Arrival Van Elektrotransporter Arrival
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Arrival Elektro-Van: Testflotte startet im Sommer

Arrival Elektrotransporter Elektro-Van-Testflotte startet im Sommer 2021

Der britische Elektroautobauer Arrival entwickelt seit 2015 einen rein elektrisch angetriebenen Transporter. Als Partner sind Hyundai und Kia dabei. Und von UPS kommt ein Auftrag über 10.000 Fahrzeuge. Flottentests sollen im Sommer 2021 starten.

Der koreanische Autobauer Hyundai/Kia war mit einer Investition von 100 Millionen Euro – 80 Millionen kommen von Hyundai, 20 Millionen von Kia – im Herbst 2020 beim britischen Elektroautobauer Arrival eingestiegen. Mit der Partnerschaft wollen die Koreaner in den Markt der kleinen, rein elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeuge einsteigen. Die von Arrival entwickelte, skalierbare Elektroantriebsplattform soll künftig auch unter kleinen und mittleren Transportermodellen der Asiaten zum Einsatz kommen. Hyundai/Kia setzt dabei vor allem auf die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportern in europäischen Ballungszentren. Die Arrival-Plattform soll dabei eine flexible Anpassung an die Kundenbedürfnisse abdecken. Erst im Juni zeigte Arrival erste Bilder eines Passagierbusses.

Arrival nennt weitere Daten

Die Kapazität der Batteriepacks soll zwischen 44 und 133 kWh betragen. Die Ersparnis gegenüber Diesel- oder Benzinfahrzeugen gibt Arrival mit bis zu 50 Prozent an. Arrival möchte mit der Auslieferung ihres Vans im dritten Quartal 2022 beginnen. Die Premiere des Serienmodells soll bereits im Sommer 2021 steigen. Weitere Daten zum neuen Elektrotransporter nennen eine Nutzlast von bis zu 1.975 Kilogramm sowie ein Ladevolumen von bis zu 2,4 m³. Es sollen verschiedene Versionen mit Längen zwischen 5,1 und 6,5 Meter angeboten werden. Zentrales Bedienelement im Cockpit ist ein 15,6 Zoll großer Touchscreen. Zur Sicherheitsausstattung zählen eine 360-Grad-Überwachung, digitale Außenspiegel, eine Verkehrszeichenerkennung sowie ein Spurhalteassistent. Flottentests mit dem neuen Elektrotransporter sollen noch im Sommer 2021 starten.

UPS wird Großkunde

Arrival Elektrotransporter UPS
UPS
UPS hat sich bereits 10.000 Fahrzeuge bestellt.

Überzeugt von der Arrival-Technik ist auch der Logistiker UPS. Das Unternehmen hat zur Elektrifizierung seiner Lieferwagenflotte bei Arrival 10.000 elektrisch angetriebene Transporter geordert, die zwischen 2020 und 2024 ausgeliefert werden sollen. Der Auftragswert beträgt mehrere Hundert Millionen Euro. Die Elektrotransporter sollen in den Flotten in Europa und Nordamerika zum Einsatz kommen. Zudem will UPS sich auch finanziell am Unternehmen beteiligen. Angaben zur Höhe der Beteiligung gibt es keine.

Elektrotransporter verwandt mit dem Roboracer

Das britischen Unternehmen Arrival, das aus Charge Automotive hervorgegangen ist und mittlerweile 700 Mitarbeiter beschäftigt, entwickelt und baut seit 2015 rein elektrisch angetriebene Transporter auf einer eigenen Plattform, die bereits in einer zweiten Generation am Start ist. Fertigungsstandorte gibt es in den USA, Deutschland, Israel, Russland und Großbritannien. Charge Automotive liefert unter anderem die Elektroantriebs- und Steuerungstechnik für den Roboracer - einen autonom fahrenden Elektrorennwagen, der künftig eine eigene Rennserie bestreiten soll.

Die Konstruktion der E-Transporter setzt auf ultraleichte Verbundwerkstoffe. Die Reichweite soll rund 300 Kilometer betragen. Preislich liegen die Arrival-Transporter auf Augenhöhe mit konventionell angetriebenen Modellen. Später sollen die Trucks auch autonom fahren können.

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Fazit

Eine neue Welle von elektrisch angetriebenen Postautos startet ihren Angriff auf die Verbrenner-Flotten. Der Großauftrag von UPS zeigt, dass der weltweit tätige Postdienst dem kleinen englischen Startup Arrival mehr zutraut als dem zur Deutschen Post gehörenden Streetscooter.

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