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Neuzulassungen Juni 2020: Neuwagen-Markt erholt sich langsam

Neuzulassungen Juni 2020 Langsam geht es aufwärts - gaaaanz langsam

Im Juni wurden 220.272 Pkw neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte sich in den Zeiten der Corona-Krise ein Rückgang von 32,3 Prozent. Dennoch deutet der Markttrend leicht aufwärts.

Im Mai 2020 waren nur 168.148 neue Autos zugelassen worden, im Juni sind es schon über 52.000 mehr. Der Corona-Einfluss nimmt also langsam ab, allerdings sind wir noch sehr weit von der Vor-Corona-Quote entfernt.

Neuzulassungen Juni 2020
Kraftfahrtbundesamt

Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 1.210.622 Autos erstmals in den Verkehr gebracht – 34,5 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Auch die Zahl der Gesamtneuzulassungen präsentiert sich weiter im Minus. Im Juni wurden 278.454 Kraftfahrzeuge neu zugelassen (- 28,0 Prozent), im bisherigen Jahresverlauf kamen bislang 1.501.022 Kraftfahrzeuge (- 31,6 Prozent) auf die Straßen.

SUV und Kleinwagen gewinnen

Mit einem Anteil von 21,0 Prozent waren die meisten der neu zugelassenen Pkw dem Segment der Kompaktklasse zuzuordnen, weitere 19,9 Prozent dem Segment der SUV. In der Halbjahresbetrachtung war die Bilanz dieser beiden Segmente mit jeweils 20,3 Prozent Neuzulassungsanteil ausgeglichen. Zweistellige Zulassungsanteile erreichten im Juni 2020 ebenfalls die Kleinwagen (14,7 %) und die Geländewagen (11,2 %). Die Rückgänge bei den Neuzulassungen erstreckten sich über alle Segmente, wobei die Einbußen von 14,3 Prozent bei der Oberklasse bis zu 63,4 Prozent bei den Mini-Vans reichten. Das Segment der Wohnmobile verzeichnete im Berichtsmonat mit 62,2 Prozent einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen. Die Wohnmobile wiesen auch in der Halbjahresbetrachtung als einziges Segment mit 9,5 Prozent einen Zuwachs aus.

Die wichtigsten Fakten zur Neuzulassungsstatistik im Juni 2020:

  • Anteil Benziner: 51,5 %
  • Anteil Diesel: 30,6 %
  • Zulassungen Hybridantrieb: 30.254 (+ 60,8%) / Marktanteil: 13,7 %
    davon
  • 10.479 Plugin-Hybride (+ 274,4 %) / Marktanteil: 4,9 %
  • 8.118 Elektro-Modelle (+ 41,0 %) / Marktanteil: 3,7 %
  • CO2-Ausstoß: 150,2 g/km (-4,3 %)

Opel mit massivem Einbruch

Betrachtet nach Marken zeigt die bisherige Jahresbilanz nur Verlierer, wobei sich bei einigen Herstellern schon erste Aufwärtszeichen absehen lassen. Abgesehen von DS stehen alle Marken zweistellig im Minus. Unter den 34 Autoherstellern, die das Kraftfahrtbundesamt listet, schneiden in den ersten sechs Monaten des Jahres Smart mit einem Rückgang von 88,7 Prozent, Suzuki mit minus 55,7 Prozent und Mazda mit minus 51,5 Prozent besonders schlecht ab. Das Ranking der deutschen Autoherseller: Audi (-33,6 %), BMW (-29,3 %), Ford (-41,4 %), Mercedes (-27,2 %), Opel (48,2 %), Porsche (- 20,9 %) und VW (-35,1 %).

Gebrauchtwagenmarkt zeigt Erholungssignale

Im Plus steht indes der Gebrauchtwagenmarkt. Im Juni wechselten 638.463 Pkw den Halter, mithin 14,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Gegenüber dem Mai 2020 zeigt sich ein Zuwachs von 16,3 Prozent. Die Zahl der gesamten Halterwechsel im Juni liegt mit 762.442 zwar noch um 17,3 Prozent unter dem Juni 2019, konnte aber gegenüber dem Mai 2020 um 14,7 Prozent zulegen. Noch negativ zeigt sich die bisherige Jahresbilanz. Von Januar bis Juni haben 3.200.767 Autos den Besitzer (- 11,4 Prozent) gewechselt. Die Zahl aller Kfz-Halterwechsel liegt nach sechs Monaten bei 3.742.318 Fahrzeugen und damit um 9,9 Prozent unter dem Vorjahresvergleichszeitraum.

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