Ruf Ehra: Ein Ausrufezeichen für Speed

Ruf Ehra
Ein Ausrufezeichen für Speed

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.08.2026
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Ruf in Pfaffenhausen ist schon seit Jahrzehnten Anlaufstelle für ganz spezielle Sportwagen. 1987 stellte Ex-F1-Pilot Phill Hill auf der VW-Hochgeschwindigkeitsteststrecke in Ehra-Lessien mit dem Ruf CTR einen neuen Geschwindigkeitsrekord für straßenzugelassene Autos auf. Der gelb lackierte Ruf schaffte sagenhafte 339,8 km/h und ging später als Yellowbird in die Automobilgeschichte ein.

Mit dem jetzt auf der Monterey Car Week in Kalifornien vorgestellten Ehra präsentiert Ruf eine Hommage an den legendären Rekordwagen. Anders als dieser soll der neue Ehra, der seinen Namen natürlich von der VW-Teststrecke ableitet, nicht mehr der schnellste seines Fachs sein. Vielmehr sieht Ruf im Ehra den perfekten Gran Touring Sportwagen.

Carbonbasis in Breitbau

Die Basis für den Ehra bildet erneut das hauseigene Carbonfaser-Monocoque in Kombination mit einer leichten Carbon-Karosserie, die hier als Breitbauvariante ausgeführt ist. Die gegenüber dem CTR Anniversary verbreiterte Karosserie, vorne 58 Millimeter und hinten 54 Millimeter, mit neu gestalteter Front- und Heckpartie verleiht dem Ehra nicht nur einen kraftvollen Auftritt, sondern verbessert zugleich Aerodynamik, Kühlung und Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Mächtiges Flügelwerk sucht man vergeblich. Im Heckdeckel sitzt lediglich ein ausfahrbarer Carbonspoiler. Markant sind zudem die großen Belüftungskanäle in den hinteren Seitenteilen. In den Radhäusern sitzen gestaltete 5-Speichen-Felgen mit Zentralverschluss.

650-PS-Biturbo für 340 km/h

Das adaptive Fahrwerk setzt rundum auf Doppelquerlenker mit horizontal angeordneten Pushrod-Feder-Dämpfer-Einheiten. Den Antrieb übernimmt ein Biturbo-Sechszylinderboxer, den Ruf mit einem selbst entwickelten variablen, aber auch abschaltbaren Allradantrieb und einem Siebengang-Schaltgetriebe kombiniert. Zusammen mit der doppelten Aufladung stemmt der 3,6 Liter große Boxer 650 PS und 900 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Bei einem Gewicht von nur 1.325 Kilogramm soll der Ehra in 3,3 Sekunden auf Tempo 100 und bis zu 340 km/h schnell sein. Damit erreicht er die gleiche Höchstgeschwindigkeit wie seinerzeit der Yellowbird.

Klassisches Interieur

Das Interieur des Ehra setzt ganz auf braunes Leder. Besonders hervor stechen im handgefertigten Innenraum die Carbon-Schalensitze, die mit braunem Naturleder im klassischen "Pasha"-Karomuster bezogen sind. Die Pedale sind mit Titan belegt, die Runduhren tragen klassische grüne Ziffern.

Weitere Daten nennt Ruf bei der Präsentation noch nicht. Auch beim Thema Preis herrscht bislang Schweigen.

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