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EU-Neuzulassungen März 2022:Krise hält an

EU-Neuzulassungen März 2022 Krisenstimmung hält an

Fehlende Teile sorgen weiter für Einschränkungen bei Produktion und Lieferfähigkeit. Im März sind die EU-Pkw-Neuzulassungen entsprechend um 20,5 Prozent eingebrochen.

Der weltweite Halbleitermangel und der von Russland initiierten Angriffskrieg in der Ukraine drücken weiter der Autoindustrie ihren Stempel auf. Die Produktionen laufen schleppend, die Nachfrage nach Neuwagen kann kaum bedient werden. Entsprechend schwach präsentieren sich die Pkw-Neuzulassungen in Europa.

Abwärts im März und im Quartal

Wie der europäische Automobil-Herstellerverband ACEA meldet, wurden in der EU im März 2022 nur 844.187 Autos neu in den Verkehr gebracht. Das waren satte 20,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Auch die ACEA-Bilanz für das erste Quartal fällt ernüchternd aus. Nach drei Monaten konnten bislang nur 2.245.976 Autos neu auf die Straßen gebracht werden. Damit liegt das erste Quartal 2022 um 12,3 Prozent unter dem Vorjahr.

Ein deutlicher Abwärtstrend prägt auch alle europäischen Volumenmärkte. Deutschland meldet im März 241.330 Pkw-Neuzulassungen und ein Minus von 17,5 Prozent. Das Quartalsergebnis liegt um 4,6 Prozent unter Vorjahr. Minus 19,5 Prozent und nur 147.078 neue Autos stehen für den französischen Markt in den Büchern (- 17,3 % im Quartal). Der italienische Markt stürzte gar um 29,7 Prozent auf nur noch 119.497 Einheiten ab (- 24,4 % im Quartal). Noch schlimmer traf es Spanien mit 59.920 Neuzulassungen und einem Minus von 30,2 Prozent (- 11,6 % im Quartal). Ex-EU-Mitglied Großbritannien stellt mit 243.479 Pkw-Neuzulassungen im März den größten Markt, liegt aber um 14,3 Prozent unter dem Vorjahr. In der Quartalsabrechnung kommen die Briten mit 417.560 (- 1,9 %) neuen Autos aber fast auf Vorjahresniveau.

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Toyota schon auf Rang zwei

Europäischer Marktführer bleibt auch in der Krise der Volkswagen-Konzern mit einem Marktanteil von 24,2 Prozent. Der Stellantis-Markenverbund kommt auf einen Anteil von 20 Prozent. Auch wenn der Marktanteil von VW in Europa weiter schrumpft, bleibt die Marke VW mit 10,1 Prozent Marktführer. Gegen den Trend weiter zulegen kann Toyota. Die Japaner stehen mit einem Marktanteil von 6,1 Prozent im März bereits auf Rang zwei, vor Peugeot, die 5,9 Prozent für sich verbuchen können. Auf den weiteren Plätzen folgen Mercedes gleichauf mit Renault (beide jeweils 5,7 %), Audi (5,6 %), BMW (5,5 %), Kia (4,7 %), Ford (4,5 %), Skoda (4,4 %), Dacia gleichauf mit Hyundai (beide jeweils 4,3 %), Citroën (4,1 %), Fiat (3,9 %) und Opel mit einem Marktanteil von 3,7 Prozent. Seat erreicht nur noch einen Marktanteil von 3,3 Prozent, Volvo liegt bei 2,2 Prozent.

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Ukraine-Krieg, Halbleitermangel und die daraus folgenden Produktionsschwierigkeiten lassen die Lieferschwierigkeiten der Autohersteller wachen und die Wartezeiten für die Kunden ansteigen. In Folge rollen einfach weniger Neuwagen auf die Straßen und die europäischen Automobilmärkte müssen im ersten Quartal dieses Jahres deutliche Rückgänge verzeichnen. Wann das Angebot die Nachfrage wieder stillen kann bleibt abzuwarten.

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