Leclerc - Verstappen - GP Österreich 2022 - Spielberg xpb
Carlos Sainz - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich 2022 - Spielberg - Rennen
Carlos Sainz - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich 2022 - Spielberg - Rennen
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich 2022 - Spielberg - Rennen
Leclerc - Hamilton - Formel 1 - GP Österreich 2022 - Spielberg - Rennen 54 Bilder
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GP Österreich 2022 (Rennen): Leclerc-Triumph

GP Österreich 2022 - Ergebnis Rennen Leclerc bezwingt Verstappen

GP Österreich 2022

Ferrari jubelt. Charles Leclerc verweigert Rivale Max Verstappen das perfekte Wochenende und siegt im Hauptrennen von Spielberg. Ferrari hätte einen Doppelsieg eingefahren, wäre Carlos Sainz nicht mit Motorschaden ausgeschieden. Lewis Hamilton staubte den letzten Podestplatz ab. Mick Schumacher wird bärenstarker Sechster.

Pole, Sprintsieg und am Sonntag der Triumph im Hauptrennen: So hatte sich Max Verstappen den elften Grand Prix der Saison vorgestellt. Doch sein großer Rivale in dieser Saison kam ihm in die Quere. Charles Leclerc crashte die Party der 50.000 holländischen Fans auf den Tribünen in Spielberg und holte den dritten Saisonsieg. Es war gleichzeitig der fünfte in seiner Laufbahn.

Leclerc war am Rennsonntag der schnellste Mann im Feld. Und dennoch wurden die letzten Runden zur Zitterpartie. Der Monegasse stieß mehrere Stoßgebete in den Himmel. In der Schlussphase gab es ein Problem mit dem Gaspedal in seinem Ferrari, das nicht in die Ausgangsstellung zurückwollte. Der 24-Jährige blieb unter höchsten Druck cool und ließ sich den Erfolg nicht mehr nehmen. Verstappen fehlten 1,5 Sekunden zu ihm.

"Das war in Summe ein sehr gutes Rennen für uns", bilanzierte der Sieger. "Wir hatten eine sehr starke Pace. Es gab ein paar gute Zweikämpfe mit Max. Zum Schluss hatte ich wirklich große Schwierigkeiten mit dem Gaspedal. Es blieb in langsamen Kurven bei 20 oder 30 Prozent stecken. Zum Glück hat es gereicht. Dieser Sieg ist für mich nach den letzten Rennen so unglaublich wichtig."

Der zweitplatzierte Verstappen gratulierte fair und erkannte den Speed-Nachteil gegenüber Ferrari an. "Bei uns haben alle Reifen zu sehr abgebaut. Da war gegen Ferrari nichts zu machen. Der zweite Platz ist angesichts unserer Probleme ein gutes Ergebnis für die Weltmeisterschaft."

Leclerc überholt Verstappen

Am Start verteidigte sich Verstappen noch erfolgreich. Im Gegensatz zum Sprintrennen gelang ihm diesmal jedoch keine Flucht nach vorne. Verfolger Leclerc haftete sich an sein Heck und hielt sich innerhalb von einer Sekunde, was ihm DRS einbrachte. Der Monegasse arbeitete sich Schritt für Schritt an den Red Bull vor sich heran.

Eine erste Attacke in der zehnten Runde wehrte Verstappen noch ab. Zwei Umläufe später war der Weltmeister das erste Mal fällig. Sein Rivale presste sich im roten Auto vor der vierten Kurve vorbei. Red Bull reagierte direkt und bat seinen Superstar zum ersten Reifenwechsel. Ferrari dehnte den Stint auf den Mediumreifen dagegen aus.

Das rote Auto war am Rennsonntag von Spielberg schlicht schneller als das dunkelblaue mit den Bullenlogos drauf. Insgesamt überholte Leclerc seinen Widersacher drei Mal auf der Piste. Beim zweiten und dritten Mal profitierte er von den jeweils frischeren harten Reifen. Der Ferrari streichelte die Pirellis und überrumpelte jeweils einen fast wehrlosen Verstappen. Das finale Manöver exerzierte Leclerc wenige Runden nach dem zweiten Reifenwechsel im 53. Umlauf.

Carlos Sainz - Ferrari - GP Österreich 2022 - Spielberg
xpb
Carlos Sainz schied kurz vor Rennende mit Motorschaden aus.

Sainz mit Motorschaden raus

Leclerc schien danach ungefährdet zum ersten Erfolg in Spielberg zu brausen. Dann sorgte ausgerechnet der Teamkollege für Spannung. Auch Carlos Sainz stand kurz davor, den Red Bull mit der Startnummer 1 vor sich zu überholen. Der Spanier legte ihn sich zurecht, bis ihn in der 57. Runde der Motor im Stich ließ.

Beim Herausbeschleunigen aus der dritten Kurve zog sein Ferrari eine weiße Rauchwolke hinter sich her. Es entbrannte ein Feuer unter der Verkleidung. Sainz stellte seinen brennenden Rennwagen im Notausgang der vierten Kurve ab. Dabei rollte der Ferrari für wenige Meter rückwärts. Es drohte ein Safety Car. Die Streckenposten bekamen das Auto aber zum Stehen. Die Rennleitung rief nur eine virtuelle Safety-Car-Phase aus.

Ferrari reagierte, und holte Leclerc zum dritten Reifenwechsel rein. Verstappen folgte im Abstand von wenigen Sekunden. Beide bekamen den Mediumreifen für einen kurzen Schlussstint aufgezogen. Danach ließ Leclerc nichts mehr anbrennen, obwohl er über ein komisches Gefühl mit dem Gaspedal klagte, das ihn handicapte.

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Österreich 2022 - Spielberg
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Lewis Hamilton bejubelte das vierte Podest der Saison.

Perez-Crash mit Russell

Der zweite Red Bull war bereits früh aus dem Rennen. In der Startrunde legte sich Sergio Perez mit Mercedes-Pilot George Russell an und bezahlte es. Der Silberpfeil warf das den Mexikaner in der vierten Kurve ins Kiesbett. Russell büßte dafür beim ersten Stopp eine Fünfsekunden-Strafe ab. Perez hechelte dem Feld in der Folge vergeblich hinterher. Schon vor Rennhalbzeit lenkte er sein Auto an die Box und stellte es ab. Somit schrieben sowohl Ferrari als auch Red Bull mit dem zweiten Fahrer einen Nuller.

Wie so oft in dieser Saison war Mercedes zur Stelle und staubte den letzten Platz auf dem Podest ab. Lewis Hamilton eroberte den dritten Platz im dritten Rennen in Serie. Von der reinen Pace her konnte das Weltmeistersteam gegen die Übermacht von Ferrari und Red Bull in Spielberg nichts ausrichten. Auf eine schnelle Runde waren die Silberpfeile zwar näher dran. Doch sowohl im Sprint als auch im Hauptrennen konkurrierte man nicht mit den schnellsten Autos der bisherigen Saison.

Hamilton machte als Achter am Start keinen Boden gut und verlor zwischendurch sogar eine Position gegen Mick Schumacher. Noch im ersten Stint aber schnappte sich der Rekordsieger der Formel 1 sowohl den jungen Deutschen als auch dessen Haas-Teamkollegen Kevin Magnussen. Am meisten ärgerte sich Hamilton nicht mit den Gegnern, sondern den Track Limits herum. Er geriet mehrmals neben den weißen Strich für die Streckenmarkierung und bekam sogar die gelbe Karte von der Renmleitung gezeigt.

Schumacher Sechster

Der zweite Mercedes pflügte sich durchs Mittelfeld zurück nach vorne. Russell beendete den Grand Prix an vierter Stelle, wunderte sich aber über die mangelnde Pace seines Rennwagens. Beim ersten Boxenstopp hatten ihn seine Mechaniker mit einer neuen Fahrzeugnase ausgestattet. Die linke Endplatte war beim Zusammenprall mit Perez abgeflogen, was Abtrieb kostete und den Silberpfeil ins Untersteuern trieb.

Esteban Ocon ließ Alpine über den fünften Platz strahlen. Der Franzose bestritt seinen 100. Grand Prix und zeigte über das gesamte Wochenende eine starke Leistung. Die schnellen Haas hielt er sich wie im Sprintrennen vom Leib. Dahinter lief Schumacher als Sechster ein. Nach Silverstone und dem gestrigen Mini-Rennen zeigte er die nächste klasse Vorstellung.

Beim Youngster scheint endgültig der Knoten aufgegangen zu sein. Spielberg war das beste Rennwochenende seiner Karriere. Der zweite Haas-Pilot wurde Achter. Kevin Magnussen hatte nicht den Speed des Teamkollegen und musste ihn passieren lassen. Dazwischen quetschte sich noch Lando Norris im McLaren, der vier Mal über die weiße Linie für die Track Limits fuhr und dafür beim zweiten Boxenstopp eine Strafe von fünf Sekunden absitzen musste. Der Rennstall aus Woking ergatterte doppelte Punkte. Daniel Ricciardo wurde Neunter. Fernando Alonso schnappte sich im Schlusssprint den Alfa von Valtteri Bottas. Der Finne wäre aus der Boxengasse startend fast noch in die Punkte gefahren.

Vettel mit nächster Kollision

Für Sebastian Vettel setzte sich ein völlig verpatztes Wochenende fort. Vom 18. Startplatz aus konnte der Heppenheimer von Punkten nur träumen. Daraus wurde wie erwartet nichts. Wie im Sprint kollidierte Vettel mit einem Rivalen. Am Samstag war es Alexander Albon, der ohne Strafe davonkam. Am Sonntag kreuzte sich der Weg von Vettel mit Pierre Gasly.

Der Alpha-Tauri-Pilot kegelte den Aston Martin kurz nach Rennhalbzeit in der vierten Kurve von der Bahn ins Kiesbett. Für die Aktion bestraften die Sportkommissare den Franzosen mit fünf Sekunden, was Vettel aber auch nichts nutzte. Er wurde 17. Die Strafe (fünf Sekunden wg. Track Limits) juckte ihn nicht wirklich. Auch Pierre Gasly und Guanyu Zhou wurden mit fünf Sekunden belegt, weil sie zu oft abseits der Bahn unterwegs waren.

GP Österreich 2022 - Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Charles Leclerc Ferrari 1:24:24.312 h
2. Max Verstappen Red Bull + 1.532 s
3. Lewis Hamilton Mercedes + 41.217 s
4. George Russell Mercedes + 58.972 s
5. Esteban Ocon Alpine + 68.436 s
6. Mick Schumacher Haas + 1 Runde
7. Lando Norris McLaren + 1 Runde
8. Kevin Magnussen Haas + 1 Runde
9. Daniel Ricciardo McLaren + 1 Runde
10. Fernando Alonso Alpine + 1 Runde
11. Valtteri Bottas Alfa Romeo + 1 Runde
12. Alexander Albon Williams + 1 Runde
13. Lance Stroll Aston Martin + 1 Runde
14. Zhou Guanyu Alfa Romeo + 1 Runde
15. Pierre Gasly Alpha Tauri + 1 Runde
16. Yuki Tsunoda Alpha Tauri + 1 Runde
17. Sebastian Vettel Aston Martin + 1 Runde
18. Carlos Sainz Ferrari Ausfall
19. Nicholas Latifi Williams Ausfall
20. Sergio Perez Red Bull Ausfall
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