Skoda Octavia G-Tec Dino Eisele
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Skoda Octavia G-Tec im Test

Skoda Octavia G-Tec im Test Familiengleiter für Sparfüchse

Unter den vielen Motoren für den Octavia ist der 1.5 TGI mit CNG-Antrieb eine interessante Randerscheinung.

Es klingt verlockend: Komprimiertes Erdgas (CNG) verbrennt nahezu partikelfrei und erzeugt dabei deutlich weniger CO2 als Benzin. Dazu kommt der höhere Energiegehalt gegenüber Benzin und Diesel bei spürbar niedrigeren Kraftstoffpreisen. Trotzdem spielt Erdgas beim Pkw-Absatz kaum noch eine Rolle – in den ersten drei Monaten des Jahres gab es gerade mal 1.206 CNG-Neuzulassungen.

50 davon entfielen auf den Skoda Octavia G-Tec, dem als Combi mit Doppelkupplungsgetriebe im Test durchschnittlich 4,6 kg CNG für 100 km reichen. Für den Geldbeutel heißt das: Bei 1,10 Euro pro kg CNG halbieren sich die Kraftstoffkosten gegenüber einem vergleichbaren eTSI-Benziner (6,7 Liter; 1,49 Euro/Liter Super).

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Im Alltag fährt sich der Erdgas-Octavia genauso entspannt wie seine Verbrenner-Brüder.

Und der Haken? Die Technik gibt es nicht umsonst, wenngleich sich der Aufschlag beim Octavia mit exakt 1.000 Euro gegenüber dem 1.5 eTSI in Grenzen hält. Zudem muss sich der TGI mit 130 statt 150 PS und 200 statt 250 Nm sowie etwas schwächeren Fahrleistungen begnügen, doch das lässt sich leicht verschmerzen. Der komfortbetonte Charakter des G-Tec forciert ohnehin eine gelassene Fahrweise, die den Verbrauch zudem problemlos unter 4 kg/100 km drückt.

Adaptive Dämpfer sind für ihn nicht zu haben, doch er bügelt auch so die meisten Falten im Straßenbelag aus. Und erst oberhalb von 3.500/min läuft der TGI-Motor merklich rauer, was höchstens bei Autobahntempi ab rund 170 km/h lästig wird. Ansonsten lässt das unauffällig mit den sieben Gängen jonglierende DSG nur beim kräftigen Beschleunigen so hohe Drehzahlen zu.

Reichweite sorglos nutzen

Zum Gleiten eignet sich am besten der Eco-Modus. Dabei kuppelt das DSG im Schubbetrieb gerne aus und lässt den Kombi im Leerlauf spritsparend rollen. Über das Instrumenten-Display informiert der G-Tec stets, wie weit der Gasvorrat (17,3 kg) noch reicht. Obwohl das CNG-Netz mit rund 900 Tankstellen eher weitmaschig ist, muss man keine Angst haben, liegen zu bleiben. Denn ist der Vorrat leer, schaltet der Motor unmerklich und automatisch auf die Benzinreserve (9 Liter) um – damit ist jede Tankstelle in Reichweite.

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Die Preise für den Erdgas-Octavia der First Edition starten bei 33.289 Euro.

Im Gepäckabteil entfällt der Raum unter dem nun eben mit der Ladekante abschließenden Boden – bleiben immer noch 495 Liter. Zum Schluss noch ein Tipp: Wer auf DSG und einige Extras verzichtet, kann mit dem G-Tec schon ab dem ersten Kilometer sparen – mit Schaltgetriebe gibt es ihn in der Basis Active (ab 27.440 Euro), der 1.5 TSI startet erst ab Ambition (ab 28.550 Euro).

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Wer mit dem dünnen CNG-Tankstellennetz kein Problem hat, kann mit dem G-Tec sehr günstig fahren. Abgesehen vom kleineren Stauraum bleiben die sonstigen Qualitäten des Octavia unberührt.

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