Leclerc - Verstappen - Sainz - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022 xpb
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022 22 Bilder

GP Japan 2022 (Qualifikation): Verstappen auf Pole

GP Japan 2022 - Ergebnis Qualifikation Verstappen behält Pole

GP Japan 2022

Red Bulls Superstar sichert sich die Pole Position in Suzuka. Diese wackelte nach der Qualifikation. Die Rennleitung hatte eine Untersuchung gegen Max Verstappen eingeleitet, die in einer Verwarnung endete. Ferrari ist der erste Verfolger. Mercedes schwächelt gewaltig. Sebastian Vettel pirscht sich mit starken Runden bis ins Q3 vor.

Die Formel 1 hatte Suzuka drei Jahre lang vermisst. Die Corona-Krise verhinderte, dass der GP-Zirkus 2020 und 2021 in Japan aufschlug. Weil die Fahrer die 5,807 Kilometer lange Rennstrecke lieben und die Fans in ihr Herz geschlossen haben, freuten sie sich umso mehr auf die Rückkehr. Und auf die Zeitenjagd.

Am Samstagnachmittag war es so weit. Nach zwei Trainings auf einer nassen Bahn und einem auf trockenem Belag ließen die Mechaniker den Sprit aus den Autos, und die Motoren wurden voll aufgedreht. Der Favorit setzte sich durch. Max Verstappen brannte eine Rundenzeit von 1:29.304 Minuten in den rund 26 Grad heißen Asphalt.

Untersuchung gegen Verstappen

Für Red Bull ist es die sechste Pole Position der Saison. Fünf davon gehen auf das Konto des Weltmeisters. Zum 18. Mal startet er in seiner Laufbahn vom besten Startplatz. Damit zog er in dieser Statistik mit Charles Leclerc gleich, der sich die erste Reihe mit Verstappen teilt. "Es ist unglaublich, wie man es auf dieser Strecke mit leeren Tanks fliegen lassen kann. Besonders im ersten Sektor", freute sich der 25-Jährige.

Die Pole hielt, weil eine Untersuchung glimpflich für Verstappen ausging. Die Sportkommissare sprachen lediglich eine Verwarnung gegen ihn aus. In seiner Aufwärmrunde hatte er dem McLaren von Lando Norris im Weg gestanden. Und das in der schnellsten Passage der Rennstrecke. Verstappen bummelte etwas und schaffte Abstand zum Vordermann, während Norris mit Vollgas durch die Kurve bretterte.

Der McLaren-Fahrer musste ausweichen und geriet dabei durchs Gras. "Wir waren alle in unserer Aufwärmrunde. Er wollte mich wohl noch vor der Schikane überholen. So kam es zu dieser Situation. Ich hatte kalte Reifen und konnte wenig machen", schilderte der WM-Führende.

Die Rennleitung leitete den Fall an die Sportkommissare weiter. Es war durchaus möglich, dass Leclerc die Pole erbt. Eine Strafe gegen Verstappen konnte nicht ausgeschlossen werden. "Zum Glück ist in dieser Situation nichts Schlimmes passiert", sagte der Pole-Mann. Zum Glück, aus seiner Perspektive, verzichteten die Stewards auf eine Rückstufung in der Startaufstellung. Ähnliche Situationen seien in der Vergangenheit ebenfalls mit Verwarnungen geahndet worden.

Charles Leclerc - Ferrari - GP Japan 2022 - Suzuka
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Charles Leclerc war nur minimal langsamer als Max Verstappen.

Leclerc knapp geschlagen

Ferrari schrammte haarscharf am ersten Startplatz vorbei. Charles Leclerc zauberte besonders im zweiten Abschnitt, fiel im letzten aber verglichen mit Verstappen ab. In Summe lag er um die Winzigkeit von zehn Tausendstel zurück. "Ich habe die Reifen leider im letzten Sektor verloren." Teamkollege Carlos Sainz hängte sich an das Spitzenduo. Der Spanier verpasste die Pole um 57 Tausendstel. "Die Runde war sauber. Bis auf die letzte Schikane. Da habe ich es eingebüßt."

Sergio Perez hatte mit der Vergabe der Pole nichts zu tun. Dem Mexikaner, Sieger des GP Singapur in der letzten Woche, wurden 0,405 Sekunden vom Teamkapitän eingeschenkt. Hinter dem zweiten Red Bull sortierte sich Esteban Ocon ein. Der Franzose zeigte im Alpine eine starke Vorstellung. Und er hielt den schnelleren der beiden Mercedes-Fahrer hinter sich.

Die Konstrukteurs-Weltmeister wussten, dass sie in der Qualifikation würden leiden. Mercedes behielt den größtmöglichen Heckflügel an den Autos, was viel Zeit auf den Geraden kostet. In etwa sieben Zehntelsekunden. Lewis Hamilton belegte den sechsten Platz. Teamkollege George Russell wurde Achter. Beide hoffen, am Rennsonntag über die geringere Reifenabnutzung aufzurücken. Besser noch wäre Regen, der nicht ausgeschlossen werden kann.

Fernando Alonso unterlag im Quali-Duell gegen den Teamkollegen. Der Spanier reihte sich auf Position sieben ein. Sein alter Rivale ließ mit einem neunten Startplatz aufhorchen. Sebastian Vettel übersprang mit Können und etwas Glück die ersten beiden Quali-Hürden. Im Finale hatte er nur noch einen Versuch, der ihn bis auf zwei Zehntel an Russell heranführte. Norris rundete die ersten zehn Fahrer der Qualifikation ab.

Mick Schumacher - Haas - GP Japan 2022 - Suzuka
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Mick Schumacher hielt sich achtbar und kletterte in den zweiten Quali-Durchgang.

Schumacher scheitert im Q2

Bis kurz vor Ende des zweiten Durchgangs sah es danach aus, als würde Daniel Ricciardo eines seiner besseren Ergebnisse in dieser Saison gelingen. Der Australier war schneller als der Teamkollege und befand sich auf Top-10-Kurs. Doch im letzten Moment purzelte er aus der oberen Tabellenhälfte heraus.

Der Abstand zu Norris war verhältnismäßig gering. Ricciardo kann den Samstagnachmittag von Suzuka deshalb als kleinen Erfolg verbuchen. Zumal er nur um drei Tausendstel am Aufstieg ins Q3 vorbeischrammte. Vettel war in diesem Fall der Glückspilz. Natürlich war der 33-jährige Routinier aus Perth angesichts dieses Mini-Abstands gefrustet.

Für beide Alfa Romeo war ebenfalls Endstation. Mit dem neuen Frontflügel fuhren sich Valtteri Bottas und Guanyu Zhou auf die Positionen zwölf und 14. In den vielen flüssigen wie schnellen Ecken scheint es noch an Anpressdruck zu mangeln. Zwischen die beiden Schweizer Rennwagen schob sich Yuki Tsunoda. Der japanische Lokalheld holte das Maximum aus seinem Alpha Tauri heraus. Fürs Q3 ist das Auto aus dem italienischen Faenza nicht gut genug.

Mick Schumacher rehabilitierte sich halbwegs nach seinem Unfall vom Freitag. Den Schaden von rund einer halben Million kann er nicht mehr rückgängig machen. In seinem neu aufgebauten Rennwagen und auf einer für ihn neuen Rennstrecke setzte sich der Deutsche immerhin im internen Haas-Duell durch. Zum Schluss war er sich nicht mit Tsunoda über die Vorfahrt einig. Am Ausgang der Boxengasse kamen sich die beiden Youngster ins Gehege.

Ein Haas in Q1 raus

Während Teamkollege Schumacher den Absprung ins Q2 schaffte, scheiterte Kevin Magnussen an der ersten Hürde. Der Däne schwächelt seit geraumer Zeit. Mit Ausnahme der Qualifikation zum GP Singapur. Auf der schnellen Suzuka-Rennstrecke büßte er im ersten Quali-Segment rund zwei Zehntelsekunden auf den deutschen Garagennachbar ein. Im Gegensatz zu ihm hat Magnussen für 2023 aber bereits einen Vertrag in der Tasche.

Die Fahrt des Dänen endete auf dem 18. Platz. Vor ihm platzierten sich Alexander Albon im Williams und Pierre Gasly im Alpha Tauri. Für den Thailänder war nicht mehr drin. Der Williams FW44 ist zwar ein Auto mit wenig Luftwiderstand, was auf den Geraden hilft, allerdings auch eines mit wenig Abtrieb. Da geht in den Kurven zu viel Zeit flöten. Gasly schimpfte wie ein Rohrspatz. Der Franzose beschwerte sich lautstark am Teamfunk über nicht sachgemäß funktionierende Bremsen.

In der letzten Reihe sortieren sich mit Lance Stroll und Nicholas Latifi zwei Kanadier ein. Der zweite Fahrer im Aston Martin absolvierte einen starken ersten Sektor. Dann fiel Stroll jedoch zu stark ab. Das Ergebnis ist der 19. Rang. Latifi schied wie üblich aus. Die Startplatzstrafe, die er aus Singapur nach Suzuka schleppte, hat keine Auswirkung. Er war ohnehin der langsamste Pilot im Feld.

GP Japan 2022 - Ergebnis Qualifikation

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Max Verstappen Red Bull 1:30.224 1:30.346 1:29.304
2. Charles Leclerc Ferrari 1:30.402 1:30.486 1:29.314
3. Carlos Sainz Ferrari 1:30.336 1:30.444 1:29.361
4. Sergio Perez Red Bull 1:30.622 1:29.925 1:29.709
5. Esteban Ocon Alpine 1:30.696 1:30.357 1:30.165
6. Lewis Hamilton Mercedes 1:30.906 1:30.443 1:30.261
7. Fernando Alonso Alpine 1:30.603 1:30.343 1:30.322
8. George Russell Mercedes 1:30.865 1:30.465 1:30.389
9. Sebastian Vettel Aston Martin 1:31.256 1:30.656 1:30.554
10. Lando Norris McLaren 1:30.881 1:30.473 1:31.003
11. Daniel Ricciardo McLaren 1:30.880 1:30.659  
12. Valtteri Bottas Alfa Romeo 1:31.226 1:30.709  
13. Yuki Tsunoda Alpha Tauri 1:31.130 1:30.808  
14. Zhou Guanyu Alfa Romeo 1:30.894 1:30.953  
15. Mick Schumacher Haas 1:31.152 1:31.439  
16. Alexander Albon Williams 1:31.311    
17. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:31.322    
18. Kevin Magnussen Haas 1:31.352    
19. Lance Stroll Aston Martin 1:31.419    
20. Nicholas Latifi Williams 1:31.511    
Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Max Verstappen Red Bull 1:30.224 1:30.346 1:29.304
2. Charles Leclerc Ferrari 1:30.402 1:30.486 1:29.314
3. Carlos Sainz Ferrari 1:30.336 1:30.444 1:29.361
4. Sergio Perez Red Bull 1:30.622 1:29.925 1:29.709
5. Esteban Ocon Alpine 1:30.696 1:30.357 1:30.165
6. Lewis Hamilton Mercedes 1:30.906 1:30.443 1:30.261
7. Fernando Alonso Alpine 1:30.603 1:30.343 1:30.322
8. George Russell Mercedes 1:30.865 1:30.465 1:30.389
9. Sebastian Vettel Aston Martin 1:31.256 1:30.656 1:30.554
10. Lando Norris McLaren 1:30.881 1:30.473 1:31.003
11. Daniel Ricciardo McLaren 1:30.880 1:30.659  
12. Valtteri Bottas Alfa Romeo 1:31.226 1:30.709  
13. Yuki Tsunoda Alpha Tauri 1:31.130 1:30.808  
14. Zhou Guanyu Alfa Romeo 1:30.894 1:30.953  
15. Mick Schumacher Haas 1:31.152 1:31.439  
16. Alexander Albon Williams 1:31.311    
17. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:31.322    
18. Kevin Magnussen Haas 1:31.352    
19. Lance Stroll Aston Martin 1:31.419    
20. Nicholas Latifi Williams 1:31.511    
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