Nikola Tre BEV 4x2 Nikola Corporation
Nikola Tre BEV 4x2
Michael Lohscheller CEO Chef Boss Nikola Corporation
09/2021, Nikola Tre BEV Elektro Lkw
09/2021, Nikola Tre BEV Elektro Lkw 16 Bilder
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Nikola Tre BEV mit EU-Start: 530 km mit einer Akkuladung

Nikola Tre BEV mit EU-Start 530 km mit einer Akkuladung

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Nikola kooperiert mit Iveco-Mutter CNH Industrial. Nun kommt der Elektro-Lkw Tre BEV 4x2 Artic in Europa auf den Markt. Wir haben alle Daten und Infos.

Was Tesla für die Autoindustrie im Pkw-Bereich für viele darstellt, will die Nikola Corporation bei den Lkw sein. Ein Disruptor, der mit neuen Ideen alternative Antriebskonzepte vorantreibt. Im Gegensatz zu Tesla-Chef Elon Musik sucht Nikola aber den Schulterschluss mit etablierten Anbietern. Das aus dem Fiat-Konzern hervorgegangene Unternehmen CNH Industrial, Konzernmutter für Nutzfahrzeugmarken wie Case, Iveco, Magirus oder New Holland, ist Anfang 2020 bei der Nikola Corporation eingestiegen.

Die CNH-Antriebssparte FPT Industrial, Iveco und Nikola wollen gemeinsam "emissionsneutrale Schwerlast-Lkw" in Nordamerika und Europa auf den Markt bringen. Mit der Bekanntgabe der Pläne wurde der Nikola Tre präsentiert. Der Tre (norwegisch für "Drei") ist ein Elektro-Lkw auf Basis des Iveco S-Way. Auf der italienischen Plattform baut Nikola sowohl ein eigenes Infotainment-System im Cockpit als auch die eigene Antriebstechnik ein. Dabei handelt es sich um eine elektrisch angetriebene Hinterachse, die sowohl aus Batterien als auch aus einer Brennstoffzelle mit der nötigen elektrischen Energie versorgt werden kann.

Vertrieb und Service übernimmt Iveco

Der Nikola Tre BEV wird über das bestehende Iveco-Netz vermarktet. Auch den Service erledigen die Stützpunkte der Nutzfahrzeug-Marke. Potenziellen Kunden soll mit einem All-Inclusive-Leasing die Angst vor dem neuen Antriebskonzept genommen werden. Über einen Zeitraum von 84 Monaten (sieben Jahre) und 700.000 Kilometern deckt eine noch nicht definierte Leasingrate neben der Langzeitmiete des Lkw auch alle Servicekosten ab.

Nikola Tre FCEV Beta-Prototyp
E-Auto

Die batterieelektrischen Varianten, die als 4x2 und 6x2-Versionen kommen, setzen auf ein modulares Akkusystem und Motoren mit einer Dauerleistung von 480 kW (653 PS) sowie einem höchstmöglichen Drehmoment von 45.180 Newtonmetern (am Rad gemessen). Das Leergewicht der Nikola Tre BEV 4x2 Artic-Zugmaschine, als die das Lkw-Modell in Europa startet, beträgt zwölf Tonnen. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 44 Tonnen.

530 Kilometer Reichweite

Die 4x2 Artic-Version verfügt über einen Radstand von 4.021 Millimetern und neun Batteriemodule. Mit ihrer Kapazität von 738 Kilowattstunden soll diese Modellversion des Nikola Tre BEV mit einer Akkuladung bis zu 530 Kilometer weit kommen. Selbst am Schnelllader mit 350 kW Leistung, der per CCS2-Stecker verbunden wird, bedingt das aber Wartezeiten von ungefähr 1:40 Stunden und mehr für eine 80-prozentige Ladung.

09/2021, Nikola Tre BEV Elektro Lkw
Nikola Corporation
Eine 6x2-Dreiachser-Version des Tre BEV wurde ursprünglich mal angekündigt. Vorerst kommt er in Europa jedoch als 4x2-Zweiachser auf den Markt.

Zu den Sicherheitssystemen des Nikola Tre BEV gehören unter anderem ein automatischer Notbremsassistent, ein Spurverlassenswarner, eine Stabilitätskontrolle und ein Überwachungssystem für die Reifendrücke. Auch ein Müdigkeits- und ein Fernlichtassistent für die LED-Scheinwerfer sind an Bord. Obendrein ist alles für die Installation eines Atemalkohol-Prüfsystems vorbereitet und soll der Lkw besonders gut gegen Cyberattacken abgesichert sein. Seine Software wird over-the-air aufgefrischt.

Zwei Monitore im Interieur

Das Fahrerhaus mit Schlafkabine lässt sich mit einem Aerodynamik-Paket windschnittiger gestalten, indem es verlängert und mit Schürzen versehen wird. Innen gibt es zwei Monitore: Der Instrumenten-Bildschirm misst 12,4 Zoll, während der zum Fahrerplatz geneigte Touchscreen sogar 17 Zoll groß ist.

02/2022, Michael Lohscheller Präsident Nikola Corporation
Politik & Wirtschaft

Als Werk für den Nikola Tre wurde die 50.000 Quadratmeter große Iveco-Fabrik (die Hälfte davon überdacht) in Ulm ausgewählt. Dort entstehen sowohl die batterieelektrische Variante als auch der Brennstoffzellen-Lkw. Die Nähe zu wichtigen Zulieferern und auch die "Nationale Wasserstoffstrategie" der Bundesregierung haben Unternehmensangaben zufolge den Ausschlag für die Produktion des Nikola Tre in Deutschland gegeben. In einem ersten Schritt werden 40 Millionen Euro in den Ausbau des Werks investiert.

Jetzt auch in Europa erhältlich

Die ersten Nikola-Lkw aus Ulm wurden in die USA exportiert. Im Rahmen der IAA Transportation 2022 in Hannover, die noch bis zum 25. September 2022 läuft, gaben Nikola und Iveco darüber hinaus bekannt, dass die Bestellbücher für den Tre BEV nun auch für europäische Kundinnen und Kunden geöffnet sind.

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Batterie-Lkw oder Brennstoffzellen-Lkw: Womit funktioniert der Gütertransport in naher Zukunft?
Batterie-Lkw - davon gibt es schließlich schon Serienfahrzeuge.
Brennstoffzellen-Lkw – Reichweite, Gewicht und Kosten sprechen für Wasserstoff.

Fazit

Im Schwerlastverkehr dürfte die Brennstoffzelle als Alternative zu batterielektrischen Antrieben künftig eine große Rolle spielen. Das Angebot beider Formen des Elektroantriebs könnte für den Nikola Tre zum Ass im Ärmel werden. Mit dem Service-Netzwerk von Iveco wird Kunden die Angst vor einem neuen Anbieter genommen. Und dass Nikola das Werk des Kooperationspartners nutzen kann, dürfte den Start zusätzlich erleichtern.

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Bisher wollte Nikola nur Brennstoffzellen-Lkw auf den Markt bringen.

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