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Stars und E-Autos: Felix Neureuther unter Strom

Felix Neureuther im Interview „Dann macht das Thema E-Mobilität noch mehr Sinn“

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Felix Neureuther ist mit 13 Einzelrenn-Siegen und vielen weiteren Podestplatzierungen nicht nur der erfolgreichste deutsche männliche Skirennfahrer, sondern weiß als Slalom-Spezialist wie kaum ein zweiter über die "perfekte Kurve" Bescheid. Wie sein vollelektrischer e-Tron die Kurven nimmt und was er von der Politik beim Thema "E-Mobilität" vermisst, erzählt Neureuther im Interview.

Was gefällt Ihnen am Thema E-Mobilität am meisten?

Ich habe zu Hause in der Garage eine eigene Wallbox und lade mein Auto mit Strom aus der eigenen Fotovoltaikanlage. Zu wissen, dass E-Auto mit der eigens erzeugten Energie zu laden, fühlt sich toll an. Das macht auf der Straße gleich doppelt Spaß, und Sinn natürlich auch. Was ich nämlich extrem schade finde ist, dass das Thema "Photovoltaikanlage" von der Politik meiner Meinung nach noch viel zu wenig gefördert wird. Jeder Neubau müsste z.B. bindend mit einer Photovoltaikanlage versehen werden. Wenn die Politik das Thema E-Mobilität schon so pusht, dann sollte sie auch die dafür nötige Energie subventionieren. Dann macht das ganze Thema E-Mobilität noch mehr Sinn.

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Von den politischen Entscheidungsträgern wünscht sich Neureuther mehr Entschlossenheit: "Was ich extrem schade finde ist, dass das Thema „Photovoltaikanlage“ von der Politik meiner Meinung nach noch viel zu wenig gefördert wird. Jeder Neubau müsste z.B. bindend mit einer Photovoltaikanlage versehen werden. Wenn die Politik das Thema E-Mobilität schon so pusht, dann sollte sie auch die dafür nötige Energie subventionieren."
Was würden Sie gezielt anders machen?

Zu meiner aktiven Zeit als Sportler folgte ich immer dem Motto: ‚Ganz oder gar nicht‘. Wenn man etwas macht, dann sollte man es auch zu 100 Prozent durchziehen. So wie es zum Beispiel auch die Norweger bei der E-Mobilität machen. In Deutschland habe ich dagegen manchmal das Gefühl, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Wir in der Familie fahren aktuell alle fast ausschließlich elektrisch und legen damit inzwischen fast jede Strecke zurück. Man muss sich mit der Thematik nur ein wenig auseinandersetzen und dann klappt das auch.

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Welches Auto lädt denn aktuell an der Wallbox in Ihrer Garage?

Da stehen gleich zwei Autos. Ein Audi e-tron und ein RS e-tron GT. Der RS ist das wahnsinnigste Auto, das ich jemals in meinem Leben gefahren bin. Über die Beschleunigung brauchen wir gar nicht erst reden. Das ist absolut irre. Den "normalen" e-tron fahre ich seit etwa einem halben Jahr. Die Fahrdynamik hat mich besonders positiv überrascht. Ich war anfangs etwas skeptisch. Dachte, das Auto sei aufgrund der Maße weniger agil. Ich hatte daher etwas Bammel vor den Kurven, das war ja beruflich immer mein Spezialgebiet. Aber das Gewicht schadet dem Handling überhaupt nicht.

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In der Neureuthers Garage stehen zwei Autos: Ein Audi E-Tron und ein RS E-Tron GT. Zu Letzterem hat er eine klare Meinung: "Der RS ist das wahnsinnigste Auto, das ich jemals in meinem Leben gefahren bin. Über die Beschleunigung brauchen wir gar nicht erst reden."
Wenn es ums Laden geht: Wie zufrieden sind Sie mit der Infrastruktur speziell in Deutschland?

Das ist teilweise wirklich an manchen Stationen noch immer unübersichtlich. In Garmisch braucht man zum Beispiel zum Laden eine Karte. Die bekommt man aber nur von der Gemeinde. Da würde ich mir etwas mehr Einfachheit wünschen. Am Münchner Flughafen ist das dagegen bereits toll gelöst. Da stecke ich das Kabel an, zahle eine Pauschale und fertig.

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Gab es Momente, in denen es mit dem Akku schon mal knapp wurde – Stichwort Reichweitenangst?

Die hab ich! Aber ich fahre zu 99 Prozent Strecken, auf denen die Reichweite überhaupt keine Rolle spielt. Von Garmisch zum Flughafen München komme ich ohne Probleme hin und auch wieder zurück und habe immer noch ausreichend Reichweite. Bei wenigen Strecken muss man dann im Vorfeld eben ein wenig planen. Was mich aber überrascht hat ist, wie viel Energie so eine Klimaanlage im Auto zieht. Gepaart mit einer längeren Autobahnstrecke sinkt die Reichweite dann doch schon relativ schnell. Aber ich bin ja auch viel in den Bergen unterwegs. Das tolle ist, dass man bei der Bergabfahrt die Batterie bei Bremsvorgängen durch die Rekuperation wieder auflädt. Das macht richtig Spaß. Abfahrten sind eben immer noch mein Ding, auch beim E-Auto fahren.

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