Onstar Ende 20202 Opel / Freepik
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Opel OnStar: Service Anfang 2021 eingestellt

OnStar bei Opel eingestellt Kein Anschluss unter dieser Nummer

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Anfang 2021 wurden die OnStar-Konnektivitätsdienste in Opel-Bestandsfahrzeugen deaktiviert. Es bleibt ein blauer Knopf, für den es keine weitere Verwendung gibt.

Mit der Opel-Übernahme durch den französischen PSA-Konzern zeichnete sich auch schnell ein Ende des OnStar-Konnektivitätsdienstes ab. Der ist ein Kernprodukt des GM-Konzerns und wurde bei Opel zu GM-Zeiten mit großem Aufwand ab 2015 mit dem Astra eingeführt. Die Idee: Über ein Telematik-Modul mit integrierter SIM-Karte und eingebautem Notfall-Assistent standen dem Fahrer nicht nur Sicherheits-, sondern auch umfangreiche Komfort-Services zur Verfügung. Per Druck auf den blauen OnStar-Knopf konnte man sich die Route zu einem bestimmten Ziel ins Navigationssystem übertragen oder das Fahrzeug durchchecken lassen. Auf Wunsch reservierten die OnStar-Mitarbeiter auch Hotelzimmer, entriegelten das Fahrzeug aus der Ferne oder bestellten Blümchen für die Ehefrau.

Diesel Opel Corsa 1.5 D, ams 2420
Achim Hartmann
Der Opel Corsa ist der erste Opel aus PSA-Basis, der Opel Connect vollumfänglich nutzen kann.

Opel Connect statt OnStar

Mit dem Wechsel auf die PSA-Technik gibt's bei Opel seit 2019 das Angebot "Opel Connect", das weitestgehend den Angeboten der anderen PSA-Marken Citroën, DS und Peugeot entspricht. Bei einer Fahrzeugpanne oder einem Unfall wird manuell oder automatisch der Kontakt zu einem Call Center aufgebaut. Dort kümmert man sich dann um die Entsendung eines Pannendienstes oder der Bergung von Auto und Insassen. Außerdem gibt es eine App für das Smartphone, mit der man sich nach dem Parken von der Navigation weiter bis zum Ziel leiten lassen kann und auch das Auto danach wiederfinden kann. Gestohlene Fahrzeuge werden geortet. Außerdem ist ein digitales Wartungsheft Teil des Connect-Angebotes, mit dem man den aktuellen Fahrzeugstatus auf dem Smartphone abrufen kann.

Seit 2021 nur noch eine Bandansage

OnStar-Bestandsnutzer bekamen von Opel ab 2018 die Möglichkeit, einen speziellen Vertrag für die Weiternutzung der Konnektivitäts-Dienstleistungen abzuschließen, der bis Ende 2020 Gültigkeit hatte. Heißt: Seit Januar 2021 verbindet einen der blaue Knopf im Cockpit nicht mehr mit dem Callcenter im englischen Luton, sondern mit einer Band-Ansage, die über das Ende des OnStar-Services informiert. Notrufe können dann nur noch übers eigene Handy oder Notrufsäulen abgesetzt werden. Überraschend kommt das für keinen Opel-Fahrer, die OnStar-Nutzer wurden erstmals im Mai 2018 über das Ende des Services informiert, im September 2020 wurden die verbliebenen aktiven Kunden (5% aller ursprünglichen Nutzer) erneut informiert.

Ärgerlich bleibt die Sache aber dennoch. Vor allem deshalb, weil die Bestandsfahrzeuge weder auf das neue Opel-Connect-Angebot, noch auf den seit Ende 2018 für Neuwagen verpflichtenden eCall-Service umrüstbar sind. Heißt: Übrig bleibt ein blauer Knopf, für den es keine weitere Verwendung gibt.

Fazit

Die OnStar-Vollbremsung kommt nicht überraschend und betrifft im Zweifel nur noch sehr wenige Kunden. In der besten aller digitalen Welten ließe sich der OnStar-Knopf nach einem Over-the-Air-Update für andere Dinge nutzen. Das ließe sich technisch wahrscheinlich sogar machen, lohnt sich aber mit Blick auf die extrem kleine Nutzerschaft schlicht nicht mehr. Schade drum.

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