Brutale Rallye-Technik für die Straße: Land Rover Defender Dakar kommt mit 635 PS

Brutale Rallye-Technik für die Straße
Land Rover Defender Dakar kommt mit 635 PS

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.08.2026
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Die Premiere war äußerst erfolgreich: Auf der diesjährigen Rallye Dakar konnte Land Rover die Plätze 1, 2 und 4 in der seriennahen Klasse für den Defender feiern; bei einem allerdings überschaubaren Starterfeld von insgesamt sieben Fahrzeugen in der Stock-Klasse. Dieser Erfolg soll jetzt auch in Verkäufe umgewandelt werden. Mit der Präsentation eines noch als Studie deklarierten Defender Dakar kündigt Land Rover den Start einer Sonderserie des Rallye-Boliden an, die ganz regulär ins Programm kommen soll. Präsentiert wurde das Fahrzeug im Rahmen der Monterey Car Week. Dort stand der neue Defender neben historischen Heritage-Modellen und dem Wettbewerbs-Defender D7X-R, mit dem die Marke bei der Rallye Dakar 2026 angetreten war.

Ganz nah am Rallye-Auto

Der Defender Dakar basiert technisch auf der Architektur des D7X-R. Das Rallyefahrzeug wiederum wurde aus dem bärenstarken Defender Octa entwickelt. Für das künftige Straßenmodell übernimmt Land Rover die Karosseriestruktur, das Getriebe und den Antriebsstrang des Wettbewerbsfahrzeugs. Auch der 4,4 Liter große Biturbo-V8 stammt aus diesem technischen Verbund. Anders als im Rallyeauto wird der V8 dabei nicht vom Reglement gedrosselt und kann daher seine volle Leistung von 635 PS aktivieren. Das maximale Drehmoment liegt bei 750 Nm. Beim Defender Octa für die EU wurde zum neuen Modelljahr wegen aktueller Abgas-Richtlinien die Leistung um fast 100 PS reduziert.

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Auch beim Fahrwerk orientiert sich der Defender Dakar eng am D7X-R. Die Spurweiten an Vorder- und Hinterachse wurden vergrößert, die Bodenfreiheit erhöht. Zum Einsatz kommen Schraubenfedern und Bilstein Spezialdämpfer aus dem Motorsport-Programm. Die geschmiedeten 20-Zoll-Räder sind mit fetten 35-Zoll-Geländereifen bespannt.

Die Verbindung zum Rallyefahrzeug zeigt sich außerdem bei den Fahrprogrammen. Zusätzlich zu den bekannten Einstellungen erhält der Defender Dakar die Modi Dunes (Sanddünen) und Gravel (Schotter-Strecken). Hinzu kommt der originelle "Flight Mode". Der soll bei weiten Sprüngen im Gelände eine möglichst kontrollierte Landung unterstützen.

Lack und Zubehör vom Dakar-Renner

Die Optik orientiert sich eng an den speziellen Umbauten aus dem Rallyeeinsatz. Dazu gehören auf dem Dach montierte Zusatz-Leuchten, ein Luftansaugschnorchel aus Carbon und eine Motorhaube aus Kohlefaser. Verbreiterte Kotflügel mit sichtbaren Verschraubungen, spezielle Schmutzfänger und eine Abdeckung an der Heckklappe greifen ebenfalls die Gestaltung des Wettbewerbsfahrzeugs auf. Ein verstärkter Unterfahrschutz gehört ebenfalls zur Ausstattung. Bei den Lackierungen orientiert sich Land Rover gleichermaßen am D7X-R. Entsprechend ist die Grundfarbe Dakar Sand für die Karosserie mit einem Dach in Yanbu Turquoise. Weitere Varianten sollen allerdings ebenfalls angeboten werden, wenn das den potenziellen Käufern zu sehr nach Safari aussieht. Eine matte Schutzfolie kann optional mit den Farben Narvik Black und Alaska White kombiniert werden.

Für den Innenraum ist eine 2+2-Sitzkonfiguration vorgesehen. Die beiden vorderen Sitze sind speziell für den Defender Dakar entwickelte Rennsitze. Optional können Vierpunktgurte bestellt werden. Im hinteren Bereich gibt es Ablagemöglichkeiten für Rennhelme. Der Gepäckraum erhält außerdem eine spezielle Halterung für das Reserverad sowie eine Aufnahme für einen Kompressor.

Marktstart und Preis

Der Defender Dakar soll als limitiertes Modell in Serie gebaut werden. Interessenten können ab Anfang 2027 Reservierungen vornehmen. Weitere technische Daten und Ausstattungsdetails will Land Rover bei der Dakar 2027 in Saudi-Arabien bekanntgeben. Beim Preis darf man sich voraussichtlich auf deutlich über 200.000 Euro einstellen: Das Basismodell Defender Octa steht bei Land Rover Deutschland aktuell mit 181.400 Euro in der Preisliste.

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