Formel 1: Wie ist dieses wilde Aerodynamik-Experiment möglich?

Downforce-Experimente für den GP Monaco
Ist das übertrieben oder extrem clever?

GP Monaco 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.06.2026
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Formel 1 - GP Monaco 2026 - Mercedes
Foto: xpb

Auch wenn die großen Zeiten eskalierender Aerodynamik längst vorbei sind, bringt der Gang durch die Boxengasse von Monte-Carlo doch immer wieder erstaunliche Ideen zutage – trotz oder gerade wegen strengerer Reglements. Diese Faustregel setzt sich ebenfalls beim jüngsten Reglement fort.

Der Entwicklungsschwerpunkt sind aktuell die Heckflügel, und nochmal genauer die von der aktiven Aero betroffenen Flächen. Zum einen betrifft es die Verkleidung des Mechanismus, der noch aus DRS-Zeiten bestens bekannt ist. Er sitzt auf dem untersten Blatt.

Zum anderen kann an der Mitte der oberen Flügelplatte fleißig modifiziert werden. Der große Katalysator für die Kreativität scheint das nur in Monaco geltende Verbot der aktiven Aero zu sein. Dadurch greifen derartige Experimente nicht in die diffizile Philosophie der temporären Aero-Einstellung ein.

Formel 1 - GP Monaco 2026 - Red Bull
xpb

Mercedes mit Aero-Skulptur

Die mutigsten Experimente wagen Red Bull und Mercedes. Während die Verstappen-Truppe zwei kleine Flügelchen auf die Mechanismus-Verkleidung montierte, präsentiert ein Heckflügel der Sternentruppe eine komplett andere Lösung. Diese Konstruktion zieht sich von der Hülle auf dem unteren Flügelelement bis zur Mitte des oberen.

Dort ragen über drei Wellen angeordnete Elemente in den Luftstrom. Sie haben allesamt unterschiedliche Winkel. Zusätzlich liefert am vorderen Ansatz noch ein einzelner Flügel weiteren Abtrieb. Mercedes-Starfahrer George Russell erzählte, dass er grundsätzlich ein schwierigeres Wochenende erwarte, ihm die Lösung aber Zuversicht gebe.

Ob die Experimente überhaupt zum Einsatz kommen und ob sie dauerhaft auf den Autos bleiben, wird der Trainingsfreitag (4.6.) zeigen. Angesichts der ohnehin zahlreichen Unbekannten, etwa der graduell reduzierten elektrischen Leistung, steht den elf Teams ein arbeitsreicher Monaco-Auftakt bevor.

Fazit