Singer Porsche 911 964 Dynamics and Lightweighting Study DLS Singer
Singer Porsche 911 964 Dynamics and Lightweighting Study DLS
Singer Porsche 911 964 Dynamics and Lightweighting Study DLS
Singer DLS Parallax White
Singer DLS Parallax White 48 Bilder

Singer DLS: Neuer 500-PS-Boxer für die Retro-Elfer

Singer Dynamics and Lightweighting Study (DLS) Nummer 1 von 75 ist fertig

US-Tuner und Porsche-Restaurator Singer steht seit 2009 für modifizierte Porsche 911 im Retro-Style und hat bereits mehr als 60 Modelle an die Kunden gebracht. Seit 2017 nimmt sich Singer auch den Motor vor – das erste 500-PS-Modell ist jetzt fertig.

Im Jahr 2018 hat Singer Vehicles damit angefangen, Restmod-Elfer-Fans den Mund noch wässriger zu machen, als ohnehin schon. Damals zeigte das US-Unternehmen von Rob Dickinson den ersten Entwurf der Dynamics and Lightweighting Study, kurz DLS. Gemeinsam mit Bosch, Williams Advanced Engineering, BBS Racing und weiteren Partnern hat Singer für das neue Elfer-Programm an einen 500 PS starken Boxer gearbeitet. Jetzt, drei Jahre später, ist das erste Kundenfahrzeug zur Auslieferung bereit.

Singer Porsche 911 964 Dynamics and Lightweighting Study DLS
Singer
Singer-Firmengründer Rob Dickinson ist sichtlich zufrieden mit der neuen Restomod-Reihe unter dem Label DLS.

Das DLS-Debüt erstrahlt in Oak Green Metallic und hat sein Leben ursprünglich als Porsche 911 (964) im Jahr 1989 begonnen. Die umgestaltete Karosserie besteht aus Karbon, zum Motor kommen wir gleich. Gebaut werden die neuen Modelle in der britischen Singer-Dependance, mehr als 75 Stück wird es allerdings nicht geben. Bevor Sie nun mit dem Gedanken spielen, verraten wir Ihnen noch, was das aufwändige Restomod-Modell kosten soll. Umgerechnet rund 1,53 Millionen Euro.

Neuer Singer-Boxer leistet bis 500 PS

03/2017 Singer Porsche 911 Miami
Tuning

Jetzt aber zur Maschine: Der luftgekühlte Sechszylinder-Sauger erhält Komponenten aus Titan, Magnesium und Kohlefaser. Außerdem bohren Singer und Williams den Hubraum auf vier Liter auf und verpassen dem Aggregat vier Ventile pro Zylinder und vier Nockenwellen. 500 PS Leistung bei 9.000/min. stellt der neue alte 911er-Boxer-Motor dann bereit. Übrigens: Als Berater für das Projekt wurde der im Juni 2020 verstorbene Porsche-Motoren-Papst Hans Mezger verpflichtet. Der 87-Jährige gilt als Vater des Sechszylinder-Boxers. Darüber hinaus konnte Singer als weitere Berater den Rennfahrer Marino Franchitti und den Top-Gear-Moderator Chris Harris verpflichten.

08/2016, Singer Porsche Minnesota
Tuning

4.000 Stunden Aufbauzeit

Neben den Modifikationen am Motor erhält das erste Modell einen neuen aerodynamisch optimierten Unterboden sowie weitere optimierte Anbauteile. Das Fahrwerk wurde ebenfalls überarbeitet, wobei hier der Fokus auf einem geringeren Gewicht, neue Fahrwerksgeometrie und verbesserte Einstellungsmöglichkeiten liegt. Auch der Einsatz von Magnesium, Titan sowie Carbon lassen das Fahrzeuggewicht auf 990 Kilo sinken. 18 Zoll große BBS-Magnesium-Felgen mit Zentralverschlüssen und speziellen Michelin-Reifen halten den Kontakt zur Straße. Eine Leichtbau-Bremsanlage von Brembo soll dank der Carbon-Scheiben für eine adäquate Verzögerung sorgen und ebenso Gewicht sparen wie das Sechsgang-Schaltgetriebe aus Magnesium von Hewland.

Der Aufbau eines Singer-Porsches dauert durchschnittlich 4.000 Stunden und geschieht ausschließlich in Handarbeit. Ihre Modelle nennen die Kalifornier nach den Ursprungsorten. Also zum Beispiel "Florida Car". Singer verbaute früher unter anderem auch Motoren von Ed Pink Racing, die den Vierliter-Sechszylinder-Boxer auf 396 PS pushen. Von den Modellen, die auf der Singer Dynamics and Lightweighting Study (DLS) aufbauen, entstehen maximal 75 Fahrzeuge.

Fazit

Sie wissen ja, was "gut Ding'" haben will. Doch die Wartezeit scheint sich gelohnt zu haben. Das erste Exemplar aus der Dynamics an Lightweighting Study-Reihe sieht lecker aus und verspricht anhand der technischen Daten jede Menge Freude. Schade, dass es nur 75 Stück geben soll. Noch bedauerlicher, dass jedes einzelne Exemplar jenseits der 1,5 Millionen Euro kostet.

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