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SUV

Polestar 3: Konkurrent für Tesla Model X & Y

Polestar 3 (2022) Erster Blick auf den Tesla-Model-X-Y-Konkurrenten

Der schwedische-chinesische Elektroautobauer Polestar steigt ins SUV-Segment ein. Der Polestar 3 soll in den USA und in China vom Band rollen. Der Viertürer kommt auf über 600 Kilometer Reichweite und könnte den Standardsprint in weniger als vier Sekunden schaffen.

Sehr viel Wert legten die Entwickler auf Aerodynamik – der Polestar 2 mit einem cW-Wert von 0,28 lässt hier noch Luft nach oben. Entsprechend zeigt das erste Foto des zweiten reinen E-Modells der Marke ein SUV-Coupé mit tief gezogener Front und einem flach auslaufenden Stummelheck. Speziell von schräg vorne ähnelt der Polestar 3 dem Model Y von Tesla, das er aber bei den Abmessungen übertreffen müsste. Schon der Polestar 2 misst knapp 4,61 Meter – 20 Zentimeter länger sollte eine Erweiterung der Polestar-Modellpalette schon sein, während das Model Y "nur" 4,75 Meter lang ist.

XC90-Bruder mit Allradantrieb

Konkrete Infos zum Auto selbst gibt Polestar bislang kaum raus, aber als ein Konkurrent des Polestar 3 ist offenbar der Porsche Cayenne anvisiert (4,93 Meter). Den technischen Unterbau des Polestar 3 liefert die SPA II-Plattform, die auch den nächsten Volvo XC90 tragen wird.

Produktion in den USA und in China

Über den Polestar 3 sagt CEO Thomas Ingenlath: "Wir werden in Amerika für Amerikanerinnen und Amerikaner bauen". Den Polestar 3 wird das Volvo-Werk in Charleston, South Carolina produzieren, wo auch der kommende Volvo XC90 gefertigt wird. Volvo ermögliche Polestar Kosteneinsparungen durch finanzielle und industrielle Synergien; außerdem soll Polestar von den Sicherheitstechnologien der Schweden profitieren. Zudem wird sich die lokale Produktion auch auf die Preisgestaltung sowie den CO2-Fußabdruck auswirken. Als Enthüllungs-Termin für den Polestar 3 nennt Ingenlath inzwischen den Oktober 2022. Bei der Vorstellung der letzten Quartalszahlen im Mai gab der Polestar-Chef zudem bekannt, dass der 3er entgegen der ursprünglichen Pläne doch auch in China gebaut werden soll.

Ingenlath glaubt, der Polestar 3 werde als "Premium Elektro Performance SUV das Design von SUVs im Elektrozeitalter definieren". Das Premium-SUV-Segment sei das am schnellsten wachsende Segment auf dem US-Markt. Außerdem gehe das Unternehmen davon aus, dass es am schnellsten auf vollelektrische Fahrzeuge umsteigt. Vom SUV-Segment verabschiedet sich erst der Polestar 5 (siehe Bildergalerie), der 2025 auf den Markt kommen soll. Auch der strebt mit einer flachen Front nach guter Aerodynamik.

Thomas Ingenlath Speaker AMS Kongress 2021
Politik & Wirtschaft

CEO Ingenlath versprach im November 2021 auch, dass der Polestar 3 eines der klimaschonendsten Autos aller Zeiten sein wird. Erst kürzlich hatte Volvo, großer Anteilseigner von Polestar, in einer Life-Cycle-Analyse zum C40 Recharge vorgerechnet, wie E-Autos künftig CO2-ärmer werden sollen.

Geely SEA-Plattform
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Autonomes Fahren auf dem Highway

Ingenlath kündigte im November 2021 zudem an, dass der Polestar 3 mit einem Lidar-Sensor des US-amerikanischen Technologieunternehmens Luminar und einem Zentralrechner von NVIDIA ausgestattet sein werde, was autonomes Fahren auf der Autobahn ermögliche. Schon vorher versprach die Marke, dass der Polestar 3 über branchenführende Konnektivitätsfunktionen verfügen solle, die auf Googles nativem Infotainmentsystem Android Automotive OS basieren. Polestar will US-weit rund 25 sogenannte Polestar Spaces eröffnen. Die Spaces in den USA bieten den Kunden Annehmlichkeiten wie Probefahrten von Zuhause, einen kostenlosen Abhol- und Lieferservice sowie mobile Serviceleistungen.

Polestar 2
E-Auto

Bleibt noch die Preisfrage. Der Polestar 2 kostet hierzulande ab 45.000 Euro, beim Polestar 3 könnte es mit 70.000 Dollar in den USA losgehen. Ob und zu welchem Preis die Marke den in den USA gebauten Polestar 3 in Deutschland anbieten wird, ist noch unklar. Aber auf den Premium-Markt in Europa wird der deutsche Polestar-Chef vielleicht nicht verzichten wollen. Der CO2-günstigen Vor-Ort-Produktion liefe das allerdings genauso zuwider wie der Vertrieb des in China produzierten Polestar 2. Angesichts der möglichen Leistung und Größe wird man dann eher mit 80.000 Euro als Preis für einen Polestar 3 rechnen müssen – womit die Lücke zum bis rund 60.000 Euro teuren Polestar 2 schon recht groß wäre. Auf den Markt kommt der Polestar 3 dann im Oktober – in diesem Monat ist das Modell dann auch bestellbar.

Verzehnfachung der Stückzahl in vier Jahren

Ingenlath stellte Investoren im November 2021 die Vision sowie Wachstumsziele der Marke vor. Dabei betonte der Polestar-Chef, dass die Marke bereits auf 14 Märkten weltweit vertreten ist. Für 2021 rechnet der CEO mit einem Absatz von rund 29.000 Fahrzeugen. Man plane, in den nächsten drei Jahren jedes Jahr ein neues Fahrzeug auf den Markt zu bringen, beginnend mit dem Polestar 3. Bis Ende 2023 will die Marke ihre Präsenz auf mindestens 30 globale Märkte ausweiten. Damit plant Polestar eine Verzehnfachung des weltweiten Absatzes von rund 29.000 Fahrzeugen im Jahr 2021 auf 290.000 Fahrzeuge im Jahr 2025. "Von nun an dreht sich bei Polestar alles um Wachstum", so Thomas Ingenlath.

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Skandinavisches Design, chinesische Batterietechnik, volvotypische Sicherheit – so will Polestar als reine Elektromarke stark wachsen. Eine Verzehnfachung des Absatzes binnen vier Jahren verspricht der deutsche CEO, der dabei aber noch dazu besonders auf geringe Treibhausgas-Emissionen seiner Autos achten will: "Der Polestar 3 wird eines der klimaschonendsten Autos aller Zeiten sein", so Thomas Ingenlath. Wie das mit der jüngsten Ankündigung zusammenpasst, das Auto doch auch in China zu bauen, und was die Kunden generell vom Polestar 3 erwarten dürfen, wird die Präsentation im Oktober 2022 zeigen.  

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