SUV
Fisker

Mit dem Launch des Elektro-SUV Ende 2021 verschiebt sich auch die Premiere des Fisker Sportwagens E-Motion. Hier will Fisker erstmals eine Feststoffbatterie, die in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner entsteht, verbauen. Sie soll in fünf bis zehn Minuten geladen sein. Der E-SUV kommt indes noch mit einer Lithium-Ionen-Batterie daher und kommt noch vor dem E-Motion auf den Markt.

Fisker gibt nicht auf

Henrik Fisker ist ein dänischer Automobildesigner und wurde bekannt durch das Design des BMW Z8 und Aston Martin DB9. Auch Auftragsarbeiten unter anderem für Tesla nahm Fisker an. Allerdings endete die Zusammenarbeit in einem Rechtsstreit über Geschäftsgeheimnisse, den Fisker vor Gericht gewann. Als Fisker Automotive legte der Däne den Plug-in-Sportwagen Fisker Karma auf, der rund 2.000 mal ab 2010 verkauft wurde. Geschäftlich ging es nach der Insolvenz seines Batteriezulieferers A123 bergab, bis zur eigenen Pleite. Der chinesische Autokonzern Wanxiang erwarb beide Insolvenzmassen und legt eine überarbeitete Version des Karma als „Karma Revero“ auf. Fisker selbst konnte seinen Marken-Namen retten und gründete die Fisker Inc., die nun reine Elektroautos auf den Markt bringen will.

Fazit

Ein SUV mit Elektroantrieb und fast 500 Kilometer Reichweite für nur knapp 35.000 Euro wäre schon eine Ansage an die Konkurrenz.

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