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Mercedes schlägt einen Red Bull: Endlich ein Rennauto

Mercedes schlägt einen Red Bull Endlich ein echtes Rennauto

Mercedes scheint den Schlüssel für sein Bouncing-Problem gefunden zu haben. Jetzt müssen die Ingenieure aber noch Rundenzeit finden. Der Rückstand auf eine Runde hat sich von einer Sekunde auf sechs Zehntel reduziert.

Es war noch nicht der große Durchbruch, aber immerhin ein wichtiger Schritt. Mercedes scheint das Bouncing unter Kontrolle zu haben, das den launischen W13 in den ersten fünf Rennen entscheidend bremste. In den freien Trainingssitzungen sah es noch so aus, als könnten Lewis Hamilton und George Russell mit den Ferrari und den Red Bull um die Wette fahren. Die Zeiten der drei Top-Autos lagen konstant innerhalb von drei Zehnteln.

Als es ernst wurde, fehlten Russell im schnelleren der beiden Mercedes 0,643 Sekunden auf die Pole Position von Charles Leclerc und drei Zehntel auf Max Verstappen, der allerdings seinen letzten Versuch wegen eines DRS-Problems abbrechen musste. In den ersten fünf Rennen war der Rückstand auf die Spitze bei einer Sekunde eingefroren. Teamchef Toto Wolff sprach von einem "ordentlichen Schritt". Auf den Startplätzen vier und sechs haben die Mercedes-Fahrer wenigstens einen Red Bull geschlagen.

Der Abstand zu Ferrari und Red Bull ist bei 48 Grad Asphalttemperatur vor allem deshalb gewachsen, weil Hamilton und Russell zu viel Zeit im letzten Sektor verloren. "Zu heiße Reifen", analysierte Chefingenieur Andrew Shovlin kurz und bündig. Möglicherweise haben die Fahrer in ersten beiden Abschnitten zu viel Gas gegeben. Russell führt die Rangliste des ersten Sektors mit 21,936 Minuten an, und Hamilton landete im Mittelabschnitt mit einer nahezu identischen Zwischenzeit wie Carlos Sainz auf Rang drei.

George Russell - GP Spanen 2022
xpb
George Russell startet am Sonntag zwei Positionen vor Lewis Hamilton.

Reifen überhitzen im letzten Sektor

Wolff verteidigte seinen Starpiloten: "Lewis hatte mehr Probleme mit der Balance. Deshalb hat er am Schluss der Runde mehr Zeit verloren als George." Hamilton lamentierte, dass alle Fahrer, die sich beim Abstandhalten in der Aufwärmrunde an die Vorgaben der Rennleitung gehalten hätten, später in der schnelle Runde Probleme mit ihren Reifen bekamen. "Das sollte mal genau untersucht werden."

Das Bouncing war bis auf die Kurven drei und neun verschwunden. Die Änderungen am Unterboden zeigten Wirkung. Die Ingenieure gaben aber auch zu, dass der Circuit de Catalunya das Schaukeln weniger provoziert als andere Strecken. Die ganze Wahrheit werde man wahrscheinlich erst in Baku mit seinen langen Vollgaspassagen erfahren.

Toto Wolff atmete trotzdem auf: "Wir verstehen jetzt, welche Bodenfreiheit wir dem Auto zumuten können. Jetzt können wir endlich mit der regulären Entwicklungsarbeit anfangen und versuchen, das Auto schneller zu machen."

Die Gegner hätten schon viel von ihrem Pulver verschossen. "Wenn wir das Auto und die Reifen noch besser verstehen, dann sollten wir Ferrari und Red Bull einholen können", glaubt Wolff. Konstrukteure der Konkurrenz fürchten. "Wenn Mercedes mal das Potenzial von seinem extremen Konzept ausschöpft, haben die anderen nichts mehr zu lachen." Einziger Schwachpunkt: "Sie sind mit diesem Auto gezwungen, mit minimaler Fahrzeughöhe zu fahren. Sonst funktioniert die Aerodynamik nicht. Ferrari und Red Bull haben da mehr Freiheiten."

George Russell - Mercedes - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 20. Mai 2022
xpb
Kann Mercedes im Rennen um die Podiumsplätze kämpfen?

Im Rennen Angriff auf Ferrari

Lewis Hamilton wirkte erleichtert, auch wenn er erneut im direkten Vergleich mit Russell eine Niederlage einstecken musste: "Zum ersten Mal in dieser Saison fühlte sich das Auto wieder wie ein echtes Rennauto an." Die Startposition sei zwar die gleiche wie vor zwei Wochen in Miami, doch jetzt sei endlich ein Fortschritt zu spüren. "Meine Q2-Bestzeit fühlte sich wie eine Pole Position an." Verbunden mit der Hoffnung: "Jetzt können wir endlich Ideen entwickeln, wo wir mit dem Auto hingehen wollen."

Auch George Russell sieht Licht am Ende des Tunnels: "Das war unsere beste Qualifikation als Team. Jetzt haben wir eine gute Basis, mit der wir arbeiten können. Der Abstand zu Leclerc ist zwar noch groß, doch wir haben etwas Zeit hergeschenkt, weil wir die Reifen nicht perfekt in ihr Arbeitsfenster gebracht haben."

Für das Rennen erwarten sich die Fahrer und die Männer auf der Kommandobrücke von Mercedes eine Steigerung zum Samstag. "Wir sind normalerweise im Rennen besser als auf eine Runde. In den Longruns am Freitag waren wir besser als die Ferrari. Wenn das so bleibt, sollten wir sie schlagen können." Ein Ingenieur warnte jedoch: "Ferrari hat an seinem Renntempo gearbeitet. Leclercs Longrun im dritten Training mit Soft-Reifen sah schon viel besser aus."

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