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BMW i4 M50 (2021): In der M-Version stärker, schneller, teurer

BMW i4 M50 (2021) In der M-Version stärker, schneller, teurer

Der BMW i4 kommt direkt zum Marktstart auch als M-Performance-Variante. Sie verfügt über zwei Motoren und Allradantrieb, bietet aber eine geringere Reichweite.

Was sich schon über einen längeren Zeitraum und unterfüttert von mehreren Indizien andeutete, ist nun endgültig bestätigt: Der neue BMW i4 erhält direkt zur Markteinführung im November 2021 eine M-Performance-Version. Sie trägt die Modellbezeichnung i4 M50 und weist eine etwas aggressivere Optik auf als der bravere Bruder eDrive40. So verfügt die Frontschürze über eine andere Formgebung mit größeren Lufteinlässen, auf der Heckklappe thront ein Spoiler und diverse M-Embleme dürfen natürlich auch nicht fehlen. Einige farbliche Akzente, die beim schwächeren i4 blau eingefärbt sind, tragen beim M50 die Töne Grau oder Schwarz. Mit einem Karbon-Exterieurpaket und M-Performance-Parts lässt sich die Optik weiter schärfen.

Technisch sind die Unterschiede zwischen den Elektro-Limousinen (lesen Sie hier einen Fahrbericht beider Modellvarianten im getarnten Zustand) größer. Im Gegensatz zum ausschließlich heckgetriebenen eDrive40 verfügt der i4 M50 über je einen Motor an beiden Achsen, die diese jeweils direkt antreiben und so für ein Allrad-Layout sorgen. Die vordere Maschine leistet 190 kW/258 PS, die hintere steuert 230 kW/313 PS bei. Das führt zu einer Gesamtleistung von 400 kW/544 PS und einem maximalen Drehmoment von 795 Newtonmetern. Die nach EU-Norm 2.290 Kilogramm schwere Elektro-Limousine beschleunigt damit in 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h und auf höchstmögliche sowie elektronisch abgeregelte 225 km/h.

Geringere WLTP-Reichweite als beim eDrive40

Da die Akku-Spezifikation jener des eDrive40 entspricht (die Kapazität beträgt 83,9 Kilowattstunden brutto und 80,7 Kilowattstunden netto), der i4 M50 aber mehr Energie verbraucht (19 bis 24 Kilowattstunden auf 100 Kilometer), sinkt die WLTP-Reichweite von 590 auf 510 Kilometer. Wird das M-Performance-Modell mit Gleichstrom und maximal 200 Kilowatt geladen, kann es in zehn Minuten bis zu 140 Kilometer "nachtanken". Mit seiner maximal möglichen Rekuperationsleistung von 195 Kilowatt überflügelt es seinen schwächeren Bruder (116 Kilowatt) deutlich.

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Die Reichweite des BMW i4 M50 liegt etwas niedriger als jene des eDrive40.

Um dem i4 M50 im Vergleich zum eDrive40 eine agilere Fahrdynamik zu verpassen, haben die Ingenieure die Antriebsmomenten-Steuerung seiner beiden Motoren auf ein möglichst spontanes Ansprechverhalten optimiert. Der Allradantrieb soll so auf Schlupf schneller reagieren können als ein zwischen den Achsen angeordnetes Verteilergetriebe in einem Verbrenner-Strang. Sportlichkeit versprechen darüber hinaus das adaptive M-Fahrwerk, die variable Sportlenkung, die Sportbremsanlage und die optional bis zu 20 Zoll großen Leichtmetallräder samt Mischbereifung.

BMW i4 M50 mit "energiegeladener Soundausprägung"

Auch akustisch legt der M50 im Vergleich zum Standard-i4 zu. BMW verspricht eine "energiegeladene Soundausprägung". Sobald von 2022 an die zusammen mit Filmkomponist und Oscar-Preisträger komponierten "Iconic Sounds Electric" verfügbar sind, soll das Topmodell eine noch größere akustische Spreizung zwischen Comfort- und Sportmodus bieten.

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Elektrisch einstellbare Sportsitze mit Meory-Funktion sind im BMW i4 M50 serienmäßig installiert.

Innen unterscheidet sich der i4 M50 durch Kniepads an der Mittelkonsole sowie in Glanzschwarz und Aluminium ausgeführte Akzentleisten vom eDrive40. Zudem gehören elektrisch einstellbare Sportsitze mit Memory-Funktion zur Serienausstattung. Der linke der beiden in einem Curved-Widescreen-Display zusammengefassten Monitore präsentiert eine modellspezifische Grafik. Der rechte dient auch hier als Kommandozentrale der achten I-Drive-Generation, die sich über natürliche Sprachsteuerung, Touch-Befehle oder Dreh-Drück-Controller befehligen lässt.

Der Basispreis liegt bei 69.900 Euro

Sowohl der BMW i4 eDrive40 als auch die M50-Version werden in München gefertigt und rollen gleichzeitig im November 2021 zu den Händlern. Mit einem Basistarif von 69.900 Euro ist das vorläufige Modell zwar 11.600 Euro teurer als die aktuelle Basisversion. Trotzdem lässt es preislich noch Luft für einen "echten" i4 M. Ob dieser aber wirklich kommt, steht noch in den Sternen. Markus Flasch, der Chef der M GmbH, hat auf entsprechende Fragen bisher jedenfalls immer ausweichend reagiert.

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Fazit

Auch mit der Umstellung auf elektrische Antriebe behält die M GmbH ihre Berechtigung: BMW lässt dort weiterhin die sportlichen Topmodelle der jeweiligen Baureihen entwickeln und fertigen. Obwohl er offiziell lediglich den Status eines M-Performance-Modells innehat, ist der i4 M50 das erste rein elektrisch angetriebene Modell von BMW M. Seine Leistungs- und Beschleunigungswerte wären jedenfalls auch eines "echten" Elektro-M würdig.

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