Alpine A522 - F1-Auto 2022 Alpine
Alpine A522 - F1-Auto 2022
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Alpine A522 - F1-Auto 2022 21 Bilder

Alpine A522 für die F1-Saison 2022: Bilder & Infos

Alpine A522 für die F1-Saison 2022 Alonso-Renner in Blau und Pink

Alpine schloss die Präsentationswochen der Formel 1 ab. Der neue A522 ist ein Mix aus vielen Design-Ideen anderer Autos und ein Kandidat für den Schönheitspreis. Der ganz große Technikcoup ist aber noch nicht zu erkennen. Vielleicht steckt er ja unter der Verkleidung.

Die Franzosen im Motorsport liebten es schon immer ein wenig pompös und auch ein bisschen eigenwillig. Bei der Präsentation des neuen A522 hat sich Alpine zumindest an die erste Regel gehalten. Das blaue Auto mit seinen großen pinken Flächen für den neuen Hauptsponsor BWT wurde im Palais de Tokyo, einem Museum für zeitgenössische Kunst mitten in Paris, vorgestellt.

Ein Tag später steht bereits der Filmtag in Barcelona auf dem Plan, den man sich mit Ferrari teilt. Beide Teams haben eines gemeinsam: Sie wollen nach vorne. Ferrari möglichst schon 2022. Alpine gibt sich noch 100 Rennen Zeit. In dieser Spanne will Alpine-Chef Laurent Rossi um den WM-Titel mitfahren.

Alpine und sein Vorgänger Renault sind in der Vergangenheit oft auch durch ungewöhnliche Konstruktionen aufgefallen. Erst 2021 überraschte Alpine mit einer voluminösen Airbox. Der Aerodynamik zuliebe hatte man Kühler und Steuergeräte in höhere Etagen verfrachtet, wenn auch zum Preis eines höheren Schwerpunktes.

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Alpine
Die Seitenkästen wirken relativ voluminös. Die Strömung fließt über eine Rampe zum Heck.

Erste zwei Rennen ganz in Pink

Der neue Stolz der Franzosen vereint viele Design-Ideen der Konkurrenz, ohne auf den ersten Blick erkennbar den ganz großen Coup zu landen. Der kommt möglicherweise noch. Haas hat gezeigt, dass zwischen Präsentationsmodell und der Barcelona-Spezifikation Welten liegen können. Der Alpine kandidiert jedenfalls schon mal für den Schönheitspreis. Das liegt an den fließenden Linien mit der eleganten Nase, dem kleinen Kühleinlass und den stufenförmigen Seitenkästen.

Und natürlich auch an den Farben. Die neue Lackierung trägt viel Blau, überraschend viel BWT-Rosa, ein bisschen Rot und Schwarz. Bei den ersten beiden Rennen im Mittleren Osten wird der Pink-Anteil sogar noch vergrößert um den BWT-Slogan "für eine bessere Welt" global zu transportieren, wo der österreichische Titelsponsor neue Geschäftsfelder sieht.

Technikdirektor Matt Harman verrät, dass Alpine die erste Windkanalsitzung mit dem neuen A522 bereits am 1. Januar 2021 abgehalten hat. "Und Alonso war direkt in der Fabrik dabei, um uns zu unterstützen." Eines der größten Themen waren die platzsparende Unterbringung des Motors und das Gewicht. "Die neuen Diffusor-Tunnel reduzieren den verfügbaren Platz für die Innereien. Das hat uns gezwungen das Gewicht und das Volumen der Komponenten unter der Verkleidung zu reduzieren. Das Das neue Kühlystem nimmt 15 Prozent weniger Platz ein. Auch die Elektromaschinen sind kleiner und leichter."

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Alpine
In den ersten beiden Rennen will Alpine mit einem Auto komplett in Pink antreten.

Alpine A522 ein elegantes Auto

Die schlanke Nase dockt am ersten der Frontflügel-Flaps an, wie bei McLaren. Das Hauptblatt steht über und damit frei im Wind. Auffällig ist der kleine oberste Flap. Die Seitenkästen beginnen spät und senken sich auf Höhe des Überrollbügels wie eine große Stufe sanft Richtung Boden ab. Sie sind im vorderen Bereich stark unterschnitten, wie beim Red Bull. Die schmalen Kühleinlässe haben eine gewisse Ähnlichkeit mit denen von Ferrari. Alpine lässt die heiße Kühlluft durch zwei Staffeln von Kiemen austreten. Die einen flach auf den Seitenteilen, die anderen vertikal in der Motorabdeckung.

Technikchef Harman sieht in den Seitenkästen eine besondere Bedeutung. "Ohne die Leitbleche hinter den Vorderrädern kommt der Form der Seitenkästen eine neue Bedeutung zu. Sie bestimmen jetzt die Strömung nach hinten."Die extreme Seitenkasten-Form gibt einen guten Blick auf die vorderen sechs Diffusor-Tunnel frei. An der Bodenplatte hebt sich die Kante über eine Länge von 30 Zentimetern leicht an. Vermutlich ein Hilfsmittel zum Versiegeln des Bodens zur Seite hin. Das gerade Hauptblatt des Heckflügels wirkt am Präsentationsmodell noch wie aus dem Lego-Baukasten. Da kommt sicher noch mehr.

Unter der nach wie vor bulligen Airbox tut ein komplett neuer Renault-Motor seinen Dienst. Die Ingenieure in Viry-Châtillon mussten nach einem Jahr Stillstand gleich zwei Entwicklungsschritte der Konkurrenz gutmachen. Im letzten Jahr betrug das Power-Defizit 35 PS. Das Resultat von zwei Jahren Arbeit ist eine neue Architektur des französischen V6-Turbo. Turbine und Kompressor sind jetzt wie bei Mercedes getrennt. Auch die MGU-K und die MGU-H des RS20-Motors wurden völlig neu gestaltet.

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Von oben fallen die vielen Kühlrippen ins Auge.

Minimalziel Platz fünf

Bei den Aufhängungen haben sich die Techniker unter der Leitung von Pat Fry und Matt Harman auf kein Risiko eingelassen: Pushrod vorne, Pullrod hinten. Man muss schon zwei Mal hinschauen, dass in den Aufhängungen ein Merkmal steckt, das kein anderes Auto hat. An der Hinterachse sind die unteren Querlenker zu den oberen extrem versetzt. Aus der Vogelperspektive betracht liegen sie viel weiter vorne das obere Dreieck. Damit kommt Alpine weniger mit der Bodenplatte in Konflikt. An der Stelle steigen die Diffusortunnel erst an.

Alpine steht unter Erfolgsdruck. Trotz des Sieges von Esteban Ocon in Ungarn war die Teamleitung mit der Saison 2021 nicht hundertprozentig zufrieden. "Der Start in die Saison 2021 war nicht ideal. Wir haben uns aber ganz gut gefangen und trotzdem noch den fünften Platz geschafft. Wir wissen, dass der Weg zur Spitze ein Marathon sein wird. "

Nach drei Mal Platz 5 in der Markenwertung ist der Auftrag klar. Das Resultat von 2021 muss mindestens bestätigt werden. Mehr traut sich Alpine-Chef Rossi nicht zu fordern. Dazu wirft die neue Saison zu viele Fragezeichen auf. "Wir haben 2021 ein gutes Fundament gelegt und gelernt was funktioniert und was nicht, was wir übernehmen können und was wir ändern müssen. Wichtig für uns ist, dass wir am Ende der Saison besser dastehen als am Anfang.".

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