McLaren McL 6GT: Nach 34 Jahren wieder mit Handschaltung

McLaren McL 6GT Concept Car
Nach 34 Jahren wieder mit Handschaltung

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.08.2026
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McLaren McL 6GT Concept Car
Foto: McLaren

McLaren schlägt einen Haken. In einer Zeit, in der selbst Supersportwagen zunehmend digitalisiert und elektrifiziert werden, stellen die Briten auf der Monterey Car Week 2026 ein Konzept vor, das sich auf mechanische Tugenden besinnt. Der McL 6GT ist ein klares Bekenntnis zum analogen Fahren.

Das zentrale Merkmal dieser Philosophie findet sich zwischen den Sitzen: ein klassischer Schalthebel. Damit erhält zum ersten Mal seit dem legendären McLaren F1 von 1992 wieder ein Modell der Marke ein manuelles Getriebe. Passend dazu verbaut McLaren eine hydraulische Lenkung, die ein direkteres Gefühl als moderne elektrische Systeme vermitteln soll. Auch im Cockpit dominieren gefräste Aluminium-Bedienelemente statt berührungsempfindlicher Oberflächen.

Die Inspiration für diesen puristischen Ansatz liefert ein fast vergessenes Projekt: der M6GT aus den späten 60er-Jahren. Mit ihm wollte Firmengründer Bruce McLaren einen Le-Mans-Rennwagen für die Straße homologieren, ein Traum, der durch seinen frühen Tod unvollendet blieb. Der McL 6GT greift diese Idee nun wieder auf.

Moderne Technik im historischen Gewand

Die Formensprache zitiert das historische Erbe, ohne es zu kopieren. Die Silhouette ist extrem flach und breit, mit einer tiefen Front und einem markanten Kamm-Heck, das an die Can-Am-Rennwagen der damaligen Zeit erinnert. Die Dachlinie fließt dabei nahtlos in die Motorabdeckung.

Technisch basiert der Zweisitzer auf der für McLaren typischen Leichtbauweise. Sowohl das Monocoque als auch die komplette Karosserie bestehen aus Kohlefaser. Unter der Abdeckung arbeitet ein V8-Motor, zu dessen Leistung und Hubraum der Hersteller aber noch keine Angaben macht. Dezente Details wie das "Speedy Kiwi"-Logo im Schalthebel und auf dem Tankdeckel oder die Unterschrift von Bruce McLaren im Motorraum runden die Hommage ab.

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