Formel 1: Erste Prognose - Deshalb ist Ferrari der Favorit in Monaco

Erste Prognose für den Stadtkurs-Klassiker
Deshalb ist Ferrari in Monaco Favorit

GP Monaco 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.05.2026
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Lewis Hamilton - Ferrari -  GP Monaco
Foto: KI generiertes Bild / XPB

Die Fans durften sich dieses Jahr über viele unterhaltsame Rennen freuen. Was die Namen der Sieger anging, gab es am Ende aber nur wenig Abwechslung. Den Auftakt gewann George Russell in Melbourne. Danach räumte nun Kimi Antonelli vier Mal in Folge den größten Pokal ab. Da scheint die Frage nach dem Favoriten für den nächsten Grand Prix eigentlich klar.

Doch so einfach, wie es scheint, ist es nicht. Nach Montreal steht nämlich mit dem Klassiker in Monaco ein ganz besonderes Rennen auf dem Programm. Die engen Gassen im Fürstentum haben bekanntlich eigene Gesetze. Hier zählen ganz andere Qualitäten als auf der kanadischen Highspeed-Piste. Wer in Monaco glänzen will, muss vor allem langsame Kurven meistern.

Lando Norris überraschte nach dem Montreal-Rennen mit der Ansage, dass Ferrari in seiner Wahlheimat der klare Favorit sei. McLaren-Teamchef Andrea Stella lieferte die Erklärung, warum sein Schützling mit dieser Prognose richtig liegen könnte:

"Wenn man sich die GPS-Daten anschaut, dann erkennt man gut, dass Ferrari in den Kurven sehr konkurrenzfähig ist. Das konnte man auch hier in Montreal im ersten Sektor sehen. Da kommt es zudem darauf an, gut über die Randsteine zu kommen. Ferrari verliert seine Zeit vor allem auf den Geraden. Davon gibt es in Monaco aber nicht viele. Deshalb hat Lando recht, wenn er Ferrari als Favorit auf die Pole-Position in Monaco sieht."

Charles Leclerc - Ferrari -  GP Kanada 2026
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Neue Herausforderung

Die Pole-Position ist im Leitplankendschungel an der Côte d’Azur bekanntlich schon die halbe Miete für den Sieg. Das wird sich auch mit den neuen Autos nicht ändern, obwohl die Überholzahlen dieses Jahr durch die Decke schießen. "Durch die vielen harten Bremspunkte werden die Piloten dort keine Probleme haben, ihre Batterien zu laden. Es fühlt sich für sie wieder natürlicher an. Für die Autos wird das hingegen eine ganz neue Herausforderung. Das wird interessant", blickt Stella voraus.

Auch dem eigenen Rennwagen dürfte der Klassiker unter den Rennstrecken entgegenkommen. Gerne würde McLaren bei seinem 999. Grand Prix in der Königsklasse den 204. Sieg einfahren. Laut Stella sollte der Stadtkurs dem eigenen Auto ebenfalls einigermaßen gut schmecken.

"Im aktuellen Entwicklungsstand ist der McLaren besser für langsame Kurven geeignet als für Medium- und Highspeed-Kurven. Da sind uns Ferrari und Mercedes überlegen. Das sollte uns in eine gute Position für Monaco bringen", analysiert der gelernte Ingenieur.

McLaren - Andrea Stella - GP Kanada 2026
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McLaren mit Low-Speed-Qualitäten

Vor allem die gute Traktion sollte dem MCL40 auf den öffentlichen Straßen helfen. Dazu kommt das relativ kurz abgestufte Getriebe, das die Beschleunigung aus langsamen Ecken verbessert. Dass man mit Lando Norris auch einen echten Monaco-Experten im Cockpit hat, bewies der Weltmeister mit seinem ersten Monte-Carlo-Sieg vor zwölf Monaten.

"Monaco hat aber auch eine paar schnellere Ecken zu bieten", gibt Stella zu bedenken. "Am Casino geht es mit 150 km/h entlang, Tabac wird mit 180 km/h durchfahren, beim Schwimmbad erreichen wir mehr als 200 km/h. Die Medium- und Highspeed-Qualitäten sind also auch in Monaco gefragt."

Trotzdem wird die Rundenzeit in den engen Ecken gemacht. "Die langsamen Kurven sind in Monaco extrem langsam, vor allem im zweiten Sektor. Ich sehe Ferrari als Favoriten, aber auch McLaren sollte konkurrenzfähig sein. Wir werden versuchen, dass Ergebnis des Vorjahres zu wiederholen", grinst Stella zuversichtlich.

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