Viel Komfort aber auch Schwächen: Suzukis e Vitara im Test

Suzuki e Vitara im Test
Wie schlägt sich Suzukis erster E-SUV?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.06.2026
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Suzuki e-Vitara eAxle, silberner Elektro-SUV, fährt auf Landstraße, Rückansicht, Frühjahr 2024.
Foto: ACHIM HARTMANN

Der Suzuki e Vitara basiert auf der neu entwickelten Heartect-e Plattform und ist in zwei Varianten erhältlich. Das Basismodell verfügt über einen 106 kW starken Elektromotor an der Vorderachse sowie eine 49-kWh-LFP-Batterie. Die Topversion, die Allgrip-e Allradvariante, ergänzt einen zusätzlichen 48-kW-Motor im Heck und eine größere Batterie mit 61 kWh Kapazität. Diese Konfiguration ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in anfänglich 7,7 Sekunden, wobei bei wiederholten Tests Leistungseinbußen zu verzeichnen sind – später wurden nur noch 10,6 Sekunden gemessen.

Die Ladeleistung fällt mit maximal 68 kW enttäuschend aus – ein Wert, der für ein modernes Elektrofahrzeug unterdurchschnittlich ist. Dennoch hält der e Vitara seinen Peak beim Laden relativ konstant, was die Standzeiten etwas verkürzt. Der WLTP-Verbrauch liegt bei akzeptablen 21,6 kWh/100 km, während auf einer Eco-Runde sogar nur 17,6 kWh/100 km gemessen wurden.

Vergleich mit dem Toyota Urban Cruiser

Interessanterweise wird der e Vitara auch als Toyota Urban Cruiser angeboten – allerdings zu einem etwas höheren Preis. Beide Modelle werden im Suzuki-Werk Gujarat in Indien produziert und teilen sich viele technische Komponenten. Dennoch gibt es Unterschiede: Während der Urban Cruiser eher auf Komfort setzt, zeigt der e Vitara mit seinem Trail-Modus und einer Bodenfreiheit von 18 Zentimetern eine leichte Offroad-Affinität.

Ladeverhalten und Alltagstauglichkeit

Im Alltag überzeugt der Suzuki e Vitara durch seinen Komfort auf schlechten Straßen. Schlaglöcher und Unebenheiten meistert das Fahrwerk souverän, was ihn besonders für Pendler attraktiv macht. Allerdings bleibt das Ladeverhalten ein Schwachpunkt: Das interne Navi arbeitet langsam und zeigt keine freien Ladesäulen an – hier ist ein Smartphone mit Charge-Finder-App dringend zu empfehlen.

Die Praktikabilität des Fahrzeugs wird durch clevere Details wie eine längs verschiebbare Rückbank (16 cm) und ein flexibles Kofferraumvolumen von bis zu 562 Litern erhöht. Diese Features machen den e Vitara zu einem alltagstauglichen Begleiter für Familien.

Kritikpunkte: Bremsleistung und Infotainment

Ein Manko des e Vitara ist die Bremsleistung: Selbst mit warmen Bremsen benötigt er einen Bremsweg von 38,9 Metern aus Tempo 100 – ein Wert, der deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Auch das Infotainmentsystem lässt zu wünschen übrig: Die Sprachsteuerung ist wenig hilfreich, und der DAB-Radioempfang könnte besser sein.

Offroad-Qualitäten und Komfort-Features

Trotz seiner Schwächen punktet der e Vitara in anderen Bereichen: Mit Allradantrieb, Bergabfahrhilfe und Trail-Modus ist er auch für leichte Offroad-Abenteuer geeignet. Zudem bietet er Komfort-Features wie manuelles Vorheizen oder Abkühlen der Batterie sowie ein gut ablesbares Instrumentendisplay.

Fazit