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Toyota-Patent für Pseudo-Schaltgetriebe für E-Autos

Handschaltung für E-Autos Toyota-Patent für Pseudo-Schaltgetriebe

Elektroautos brauchen in der Regel kaum mehr als zwei Gänge. Die Japaner arbeiten aber an einer Handschalt-Getriebesimulation für Elektroautos.

Da Verbrennungsmotoren mit ihrer nicht-linearen Leistungsabgabe nur in einem schmalen Drehzahlbereich optimale Leistungs- und Drehmomentwerte liefern, sorgt ein mehrstufiges Getriebe mit seinen verschiedenen Übersetzungen für eine optimierte Antriebsmomentbereitstellung an den Rädern. Dabei ist es egal, welche Getriebebauform die passenden Übersetzungen bereitstellt.

Wer bisher schon Automatik- oder CVT-Getriebe gefahren ist, muss sich beim E-Antrieb kaum umstellen. Handschalt-Fans sind mit dem Aufkommen von Elektroautos allerdings zunehmend zur Untätigkeit verdammt. Moderne Elektroautos arbeiten in der Überzahl mit Ein-Gang-Getrieben. Einige wenige, die größere Geschwindigkeitsbereiche abdecken wollen, fügen noch einen zweiten Gang hinzu. Gangwechsel laufen aber auch dann völlig im Verborgenen ab. Ein Eingreifen des Fahrers ist nicht notwendig, da E-Motoren bereits aus dem Stand ihr volles Drehmoment liefern und so die Geschwindigkeitsanpassung einfach über eine erhöhte Drehzahl erfolgt.

Technik erklärt

Bei Toyota scheint sich allerdings eine Gegenbewegung abzuzeichnen. Zumindest deutet ein am 10. Februar 2022 beim US-Patentamt unter der Nummer US 2022/0041155 A1 veröffentlichtes Patent darauf hin. Darin präsentiert Toyota seine Vorstellung von einer Handschaltung für Elektromodelle. Ein mechanisches Getriebe bei dem tatsächlich Gänge gewechselt werden steckt allerdings nicht dahinter. Vielmehr haben sich die Japaner eine Steuerung ausgedacht, die ein manuelles Schaltgetriebe perfekt simulieren soll.

Elektronik simuliert Schaltvorgänge

Toyota Patent Handschaltung Elektroauto
Toyota
Alle Schaltvorgänge werden von der Bordelektronik nur simuliert.

Dazu greift der Fahrer zu einem Pseudo-Schalthebel, tritt eine Pseudo-Kupplung und wechselt so scheinbar die Fahrstufe. In Wirklichkeit registriert die Elektronik den Schaltwunsch, fügt eine kleine Zugkraftunterbrechung oder sogar einen Schaltruck ein und stellt dann den Vortrieb wieder her. Im Prinzip wird so der lineare Schub des E-Triebwerks künstlich unterbrochen. Ein Verschalten ist unmöglich und Kupplung schleifen lassen geht auch nicht. Einen ähnliche Weg sind schon zahlreiche CVT-Getriebeanbieter gegangen. Auch hier ist lineare Schub Teil des Konzepts. Dennoch haben viele Anbieter definierte Schaltpunkte einprogrammiert, damit der Fahrer meint, er könnte tatsächlich Einfluss nehmen.

Warum Toyota über eine Sabotage des harmonischen Vortriebs in einem Elektroauto nachdenkt, erklärt das Patent nicht. Womöglich will man damit den sogenannten Sportfahrern entgegenkommen, für die ein Auto ohne Schaltgetriebe einfach unsportlich ist. Toyota-Chef Akio Toyoda selbst ist ein begeisterter Anhänger des Schaltgetriebes.

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Fazit

Toyota hat sich ein System patentieren lassen, das in Elektroautos ein manuelles Handschaltgetriebe simulieren kann. Womöglich versuchen die Japaner damit Hardcore-Schaltfreunde zum Elektroauto zu bekehren.

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