Formel 1: Wegen Iran-Krieg - Diese Strecke ist neuer Favorit als Bahrain-Ersatz

Kalender-Umbau durch Iran-Krieg
Neuer Favorit für Bahrain-Ersatz

GP Bahrain 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.07.2026
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F1 Tagebuch GP Malaysia 2017
Foto: Wilhelm

Kurz hatte man im Formel-1-Hauptquartier in London die Hoffnung, dass die Saison doch noch einigermaßen plangerecht über die Bühne gehen kann. Die USA und der Iran hatten sich Anfang Juni auf einen Waffenstillstand verständigt. Die Pläne, den Grand Prix Bahrain in der Lücke zwischen dem GP Aserbaidschan und dem GP Singapur nachzuholen, lagen bereits in der Schublade. Doch dann kam alles ganz anders.

Mittlerweile fliegen die Raketen wieder durch die Golf-Region. Der Iran reagiert auf die erneute US-Belagerung mit Angriffen auf amerikanische Militär-Basen. Eine davon liegt auch in Bahrain nicht unweit der Rennstrecke. Die Durchführung eines Grand-Prix-Rennens wäre hier zum aktuellen Zeitpunkt viel zu gefährlich. Dazu haben die Menschen vor Ort aktuell auch ganz andere Sorgen, als eine Formel-1-Party zu veranstalten.

Das Gleiche gilt auch für viele andere Golf-Staaten, die sich ebenfalls unter Beschuss befinden. Deshalb sind auch die beiden Rennen am Ende der Saison in Katar und Abu Dhabi von der Absage bedroht. Um Schadensersatzforderungen der TV-Sender wegen des Ausfalls von zu vieler Rennen zu vermeiden, sucht F1-Boss Stefano Domenicali aktuell händeringend nach Ersatzkandidaten.

F1 Tagebuch GP Malaysia 2017
Wilhelm

Malaysia auf der Pole-Position

Bisher wurden vor allem Kandidaten genannt, die schon in den letzten Jahren auf dem Spielplan der Königsklasse standen, wie zum Beispiel Portimao, Imola oder Istanbul. Doch nun hat sich offenbar eine andere Rennstrecke in die Pole-Position gebracht, die man bisher noch nicht auf dem Zettel hatte. Malaysia soll momentan die besten Chancen besitzen, für die abgesagten Golf-Rennen einzuspringen.

Der Sepang International Circuit vor den Toren der Hauptstadt Kuala Lumpur war früher regelmäßiger Bestandteil des Rennkalenders. Insgesamt 19 Mal gastierte die Formel 1 hier bereis. Der letzte Besuch liegt allerdings schon neun Jahre zurück. Am 1. Oktober 2017 schloss die Formel 1 das Kapitel Malaysia mit einem Sieg von Max Verstappen.

Seitdem wurde immer mal wieder über ein Comeback verhandelt. Es scheiterte aber stets an den hohen Grand-Prix-Gebühren. International in Erscheinung trat die Rennstrecke nur noch durch die Rennwochenenden der Motorrad-Weltmeisterschaft, die hier jährlich gastierte. Nun hoffen die Veranstalter, dass sie auch mal wieder die Königsklasse auf vier Rädern anlocken können – zu einem vergünstigten Tarif versteht sich.

GP Malaysia 2009 - Sepang - Formel 1
Wilhelm

Kurze Wege nach Singapur

Malaysia ist auch deshalb ins Spiel gekommen, weil der Kurs logistisch günstig liegt. Die Formel 1 sucht einen Austragungsort, der in die erwähnte Lücke zwischen Baku und Singapur am 4. Oktober springen könnte. Malaysia liegt hier quasi auf dem Weg. Nur 300 Kilometer sind es von der permanenten Rennstrecke in Sepang zum Stadtkurs in Singapur. Die Fracht könnte somit auf dem Landweg transportiert werden.

Für die Fahrer würde das Comeback des Malaysia-Grand-Prix eine weitere körperliche Belastung darstellen. Mit tropischen Temperaturen und Sauna-Klima brachte das Sepang-Rennen Mensch und Maschine schon immer an ihre Grenzen. Die vom deutschen Strecken-Konstrukteur Hermann Tilke entworfene Strecke enthält zwei direkt aufeinanderfolgende lange Geraden, was für die aktuelle Antriebsgeneration nicht optimal ist. Hier dürften die Piloten wieder über mangelnde Elektro-Power schimpfen.

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