Tesla-Fabrik in Grünheide Twitter/Elon Musk
Tesla Model Y (2020)
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Tesla Model Y (2020) 14 Bilder

Tesla Gigafactory in Brandenburg

Elon Musk sucht bis zu 40.000 Mitarbeiter

Tesla-Chef Elon Musk spricht bei Gigafactory Berlin-Brandenburg von einer "lokalen Batteriezellen-Fertigung". Aktuell sucht er nach bis zu 40.000 Mitarbeitern.

In Deutschland produzierende Autohersteller tun sich bisher schwer mit einer eigenen Batteriezell-Fertigung für Elektroauto-Akkus. Tesla-Chef Elon Musk sorgt jetzt mit neuen Hinweisen zu dem Thema für Spekulationen. Auf einer Pressekonferenz zur Ertragslage von Tesla kündigte er an, dass es für die Gigafactory Berlin-Brandenburg eine "lokale Zellenfertigung" geben werde. Was damit genau gemeint ist, ist noch nicht klar.

Lokal kann viel sein

Musk ließ offen, was er mit dem Begriff "lokal" meint. So könnten die Zellen irgendwo aus Europa oder tatsächlich aus Deutschland kommen. Tesla-Fans sehen schon eine Zellfertigung in der Gigafactory in Grünheide. In Teslas ersten Bauanträgen stand noch etwas von einer Akkumodul-Fertigung, womit der Bau von Modulen aus Zellen gemeint ist. Aber selbst diese Modulfertigung ist inzwischen aus den aktualisierten Bauanträgen verschwunden. Andererseits dienen diese Antrag-Details nur einer groben Planung – das Etablieren einer eigenen Zellfertigung ist damit noch lange nicht ausgeschlossen. Viel wahrscheinlicher ist allerdings eine Lieferung von Zellen aus Produktionsstätten in anderen Bundesländern.

Tesla Projekt Roadrunner
Getty Images / Tesla
Mit einer eigenen Batteriezellen-Fertigung tun sich in Deutschland produzierende Autohersteller bisher schwer. Tesla-Chef Elon Musk kündigte nun für die Gigafactory in Brandenburg eine "lokale Produktion" an.

Deutsche Gigafactory schafft neue Arbeitsplätze

In der deutschen Gigafactory sollen ab 2021 neben Batterien und Antriebssträngen auch das neue Model Y sowie das Model 3 gebaut werden. Der dpa zufolge könnte das Werk, das seit dem ersten Quartal 2020 in mehreren Ausbaustufen errichtet wird, bis zu vier Milliarden Euro kosten. Einen Antrag auf staatliche Förderung hat Tesla bereits gestellt. Laut "Bild am Sonntag" könnten Subventionsgelder von etwa 300 Millionen Euro fließen – vorausgesetzt, die EU segnet dies ab. Wie die Landesregierung Brandenburgs mitteilte, sollen in einem ersten Schritt 3.000 Arbeitsplätze entstehen. "Perspektivisch könnte die Tesla-Fabrik in Grünheide – je nach Markthochlauf – bis zu 40.000 Mitarbeiter haben", sagte der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Neben der Gigafactory plant Musk auch ein Design- und Entwicklungszentrum "Brain" in Berlin. Erste Grundstücke sollen schon gesucht werden. Die Standort-Wahl für den Ort im Kreis Oder-Spree begründete der Elektroautopionier mit der "außergewöhnlichen Qualität deutscher Ingenieurskunst" und ließ sich zu einem kleinen Seitenhieb auf den verzögerten Bau des Hauptstadtflughafens hinreißen: "Wir werden definitiv ein höheres Tempo vorlegen müssen als der Flughafen".

Test: Tesla Model 3

Tesla Model 3, Exterieur
Tesla Model 3, Exterieur Tesla Model 3, Exterieur Tesla Model 3, Exterieur Tesla Model 3, Exterieur 15 Bilder

Mögliche Lieferungen aus Deutschland

VW hat sich nach langem Zögern für eine eigene Zellfertigung im niedersächsischen Salzgitter entschieden – in Kooperation mit dem schwedischen Hersteller Northvolt. Daimler und BMW kaufen lieber ein und setzen auf dabei auf langfristige Lieferverträge. Dafür ist Daimler mit dem chinesischen Hersteller Farasis eine Partnerschaft eingegangen – Farasis errichtet eine Batteriefabrik in der sachsen-anhaltinischen Chemie-Region Bitterfeld-Wolfen. BMW möchte seine Batterien vom ebenfalls chinesischen Hersteller CATL beziehen, der ein Werk im thüringischen Arnstadt errichtet. Gut möglich, dass auch das Tesla-Werk in Brandenburg seine Batteriezellen von diesen Anbietern bezieht.

Lieferkette teurer und stabiler

Der Nachteil einer eigenen Batteriezellen-Produktion wären deutlich höhere Kosten, der Vorteil wäre eine viel robustere Lieferkette inklusive der Unabhängigkeit von asiatischen Lieferanten. Genau dies fordert seit längerem die Politik mit Nachdruck.

Bauarbeiten in Grünheide schreiten trotz Corona zügig voran

Mitte Juli hat Elon Musk eine Animation der vierten Gigafactory gepostet. Auf den clean gestalteten Hallen in hellem weiß sind Solarzellen, aber keine Kamine zu sehen. Die Nachfrage unter dem Post, wie das sein kann, beantwortet Musk höchstselbst mit "gut versteckt. Vor den Werkshallen stehen Semi-Trucks, von denen sich auch welche auf der Zufahrtstraße zum Werk bewegen. Um das Gelände herum stehen viele der inzwischen berühmten Kiefern. Spannend sind die Größenverhältnisse: Wer genau hinschaut, kann gut die vergleichsweise winzigen Menschen erkennen, die rund um die Fabrik verteilt sind. Die Gigafactory wird riesig!

Rodungen ruckzuck abgeschlossen

In der Realität lagen viele von Ihnen fein säuberlich entastet und in Segmente zersägt in Stapeln rechts und links der Straße: Die abgeholzten Kiefern aus DDR-Rohholzgewinnungs-Plantagenbestand. Tesla ist mit der Rodung seines neuen Firmengeländes am Rande von Berlin längst fertig, die Einwände von zwei Umweltverbänden gegen die Rodung konnten das Projekt nur ein paar Tage ausbremsen – dann waren die Holzvollernter vom Typ Ponsse Scorpion King wieder in Aktion. Danach entfernten Bau-Teams die Baumstümpfe und ebneten den Boden.

Notarielle Beurkundung erledigt

Als Tesla im November 2019 den Bau einer Gigafactory im Brandenburgischen Grünheide ankündigte, waren Bedenkenträger schnell zur Stelle: Beispielsweise müsse Wald weichen und der Wasserverbrauch sei zu hoch. Tesla hat sich davon nicht abhalten lassen und jetzt das Grundstück am Rand von Berlin gekauft. Auch die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags ist bereits erfolgt.

Der Preis für das 304-Hektar-Areal, dass Tesla im Land Brandenburg kaufte, soll 41 Millionen Euro betragen – so geht es aus einer Vorlage für den Brandenburger Landtags-Haushaltsausschuss vor. Die Summe hat der Landesbetrieb Forst festgelegt. Umgerechnet sind dies 13,50 Euro pro Quadratmeter. Dies ist vergleichsweise günstig: Im angrenzenden Gewerbegebiet Freienbrink kostet der Quadratmeter 40 Euro.

Blindgänger geprengt

Die bisher auf dem Tesla-Gelände gefundenen US-Bomben-Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg haben Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes inzwischen gesprengt. Munitionsfunde aus dem zweiten Weltkrieg gehören in Brandenburg zum Alltag – in dem Bundesland vor den Toren Berlins wüteten die Kämpfe kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs am heftigsten. Allein 2018 fanden der Kampfmittelbeseitigungsdienst, Bautrupps und Spaziergänger 326 Tonnen Weltkriegsmunition. Die systematische Suche durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst ist in dem Bundesland mit dem höchsten Anteil kampfmittelbelasteter Gebiete noch lange nicht vorbei – wahrscheinlich liegen noch viele Tonnen Bomben im Brandenburger Sand. Wenn im Sommer die Bodentemperaturen mehr als 50 Grad erreichen, ist eine Selbstentzündung von beispielsweise Phosphor-Bomben laut Brandenburger Feuerwehr nicht auszuschließen.

Angeblicher Wald ist gar keiner

50 bis 100 besorgte Bürger sollen an den Demonstrationen gegen das Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide teilgenommen haben. Die Demonstranten befürchten unter anderem einen unverantwortlichen Umgang mit dem auf dem vorgesehenen Werksgelände wachsenden Baumbestand. Um die Sorgen der Bürger durch Aufklärung zu zerstreuen, hatte Tesla vor Ort ein Informationsbüro eröffnet. Das Beratungsangebot bestand bis zum 4. Februar 2020.

Fragen hatten die Bürger zu den Rodungen. Für die ersten Gebäude auf dem Tesla-Werksgelände mussten 90 Hektar Baumbestand weichen – schließlich ist allein das Hauptgebäude 744 Meter lang und 312 Meter breit. Laut dem Brandenburger Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Axel Vogel zählt der dortige Baumbestand nicht als Wald – das Grundstück sei eine von Bäumen bewachsene Gewerbefläche. Selbst wenn Tesla nach der Rodung einen Rückzieher machen sollte, ist keine Wiederaufforstung geplant: Das Gewerbegebiet soll ein Gewerbegebiet bleiben.

Wert des Baumbestandes umstritten

Auch der ökologische Wert der Bäume ist umstritten. Brandenburgs Baumbestand setzte sich früher vor allen Dingen aus Eichen und Buchen zusammen. Diese Bäume dienten als Bau- und Brennholz für die wachsenden Städte, feuerten Glashütten, Köhlereien und Kalkbrennereien an sowie dienten der Teer-Pyrolyse. So verschwand im 18. Jahrhundert der Brandenburger Wald großflächig. Die zurückbleibenden Sandschollen genügten nur noch der anspruchslosen Kiefer, die die Forstwirtschaft als Ersatz plantagenmäßig hochzog. Nach dem zweiten Weltkrieg dienten die Kiefern als Brennholz, teilweise ging das Holz als Kriegsreparation in die damalige Sowjetunion. Die DDR baute auf dem Brandenburger Sandboden erneut Kiefern an – zur sogenannten Rohholzgewinnung. Im waldreichen Brandenburg sind 70 Prozent des Waldbestandes Kiefern – der Bundesdurchschnitt beträgt 22 Prozent. Nun sollen in Brandenburg Eichen und Buchen zurückkehren, die Tage der 40 bis 60 Jahre alten DDR-Kiefernbestände scheinen gezählt.

Einige Anwohner machen sich in Grünheide laut Medienberichten auch Sorgen um vielleicht auf dem Gewerbegebiet siedelnde Fledermäuse. Dass die Bäume auf dem Gewerbegebiet als Winterquartier für Fledermäuse dienen, halten Experten allerdings für unwahrscheinlich – hier würde eine Untersuchung Aufschluss bringen.

Batterien ja, Zellen vorerst nein

Aus den im Rathaus Grünheide einsehbaren Tesla-Unterlagen geht hervor, dass die Amerikaner für den Betriebsstart des Werks keine Zellenfertigung vorsehen. Die Zellen kommen von bisher unbekannten Zulieferern, die Montage der Batterien erfolgt dann im Werk. Hintergrund könnte sein, dass Tesla das Werk innerhalb von einem Jahr hochziehen möchte, das Etablieren einer komplizierten Zellenfertigung aber länger dauert. Für einen späteren Zeitpunkt schließt Tesla auch eine Zellenfertigung in Grünheide nicht aus – zumal die EU so eine Fertigung aktuell mit viel Steuerzahler-Geld unterstützt.

Viel Verkehr in Grünheide und Umgebung

Sollte die "Gigafactory Berlin" 2021 ihre Produktion aufnehmen, dürfte der Verkehr südöstlich von Berlin massiv zunehmen. Aus den Tesla-Unterlagen geht hervor, dass täglich 463 Lkw für Nachschub sorgen. Sechs Autozüge transportieren täglich die produzierten Teslas ab. Die Amerikaner erwarten, dass 2.828 Mitarbeiter mit dem Auto zur Arbeit kommen – wegen des Dreischicht-Systems dreimal täglich.

Zwei Modelle und eine halbe Millionen Autos

Das Tesla in seinem neuen Brandenburger Werk die beiden Modelle Model 3 und Model Y bauen möchte, hat der Elektroautobauer jetzt in einer Bekanntmachung im Brandenburger Amtsblatt bekräftigt. Außerdem stellt Tesla den Bau von jährlich einer halben Millionen Fahrzeuge in Aussicht – das entspricht dem geplanten Ausstoß der gerade fertiggestellten Gigafactory 3 in Shanghai. Der Produktionsstart in Grünheide ist bereits für den Juli 2021 vorgesehen.

In der Fabrik sollen eine Batteriefertigung, ein Presswerk, eine Gießerei, ein Karosseriebau, eine Lackiererei, eine Sitzproduktion und eine Kunststoffverarbeitung arbeiten. Außerdem entstehen in der Gigafactory 4 Antriebe, die Endmontage der Fahrzeuge erfolgt ebenfalls vor Ort. Zusätzlich gibt es ein zentrales Versorgungsgebäude und eine Abwasserbehandlungs-Anlage.

Auf seiner Website bezeichnet Tesla die Fabrik als "Gigafactory Berlin" – die Gemeinde Grünheide liegt Luftlinie nur drei Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Der amerikanische Elektroautobauer sucht mithilfe der Website bereits 30 Fachkräfte für sein neues deutsches Werk.

Gegen drei Mitbewerber durchgesetzt

Der Standort im brandenburgischen Grünheide (südöstlich von Berlin) war bereits zusammen mit Emden, Dörpen im Emsland sowie einer Location an der Grenze zu den Benelux-Staaten in der engeren Auswahl. Dort sollte auch schon einmal BMW-Werk entstehen.

Mögliche Tesla-Fabrik in Grünheide
OpenStreetmaps
In Grünheide nahe Berlin soll die deutsche Gigafactory entstehen.

Das Vorbild: die Gigafactory in Shanghai

Die Gigafactory 4 dürfte ähnliche Dimensionen wie das Werk in Shanghai, das innerhalb von einem Jahr gebaut wurde, aufweisen. Hier laufen zunächst jährlich 150.000, später 500.000 Fahrzeuge vom Band. Die Verhandlungen über den Bau der Fabrik in Brandenburg wurde erst kurzfristig schriftlich besiegelt: am Dienstag bei einem Treffen zwischen Musk und dem Jörg Steinbach. Eine Jahresproduktion von bis zu 500.000 Elektroautos wird auch am deutschen Standort angepeilt. Der gesamte Komplex soll eine Fläche von 420 Fußballfeldern, beziehungsweise 865.650 Quadratmetern einnehmen, wie auch einem Artikel der "Bild" hervorgeht.

Dr. Jan Burgard, geschäftsführender Partner bei Berylls Strategy Advisors: "Elon Musk hat mal wieder alle überrascht: Während uns die deutsche Autoindustrie mit Meldungen zu Sparmaßnahmen eindeckt, verkündigt Musk massive Investitionen in Deutschland. Der weiße Ritter der E-Mobilität betritt sozusagen den Kampfplatz der deutschen OEM, um sich ihnen vor dem eigenen Burgtor zum Duell zu stellen. Diese Furchtlosigkeit verdient Hochachtung, auch wenn ich mich frage, wo das Geld für Factory herkommt. Die Standortwahl nahe Berlin ergibt aus meiner Sicht absolut Sinn, denn natürlich ist die Hauptstadt in vielerlei Hinsicht attraktiv, auch wegen der Start-up-Mentalität, die dort so ausgeprägt ist, wie nirgends sonst in Deutschland."

Tesla: So sieht die Gigafactory aus

Tesla Gigafactory
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Weltweit möchte Musk zehn bis zwölf Fabriken nach dem Vorbild der Tesla Gigafactory 1 im US-Bundesstaat Nevada bauen. Die Gigafactory 1 ließ Elon Musk in Kooperation mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic seit 2014 errichten, 2020 soll der Bau abgeschlossen sein. Die Fabrik produziert bereits während ihrer Bauzeit Batterien. Bei höchster Auslastung soll die Produktionsstätte Akkus mit einer Gesamtspeicherkapazität von 35 Gigawattstunden ausstoßen – dies wäre mehr als eine Verdopplung der aktuell weltweiten Batterieproduktion. Die Herstellung von Batterien gilt momentan als Flaschenhals bei der Serienproduktion von Tesla-Elektroautos.

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Die Gigafactory

Deutschland als gefragter Standort

Tesla ist in Deutschland bereits mit einem kleineren Produktionsstandort vertreten: Am 3. Januar 2017 übernahmen die Amerikaner den in Prüm (Rheinland-Pfalz) ansässigen Zulieferer Grohmann Engineering. Der in "Tesla Grohmann Automation" umbenannte Maschinenbauer betreibt wiederum weitere Standorte im bayerischen Neutraubling, in Chandler im US-Bundesstaat Arizona und in Shanghai. Das Unternehmen hat das Produktionssystem für den Tesla Model 3 erstellt und baut Montagemaschinen zur Fertigung von Batteriezellen und Batteriemodulen. Mit der Übernahme durch Tesla war der Hersteller gezwungen, seine sämtlichen bestehenden Geschäftsbeziehungen zu mit Tesla konkurrierenden Herstellern wie BMW und Daimler abzubrechen.

In Sachen Zulieferer arbeitet Tesla ohnehin schon lange eng mit deutschen Unternehmen zusammen. So kommen wichtige Bauteile von Bosch (Stuttgart), Brose (Coburg), ZF (Friedrichshafen), Continental (Hannover), Elektrobit (Erlangen) und selbst Autobauer Daimler liefert Komponenten an seinen Konkurrenten.

Fazit

Tesla legt in Deutschland los und greift die heimische Autoindustrie auf eigenem Boden an. Und das auch noch in Brandenburg – dem Bundesland, das bisher nicht viel Glück mit Großprojekten hatte. Die Cargolifter AG ging 2002 insolvent, ohne eine echte Luftschiff-Produktion aufgenommen zu haben, die geplante Chipfabrik Frankfurt (Oder) scheiterte 2003 und für den Lausitzring gab es anfangs höhere Erwartungen. Außerdem ist da noch den Flughafen BER, der sich zu einem beispiellosen Desaster entwickelt hat.

Tesla hat sich davon nicht schrecken lassen, vielleicht hat auch die Strahlkraft des unprovinziellen Berlin mit seinem Startup-Charme geholfen. Tesla hat bisher jedes geplante Werk hochgezogen – das bisher letzte in Shanghai in der rekordverdächtigen Zeit von nur einem Jahr. Mit der Gigafactory Berlin könnte der Knoten für Großprojekte in Brandenburg endlich platzen – das wäre dem Bundesland nur zu wünschen.

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