Christian Horner - Red Bull - Mattia Binotto - Ferrari - GP Monaco 2022 xpb
Ferrari - Formel 1 - GP Monaco 2022
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Formel 1 WM-Duell: Ferrari schießt gegen Red Bull

WM-Duell wird härter Ferrari schießt gegen Red Bull

Im WM-Duell verhärten sich die Fronten. Ferrari attackiert WM-Gegner Red Bull zum dritten Mal in Folge. In Monte Carlo ist die gelbe Linie an der Boxenausfahrt der Zankapfel. Bis jetzt liefen die Querschläger von Ferrari ins Leere.

Frieden gibt es in der Formel 1 nur solange, wie es um nichts geht. Kaum stehen Siege und der Titel auf dem Spiel, verhärten sich die Fronten. Das war zwischen Mercedes und Ferrari zwischen 2017 und 2019 so und zwischen Mercedes und Red Bull 2020 und 2021. Da werden Technik-Entwicklungen, Zweikämpfe auf der Rennstrecke und Regelverstöße zum Nebenkriegsschauplatz.

Kaum sieht der Favorit seine Platzhirsch-Rolle bedroht, schlägt er zurück. Oder der Herausforderer versucht, den Gegner außerhalb der Rennstrecke zu beschädigen. Mercedes und Red Bull lieferten sich im vergangenen Jahr eine Privatfehde über 22 Rennen. Die Teamchefs Toto Wolff und Christian Horner sahen die Grabenkämpfe als Teil des Geschäfts. Wer auf dem höchsten Niveau gegeneinander antritt, sucht in jedem Bereich seinen Vorteil.

Sergio Perez - Red Bull - GP Monaco 2022
Wilhelm
Red Bull und Ferrari kämpfen auf und neben der Rennstrecke um jeden Zentimeter.

Suche nach Verbündeten

Oft ist es so, dass sich eines der beiden Teams im Feld einen Verbündeten sucht. 2019 zog Mercedes gemeinsam mit Red Bull gegen Ferraris fragwürdige Motorenentwicklung zu Felde. Zwei Jahre später bildeten Red Bull und Ferrari eine politische Allianz gegen Dauersieger Mercedes. Da war das noch opportun. Doch der Burgfriede konnte nur halten, bis Red Bull und Ferrari selbst zu Rivalen im Titelkampf wurden.

Das ist in diesem Jahr der Fall. Vier Rennen lang blieb es relativ still. Als Mercedes in Bahrain sein spektakuläres Konzept mit den Mini-Seitenkästen präsentierte war man sogar noch vereint in der Ansicht, dass der einstige WM-Gegner mit seiner Interpretation der Seitenkästen und der Spiegelhalterung einen Schritt zu weit gegangen sei. Anfängliches Protestgeschrei verstummte in dem Augenblick, als man merkte, dass der Mercedes vorerst keine Gefahr darstellt.

Wie viel Spielraum bei Upgrades?

Jetzt konzentrieren sich Ferrari und Red Bull auf sich selbst. In Miami feuerte Ferrari den ersten Schuss auf den eigentlichen Gegner ab. Teamchef Mattia Binotto zeigte sich erstaunt, mit welchem Tempo Red Bull sein Auto entwickelt und äußerte Zweifel, dass dieser Durchsatz an neuen Teilen im Rahmen des Budgetdeckels länger als bis Juni durchzuhalten sei. Es war ein versteckter Warnschuss nach dem Motto: Passt auf, wir schauen euch auf die Finger.

Auf der anderen Seite rumort es im Red-Bull-Untergrund. Man wundert sich, jetzt wieder im Verein mit Mercedes, wie Ferrari seinem neuen Motor über den Winter so viele Pferdestärken entlocken konnte, obwohl alle auf E10-Sprit umstellen mussten. Und warum Ferrari keine Probleme bekommt, wenn der Kraftstoff bei Hitzerennen eine kritische Temperaturgrenze überschreitet.

Benzintemperatur als Zankapfel

Die Benzintemperatur wurde dann in Barcelona auch gleich zum nächsten Schlachtfeld. Wegen Problemen mit der standardisierten Ansaugpumpe im Catchtank wurde ein paar Rennen lang die Regel für die Mindest-Benzintemperatur ausgesetzt. Die FIA legte in Absprache mit den Teams fixe Grenzen unabhängig von der Außentemperatur fest. Zuerst zehn, dann 18 Grad.

Beim GP Spanien kehrte die Formel 1 zu der alten Regel zurück. Zehn Grad unter Umgebungstemperatur. Und die lag zwei Stunden vor dem Start in Barcelona bei 35 Grad. Angeblich steckte Ferrari dahinter, weil man weiß, dass Mercedes und Honda mehr Probleme mit hohen Sprittemperaturen haben als man selbst. Einige Teams wären da fast auf dem falschen Fuß erwischt worden, obwohl die FIA bereits am Donnerstag vor der Veranstaltung eine Technische Direktive (TD) verschickt hatte, die genau das ankündigte.

Red Bull konnte seine Autos erst in letzter Minute aus der Garage schicken, was Ferrari gleich nebenan natürlich bemerkte. Aufgrund der Aktivitäten in der Nachbargarage wusste man sofort, was der Grund für die laufenden Motoren im Stand war. Der Sprit musste aufgewärmt werden. Ferrari kommunizierte nach dem Rennen seine Interpretation der Benzin-Regel. Ein Auto ist in Gebrauch, wenn der Motor angelassen wird. Demnach waren die Red Bull zu diesem Zeitpunkt illegal. Die FIA legt die Regel anders aus. Entscheidend ist, wenn die Autos die Garage verlassen. Auch dafür gebe es eine TD, heißt es beim Verband.

Max Verstappen - Red Bull - GP Monaco 2022
xpb
Die gelbe Linie an der Boxenausfahrt geriet in Monaco ins Visier.

Ferrari-Protest für Klarheit

In Monte Carlo ging das Spiel weiter. Beide Red-Bull-Piloten berührten nach dem zweiten Reifenwechsel an der Boxenausfahrt die gelbe Linie. Vorteil oder nicht, nach Ansicht von Ferrari war das ein Regelverstoß. So stand es auch in den Renninformationen, die der Rennleiter ab Donnerstag an alle Teams verschickt und bei Bedarf während der Veranstaltung aktualisiert.

Ferrari ging noch einen Schritt weiter als in Barcelona. Man reichte Protest ein. "Er richtet sich nicht gegen Red Bull. Wir wollen nur Klarheit, welche Regel zählt", beteuerte Teamchef Binotto. Tatsächlich brachte Ferrari mit seinem Einspruch die FIA in eine missliche Lage. Rennleiter Eduardo Freitas musste erklären, warum er den auf Basis seiner "race notes" klaren Regelverstoß während des Rennens nicht weiter verfolgte und warum Red Bull doch alles richtig machte.

Das führte zu einer ähnlichen Posse wie 2021 beim Finale in Abu Dhabi. Die Sportkommissare präsentierten juristische Winkelzüge, um die Rennleitung von jeder Schuld freizusprechen, das Resultat aber nicht mehr ändern zu müssen. Man kann davon ausgehen, dass die präsentierte Erklärung der Sportkommissare nicht auf deren Mist gewachsen ist. Dazu braucht es einen Juristen, der das Sportgesetz in- und auswendig kennt. Und der sitzt ganz offenbar in Milton Keynes und munitioniert die Red-Bull-Delegation mit einer perfekten Verteidigungsstrategie. In Abu Dhabi und in Monte Carlo.

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