12/2020, Toyota C+Pod Elektro Kleinwagen Toyota Motor Corporation
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Toyota C+Pod: Elektro-Smart-Konkurrent für Japan

Toyota C+Pod E-Smart-Konkurrent für Japan

Hybrid-Pionier Toyota wird allmählich vollelektrisch. In Japan rollt nun ein komplett strombetriebenes zweisitziges Kei Car zu ausgewählten Kunden: der C+Pod.

Toyota hat sich rein elektrischen Antrieben lange entsagt. Doch allmählich scheint auch den Japanern zu dämmern, dass ihre Hybrid-Modelle in einer Verbrenner-freien Auto-Zukunft an Grenzen stoßen könnten und den Vollelektrikern die Zukunft gehört. Wie Toyotas elektrische Zukunft aussehen könnte, zeigte sich auf der Tokyo Motor Show im Herbst 2019 mit der Konzeptstudie Ultra-Compact BEV, die nun unter dem Namen C+Pod zur Gegenwart wird.

Der Wendekreis beträgt 3,90 Meter

Der zwischen 670 und 690 Kilogramm leichte Zweisitzer ist 2,49 Meter kurz, 1,29 Meter schmal sowie 1,55 Meter hoch und verfügt über einen Radstand von 1,78 Meter. Ein Wendekreis von nur 3,90 Meter verschafft ihm die für engen Innenstädte optimale Agilität. Der Toyota C+Pod präsentiert ein typisches Kei-Car-Design mit hoch aufragender Karosserie und weit in die Ecken gerückten Rädern. Die LED-Leuchten sind schmal und vorne waagerecht sowie hinten senkrecht angeordnet. Oberhalb der Schulterlinie ist der C+Pod stets schwarz lackiert; für den unteren Bereich stehen fünf verschiedene Farbtöne zur Wahl.

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Oben ist der Toyota C+Pod stets schwarz. Unten lässt sich aus fünf Farbtönen wählen.

Der permanenterregte Elektromotor sitzt an der Hinterachse und bietet überschaubare Werte: Die Dauerleistung gibt Toyota mit 2,6 kW / 3,5 PS an; die Maximalleistung liegt bei 9,2 kW / 12,5 PS. Das höchstmögliche Drehmoment beziffern die Japaner mit 56 Newtonmetern, die Höchstgeschwindigkeit mit 60 km/h. Der 9,06 Kilowattstunden große Akku ist im Unterboden vor den Sitzen untergebracht und soll dem C+Pod eine maximale Reichweite von 150 Kilometern (nach WLTP) bescheren.

Der C+Pod kann auch Strom abgeben

Der Ladeanschluss des Toyota C+Pod befindet sich unter einer Klappe zwischen den Scheinwerfern. An Schnellladesäulen betankt, ist der Akku nach fünf Stunden wieder vollständig gefüllt. An der Haushaltssteckdose dauert der Vorgang 16 Stunden. Die Batterie funktioniert bidirektional. Sie kann also auch Strom abgeben. Hierfür gibt es eine beifahrerseitig positionierte Steckdose am Armaturenbrett.

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Der Ladeanschluss befindet sich mittig zwischen den Scheinwerfern.

Toyota verknüpft die nach einer Aussage "steife und leichte" Kunststoff-Karosserie mit einem Fahrwerk, das mit Einzelradaufhängung und einer klassischen Stoßdämpfer/Schraubenfeder-Anordnung arbeitet. Vorne kommen Scheiben- und hinten Trommelbremsen zum Einsatz. Die 13-Zoll-Felgen sind ringsum mit Reifen der Dimension 155/70 R13 bezogen. Die überschaubar bestückte Palette an elektronischen Assistenzsystemen umfasst einen Front-Aufprallwarner und Parksensoren.

Der Basispreis beträgt 13.000 Euro

Innen beschränkt sich der Toyota C+Pod aufs Wesentliche. Das größtenteils in Schwarz gehaltene Interieur setzt am Armaturenbrett weiße Akzente. Die digitalen Instrumente sitzen mittig auf dem Armaturenträger. Die Mittelkonsole präsentiert einige Tasten, unter anderem jene für die Steuerung des Automatik-Getriebes. Die Klimaanlage wird über einen Drehregler kommandiert.

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Das Interieur zeigt sich aufs Wesentliche reduziert. Die Instrumente sitzen mittig auf dem Armaturenbrett.

Toyota hat bereits damit begonnen, Unternehmen, lokale Behörden und andere Organisationen mit dem C+Pod auszurüsten, um dessen Alltagstauglichkeit zu erforschen. Zu diesem Zweck soll das im Werk Motomachi gebaute Modell auch in Carsharing-Flotten zum Einsatz kommen. Ab 2022 plant Toyota, den Elektro-Winzling auch privaten Käufern anzubieten. Die Preise bewegen sich zwischen 1,65 Millionen Yen (umgerechnet knapp 13.000 Euro) für das Basismodell "X" und 1,72 Millionen Yen (gut 13.500 Euro) für die besser ausgestattete "G"-Variante.

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Sollte Toyota den C+Pod auch in Europa anbieten?
Unbedingt. Das Angebot an elektrischen Stadtautos darf gerne wachsen.
Bloß nicht. Das Auto erfüllt nicht einmal die Mindestanforderungen.

Fazit

Mit dem C+Pod wagt sich Toyota nun also an das Thema "reiner Elektroantrieb". Der Kleinstwagen ist konsequent auf Einsatzbereiche im urbanen Raum hin entwickelt, wo man wahrscheinlich selten mehr als die gebotene Leistung braucht. Angesichts des kleinen Akkus erscheint die WLTP-Reichweite üppig.

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