Moderne Fahrzeuge sind nicht nur auf den Schutz der Insassen ausgelegt, sondern berücksichtigen auch die Sicherheit von Fußgängern. Ein zentrales Element dabei ist die aktive Motorhaube. Dieses System hebt die Motorhaube bei einem Aufprall mit einem Fußgänger leicht an, um den Abstand zu harten Motorteilen zu vergrößern und so Verletzungen zu minimieren. Die Gasdruckfedern spielen hierbei eine entscheidende Rolle: Sie gewährleisten, dass sich die Haube im Ernstfall zuverlässig öffnet. Doch wie alle Verschleißteile unterliegen auch diese einer begrenzten Lebensdauer.
Laut Experten beträgt die Haltbarkeit von Haubendämpfern in der Regel vier bis fünf Jahre. Danach verlieren sie ihre Dämpferwirkung und können ihre Funktion nicht mehr vollständig erfüllen. Besonders kritisch wird dies bei der Hauptuntersuchung: Überschrittene Haltbarkeitsdaten gelten als erheblicher Mangel und können dazu führen, dass die TÜV-Plakette verweigert wird.
Typische Probleme und rechtliche Grundlagen
Die rechtliche Basis für solche Entscheidungen findet sich in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Demnach dürfen Fahrzeuge nur dann eine HU-Plakette erhalten, wenn sie verkehrssicher sind und alle vorgeschriebenen Normen erfüllen. Defekte oder abgelaufene Gasdruckfedern an der Motorhaube stellen ein Sicherheitsrisiko dar – sowohl für Fußgänger als auch für andere Verkehrsteilnehmer.
Interessant ist dabei, dass nicht alle Hersteller das Ablaufdatum auf den Dämpfern deutlich kennzeichnen. Dies führt immer wieder zu Unsicherheiten bei Fahrzeughaltern und Prüforganisationen. In Foren berichten Nutzer von uneinheitlichen HU-Ergebnissen: Während einige Prüfer abgelaufene Dämpfer beanstanden, drücken andere ein Auge zu.
Austausch: Werkstatt oder DIY?
Wer sicherstellen möchte, dass sein Fahrzeug problemlos durch die HU kommt, sollte die Haubendämpfer regelmäßig überprüfen lassen. In Vertragswerkstätten gehört dieser Check meist zum Standardprogramm – insbesondere bei Modellen mit aktiver Motorhaube wie BMW oder Mini.
Der Austausch der Gasdruckfedern ist technisch nicht besonders anspruchsvoll und kann mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst durchgeführt werden. Wichtig ist jedoch, dass die Ersatzteile exakt zum jeweiligen Fahrzeugmodell passen und alle sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllen. Originalteile vom Hersteller können bis zu 150 Euro pro Paar kosten, während Ersatzteile im freien Handel oft schon ab 60 Euro erhältlich sind.
Tipps für den Selbstwechsel
Beim Kauf von Ersatzdämpfern sollten Fahrzeughalter darauf achten, dass diese ein gültiges Haltbarkeitsdatum aufweisen und TÜV-geprüft sind. Der Wechsel selbst erfordert lediglich wenige Werkzeuge und etwas Geduld: Zunächst wird die alte Gasdruckfeder vorsichtig entfernt – vornehmlich durch das Lösen von Clips oder Schrauben an den Befestigungspunkten. Anschließend wird das neue Bauteil in umgekehrter Reihenfolge montiert.
Ein weiterer Tipp: Nach dem Einbau sollten die neuen Dämpfer auf ihre Funktion getestet werden. Die Motorhaube sollte sich leicht öffnen lassen und stabil in Position bleiben. Funktioniert alles reibungslos, steht einer erfolgreichen Hauptuntersuchung nichts mehr im Weg.












