Mc Murtry Speirling Max Chilton McMurtry / Patrick Lang
McMurtry Spéirling Elektro Rennwagen
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McMurtry Spéirling Elektro Rennwagen 6 Bilder

1 PS pro Kilo: Britischer Elektro-Renner McMurtry Spéirling

Britischer Elektro-Renner McMurtry Spéirling Ex-F1-Pilot steigt mit ein

McMurtry holt sich Ex-Formel-1-Pilot Max Chilton als Entwicklungsfahrer für den Spéirling. Der extreme Elektro-Renner hat einen kürzeren Radstand als der VW Up und wiegt weniger als eine Tonne.

Gemessen an der aktuellen großpolitischen Lage ist es gar nicht unwahrscheinlich, dass Batman in seinem nächsten Film ein grünes Gewissen entwickeln und sich von den Jet-Düsen an seinem Auto verabschiedet. Vielleicht zugunsten des Spéirling von McMurtry Automotive aus Großbritannien?

McMurtry Spéirling Elektro Rennwagen
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Ein Auto für Batmans grünes Gewissen - der Spéirling ist rein elektrisch unterwegs.

Keine Straßenzulassung

Ein solches Einsatzgebiet hat die kleine Firma aus Gloucestershire westlich von London allerdings gar nicht vorgesehen, denn der Spéirling (irisch für "Gewitter") wird wohl keine öffentlichen Straßen zu Gesicht bekommen. Konzipiert ist der kompakte Einsitzer für die Rennstrecke – und dort soll er nicht weniger machen, als Weltrekorde zu brechen. Welche genau, wird nicht verraten, aber es sollen mehrere sein. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzt McMurtry nun auf die Unterstützung von Max Chilton. Der frühere Formel-1-Fahrer (Marussia 2013/2014) und IndyCar-Pilot aus Großbritannien übernimmt die Rolle des Entwicklungsfahrers. Durch die Erkenntnisse des jungen Rennsportlers will das Team den Spéirling weiter für den Einsatz auf der Rennstrecke optimieren.

Mc Murtry Speirling Max Chilton
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Shakehands: Sir David McMurtry (links) freut sich über Neuzugang Max Chilton.

Das lauern nach Rekorden untermauert McMurtry mit der Angabe des Leistungsgewichts, denn das soll bei einem PS pro Kilo liegen. Laut Datenblatt surrt der Mini-E-Renner in weniger als neun Sekunden auf 300 km/h, zwischen 60 und 80 Minuten lang hält der Akku im Rennbetrieb. Auf der Straße wären das nach WLTP rund 560 Kilometer Reichweite. Seine Energie zieht der nicht näher spezifizierte Elektromotor an der Hinterachse aus einem 60-kWh-Akku, der mit einer maximalen Ladeleistung von 600 kW wieder gefüllt wird. Dabei hilft die 800-Volt-Technologie, die auch ein Porsche Taycan oder der Hyundai Ioniq 5 nutzen.

McMurtry Spéirling Elektro Rennwagen
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Dank umfassendem Karbon-Einsatz soll der Flitzer weniger als eine Tonne wiegen.

Kleiner als ein VW Up

Mit einer Gesamtlänge von 3,20 Metern ist der Spéirling gute 40 Zentimeter kürzer als ein VW Up. Den Radstand gibt McMurtry mit zwei Metern an, die Breite mit 1,50 und die Höhe mit gerade mal 1,05 Metern. Wer so klein ist, muss auch leicht sein, oder? Sehen die Briten genau so und geben das Gewicht etwas ungenau mit "weniger als eine Tonne" an. Dabei hilft sicher die karbonlastige Konstruktion. Der leichte Werkstoff kommt bei Monocoque, Bremsanlage und Karosserieteilen zum Einsatz.

Aktuell dreht ein Demonstrationsfahrzeug beim Goodwood Festival of Speed seine Runden. Sobald das Publikumsdebüt abgehandelt ist, soll es auf den Rennstrecken dieser Welt auf Rekordjagd gehen. Mit der Bemerkung, der Spéirling sei nur die Spitze des Eisberges, deutet McMurtry für die Jahre ab 2022 weitere Modelle an.

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Fazit

Die Daten machen durchaus Appetit auf mehr. Deren Echtheit wird sich an der Zahl der erreichten Rekorde messen lassen müssen. Klar: Wer vollmundige Versprechen abgibt, muss auch liefern. Dass nun ein ehemaliger Fahrer aus der Formel 1 zum Team gehört, verleiht den ehrgeizigen Plänen jedenfalls eine gewisse Seriosität. Wir verfolgen weiterhin gespannt, ob der Spéirling wirklich "Gewitter" ist oder doch nur ein laues Lüftchen.

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