Audi A3 Sportback Fahrbericht 2020 Audi
Audi A3 Sportback Fahrbericht 2020
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Audi A3 Sportback Fahrbericht 2020 21 Bilder

Audi A3 Sportback 35 TFSI (2020) im Fahrbericht

Eine Generationen-Frage

Seit 1996 rundet der Audi A3 das Modellprogramm des Premiumanbieters nach unten ab. Die Plattform teilt sich der Audi mit Golf VIII und dem neuen Leon. Unser Fahrbericht zeigt, ob der A3 Sportback eigene Akzente setzen kann – jetzt mit Video!

Für die Premiumanbieter gibt einige gute Gründe in der Kompaktklasse präsent zu sein. Sehr pragmatische wie den positiven Einfluss auf Flottenverbräuche, doch auch weniger Greifbares. Kompakte Premiumautos zu vergleichsweise günstigen Preisen führen jüngere Kunden an die Marke und es erhöht die Präsenz der Marke im Straßenbild.

Das jedenfalls macht der Audi A3 seit beinahe 25 Jahren sehr erfolgreich, über fünf Millionen Exemplare wurden bisher gebaut. Die nun vorgestellte vierte Generation soll da ansatzlos weitermachen. Die neue Generation steht in Gestalt eines tangoroten A3 Sportback auf einem andalusischen Flughafenparkplatz. Es ist ein 35 TFSI mit 1,5-Liter Hubraum und 150 PS sowie Mildhybrid-Technik. Los geht‘s.

Fast alles geht per Touchscreen

Erstmal umschauen, immerhin ist ja alles neu im A3 der vierten Generation. Unter anderem das serienmäßige Digitalcockpit, konventionelle Instrumente gibt nicht mehr, das Virtual Cockpit ist Serie. Auf Wunsch (240 Euro) gibt es eine Version mit 10,3 Zoll großem Screen und umfangreicheren Funktionen. Ein weiterer Bildschirm in der Mittelkonsole bildet die Kommandozentrale, alles über Kacheln und Touch, wie beim Golf VIII und einem aktuellen Smartphone, so betonen die Audi-Entwickler. Allerdings: zwei Tastenleisten unterhalb des Bildschirms für Klimabedienung und Fahrfunktionen erleichtern den Umgang mit dem A3. Die gibt es im Golf beispielsweise nicht.

Startknopf in der Mittelkonsole drücken, Gang einlegen. Der S-tronic-Wählhebel ist zu einem daumengroßen Hebelchen geschrumpft, Lenkradwippen sind immerhin serienmäßig. Der 1.5 TSI-Benziner ist ja bereits als sehr laufruhiger Vierzylinder bekannt, im A3 läuft er scheinbar noch etwas geschmeidiger und ruhiger. Ansatzlos geht er voran, der Startergenerator lässt ihn weich und beinahe unmerklich einspuren. Auf der Schnellstraße geht es nach Westen, 120 km/h Tempolimit. Genug Muße also, um ein paar der neuen Assistenzsysteme einzuspannen. Serienmäßig bringt der A3 bereits Pre Sense Front, Spurverlassenswarner sowie Ausweichassistent mit. Das komplette Paket kostet 3.300 Euro extra, der adaptive Geschwindigkeitsassistent ist einer der praktischsten Helferlein dabei. Zwar regelt er die Fahrlinie anscheinend etwas großzügiger zwischen den Fahrbahnmarkierungen als in höheren Klassen, doch insgesamt arbeitet er sehr zuverlässig.

Audi A3 Sportback Fahrbericht 2020
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Ein Großteil der Bedienung läuft im neuen A3 per Touchscreen.

Nur ab 150 PS mit Mehrlenkerachse

Nur einmal lässt sich die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung von einem 80er-Limit auf der Abbiegespur verwirren und nimmt Fahrt raus. Das Navi mahnt zur Abfahrt, die ersten Kurven, wenig überraschend meistert der A3 auch diese Übung locker. Per Drive Mode-Schalter wird der Dynamic-Modus eingelegt, Adaptivdämpfer und Progressivlenkung straffen sich, die ersten Kurven ins Andalusische. Müheloses einlenken, untersteuernd wird es erst, wenn das Gaspedal sehr nachhaltig reingedrückt wird. Antriebseinflüsse filtert die Lenkung routiniert zu einem fast unmerklichen Zupfen, etwas rückmeldungsaktiver könnte sie freilich sein.

Die S-tronic wechselt die Fahrstufen erwartungsgemäß blitzartig und übergangslos. Manuelles Schalten? Kann man machen, doch im Dynamic-Modus findet die Elektronik ganz von allein die passenden Schaltpunkte, inklusive gefühlvollem Zurückschalten beim Anbremsen. Der Untergrund wird etwas holperiger, zurück in der Komfortmodus. Der A3 Sportback bleibt auf der straffen Seite, ohne freilich unangenehm zu werden. Kurze Unebenheiten kommen spürbar durch, dass es nicht wirklich stört, liegt unter anderem an den sehr guten Sitzen. Apropos Sitze: Die Sitzbezüge sowie Teile der Innenverkleidungen sind aus recyclten PET-Flaschen gefertigt, eine andere Art der Nachhaltigkeit. Das PET-Garn kommt von einem Textilhersteller aus Mönchengladbach, darf man ja mal erwähnen.

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Das komplette Paket der Assistenzsysteme kostet 3.300 Euro Aufpreis.

Den 1.5 TFSI mit 150 PS und 48 Volt-Netz wird es zum Marktstart Anfang Mai übrigens nicht geben. Drei Motorisierungen werden lieferbar sein: der 35 TFSI mit Schaltgetriebe (ab 28.900 Euro) sowie die Zweiliter-Diesel 30 und 35 TDI mit 116 und 150 PS (ab 29.900 und 34.900 Euro). Eine weitere Neuheit ist dabei: Wie bereits bisher beim Golf verfügen nur die kräftigeren A3-Versionen über eine Mehrlenker-Hinterachse, die Versionen unter 150 PS kommen mit Verbundlenkerachse. Eine kurze Probefahrt mit dem 30 TDI ergibt: Wegen der Adaptivdämpfer und der Hinterachse muss keiner einen teureren A3 kaufen, das Basismodell fährt sich harmonisch und relaxt.

Fazit

Ein wenig größer und reifer ist er geworden, der neue A3 – ein Premium-Kompakter, dem hochwertige Anmutung und gepflegtes Fahrerlebnis wichtiger sind als Raumangebot und Nutzwert.

Audi A3
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