Der Hyundai Ioniq 3 basiert auf der Electric-Global Modular Platform (E-GMP), einer bewährten Grundlage für zahlreiche Elektrofahrzeuge des Konzerns. Im Gegensatz zu größeren Modellen setzt der Ioniq 3 jedoch auf eine kosteneffiziente 400-Volt-Architektur. Zwei Batterievarianten stehen zur Verfügung: Die Standard-Version mit einer Kapazität von 42,2 kWh ermöglicht eine WLTP-Reichweite von 344 Kilometern, während die Long-Range-Version mit einer Kapazität von 61 kWh bis zu 496 Kilometer schafft. Beide Varianten nutzen einen Elektromotor an der Vorderachse, der bis zu 147 PS (108 kW) leistet und ein maximales Drehmoment von 250 Nm bereitstellt.
Die Ladefähigkeit des Ioniq 3 ist klassenüblich: An Gleichstrom-Schnellladestationen können die Batterien in etwa 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden, dank einer maximalen Ladeleistung von bis zu 119 kW. Ergänzend dazu unterstützt das Fahrzeug Wechselstromladen mit bis zu 22 kW, was insbesondere in urbanen Gebieten mit entsprechender Infrastruktur vorteilhaft ist.
Design: "Aero Hatch" und "Art of Steel"
Hyundai verfolgt beim Ioniq 3 einen eigenständigen Designansatz. Die sogenannte "Aero Hatch"-Karosserieform kombiniert die Vorteile eines klassischen Schrägheckmodells mit aerodynamischen Optimierungen. Eine flach gezeichnete Front reduziert den Luftwiderstand, während die nahezu gerade Dachlinie den Innenraum maximiert. Der Luftwiderstandsbeiwert (cW) beträgt lediglich 0,263 – ein Spitzenwert in dieser Klasse.
Die Designsprache "Art of Steel" prägt das Erscheinungsbild des Fahrzeugs durch klare Linien und bewusst reduzierte Volumen. Charakteristisch ist die Pixel-Lichtsignatur an Front und Heck, die nicht nur optisch auffällt, sondern auch funktional durch vier Lichtpunkte den Buchstaben "H" im Morsecode symbolisiert.
Innenraum: Komfort trifft Nachhaltigkeit
Der Innenraum des Ioniq 3 folgt dem Konzept "Furnished Space", das Elemente wie Sitze und Ablagen eher als Möbelstücke denn als klassische Autokomponenten interpretiert. Ein flacher Boden und ein langer Radstand sorgen für ein großzügiges Raumgefühl. Besonders im Fond profitieren Passagiere von ausreichend Kopf- und Beinfreiheit.
Das Kofferraumvolumen beträgt insgesamt beachtliche 441 Liter, wozu eine unter dem Ladeboden integrierte "Megabox" beiträgt. Diese zusätzliche Stauraumlösung eignet sich ideal für kleinere Gegenstände oder Ladekabel. Hyundai setzt zudem verstärkt auf nachhaltige Materialien wie recycelte Stoffe und biobasierte Textilien.
Infotainment und Konnektivität: Premiere für "Pleos Connect"
Mit dem neuen Infotainment-System "Pleos Connect", das auf Android Automotive OS basiert, setzt Hyundai Maßstäbe in Sachen Benutzerfreundlichkeit. Das System bietet großformatige Displays mit wahlweise 12,9 oder 14,6 Zoll Diagonale sowie eine individuell anpassbare Benutzeroberfläche. Funktionen wie Over-the-Air-Updates sorgen dafür, dass das System stets aktuell bleibt.
Darüber hinaus integriert der Ioniq 3 moderne Features wie den Digital Key 2 für schlüssellosen Zugang per Smartphone oder Wearable sowie Plug & Charge für vereinfachtes Laden an kompatiblen Stationen. Ein integrierter Routenplaner berücksichtigt Ladepunkte automatisch – ideal für längere Fahrten.
Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme
Hyundai stattet den Ioniq 3 mit einem umfassenden Paket an Assistenzsystemen aus. Zu den Highlights gehören der Autobahnassistent (HDA) in Version 2.0 sowie ein fernbedienbarer Parkassistent (RSPA). Ergänzt wird dies durch eine Monitoranzeige für den Totwinkel sowie eine optionale Rundumkamera.
Im Komfortbereich bietet das Fahrzeug Relaxation Seats für entspannte Ladepausen sowie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik und ein Bose-Premium-Soundsystem.
Marktstart und Preisgestaltung
Der Hyundai Ioniq 3 wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt und wird im türkischen Werk İzmit produziert. Der Marktstart ist für Ende des Jahres geplant; erste Bestellungen sollen ab September möglich sein. Preislich dürfte sich das Modell bei etwa 35.000 Euro bewegen – abhängig von Ausstattungslinie und Batterieoption.












