Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, will der Stuttgarter Sportwagenbauer die Produktion des Elektromodells am Standort Stuttgart-Zuffenhausen bis 2030 einstellen. Die WiWo bezieht sich dabei auf eine bislang nicht schriftlich festgehaltene Vereinbarung des Porsche-Vorstands mit dem Betriebsrat.
Taycan-Nachfrage bricht ein
Der Taycan (hier das jüngste Facelift im Fahrbericht) galt zunächst als elektrisches Aushängeschild von Porsche. Mittlerweile verkauft er sich aber nur noch schleppend, die Produktion im Stammwerk ist entsprechend kaum ausgelastet. Sie wurde deshalb in den vergangenen Monaten bereits mehrfach ausgesetzt.
Laut Wirtschaftswoche standen auch eine schnelle Einstellung des Modells sowie eine Produktionsverlegung nach Leipzig zur Diskussion. Letztlich soll der Taycan weiter in Stuttgart gebaut werden, allerdings nur noch bis 2030. Der Taycan würde damit nach nur einer Modellgeneration enden. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte der neue Porsche-Chef Michael Leiters Ende Juli noch, man plane nicht, den Taycan in kurzfristiger Perspektive einzustellen. Allerdings wolle man die Zahl der Modelle weiter verringern und so Komplexität reduzieren.
Der Taycan ist das erste E-Modell von Porsche und wird seit 2019 produziert. Schon seit einigen Monaten gibt es Gerüchte, die beiden Viertürer-Baureihen Taycan und Panamera zu einem Modell zusammenzuführen. Dieses würde dann mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybrid und rein elektrischem Antrieb angeboten.
Pläne des Autobauers aus dem Jahr 2022 sahen vor, den Elektroanteil bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern. 2024 kam mit dem Macan Electric ein zweites Elektro-Modell dazu. Mittlerweile hat Porsche seine Elektroambitionen aber revidiert. Der Macan soll auch wieder in einer Verbrenner-Variante kommen.





