Formel 1: Ehemaliger F1-Weltmeister Nico Rosberg dankt besonderem Helfer

Ehemaliger F1-Weltmeister erinnert sich
Diesem Mann dankt Rosberg bis heute

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.06.2026
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Nico Rosberg - GP Bahrain 2025 - Formel 1
Foto: xpb

Die Formel 1 steuert auf das nächste interne Duell um den WM-Titel zu. Kimi Antonelli und Georgei Russell kämpften in Montreal (24.5.) hart gegeneinander. Die Mercedes-Piloten wissen um ihre Chance, in diesem Jahr Weltmeister zu werden. Der W17 ist das beste Auto im Feld.

Mit teaminternen Duellen um die Krone des Motorsports kennt man sich bei Mercedes bestens aus. Von 2014 bis 2016 ging es rund bei den Silberpfeilen. Lewis Hamilton und Nico Rosberg bereiteten den Verantwortlichen um Toto Wolff und den Legende Niki Lauda mehrere schlaflose Nächte.

Der letzte Zweikampf liegt mittlerweile zehn Jahre zurück. Rosberg erinnert sich im High-Performance-Podcast an die Zeit als der Stallkrieg entbrannte. Negativer Höhepunkt war der Crash in der ersten Runde beim Grand Prix von Spanien 2016. "Toto hat uns danach einen Vertrag auf den Tisch gelegt, den wir beide unterschreiben mussten. Darin stand, dass ich 50 Prozent des Schadens bezahlen muss, den wir verursachen. Es war egal, wessen Fehler es war. Für einen Crash musste ich dann einmal 360.000 Dollar zahlen. Das hat uns definitiv beruhigt."

Krieg bei Mercedes

Für das Verhältnis zwischen den beiden Kindheitsfreunden war der Barcelona-Unfall nicht förderlich. "Es gab keine Beziehung. Es war richtiger Krieg. Wenn du um die Weltmeisterschaft kämpfst, vernachlässigst du die Freundschaft, um den Titel zu gewinnen. Du verschiebst die Grenzen im Graubereich. Bei Rad-an-Rad-Duellen kannst du nicht der nette Typ sein", unterstreicht der heutige TV-Experte.

"Wir haben nicht miteinander gesprochen." Die Aufgabe hatte dann jemand anderes. "Niki Lauda war der Mediator. Er hat mit uns beiden abwechselnd gesprochen. Danach habe ich es zumindest ein Stück weit eingesehen. Und bei Lewis war es auch so."

Nach dem Karriereende Rosbergs 2016 entspannte sich die Situation mit Hamilton. "Wir gehen neutral miteinander um. Über die Vergangenheit haben wir aber nicht detailliert gesprochen. Es gab einen sehr persönlichen Moment, als ich meine Entscheidung getroffen hatte, aufzuhören."

Lewis Hamilton - Ferrari - GP Australien 2026
xpb

Lob für Hamilton

Während der Familienvater seinen Helm an den Nagel hängte, fährt Hamilton immer noch in der Formel 1: "Ich bin wirklich begeistert. Es ist beeindruckend, wie er sein Umfeld so stabil gestaltet hat, dass er immer noch auf so hohem Level performen kann. Und jetzt hat er bei Ferrari nochmal eine so große Herausforderung angenommen", lobt Rosberg den 41-Jährigen.

"Er muss sich mit Charles Leclerc messen. Der ist einer der schnellsten Rennfahrer der aktuellen Generation. Das wird natürlich eine Herausforderung." Angesprochen auf einen möglichen achten Titel zeigt sich der alte Rivale gönnerhaft: "Ich würde es ihm wünschen. Es wäre großartig, das zu sehen. Ich denke, dass er dieses Jahr ein Rennen gewinnen wird. Aber für den Titel ist dieses Jahr das Auto zu schlecht."

Rosberg & Hamilton - GP Abu Dhabi 2016
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Rosberg dankt Mental-Coach

Vor zehn Jahren suchte sich Nico Rosberg professionelle Hilfe, um dem schnellen Hamilton endlich einen Titel wegzuschnappen. Die ersten Duelle 2014 und 2015 hatte der Engländer für sich entschieden. "Ich habe jeden Tag mehrere Stunden meinen Körper trainiert, aber nie mein Gehirn. Durch Glück bin ich an ihn [einen Sport-Psychologen] gekommen. Wir haben zwei Stunden alle zwei Tage miteinander gearbeitet. Es war härter als jedes körperliche Training. Da ging es um Fokus, Meditation, Atmung und auch um philosophische Grundsatzfragen."

Der Rennfahrer hatte bis zum Schluss immer Zweifel, ob er es schaffen würde: "Ich bin nicht gut genug, ich werde verlieren." Seine größte Chance 2016 nutzte der gebürtige Wiesbadener allerdings. Trotz des Mental-Trainers war die Angst vor dem sportlichen Versagen am Saisonende groß. "Ich musste kein Rennen mehr gewinnen. Ich konnte nur noch verlieren", führt Rosberg seine Gedanken von damals aus.

Dank der Hilfe des Psychologen schaffte es der Ex-Pilot aber doch, Weltmeister zu werden. "Ich hatte mental so hart gearbeitet. Ohne das wäre es noch viel schlimmer gewesen. In der verrücktesten Situation war ich zehn Prozent ruhiger und mehr fokussiert. Ohne das hätte ich den Titel nicht gewonnen. Alles hatte sich auf die letzte Kurve in der letzten Runde zugespitzt. Wäre ich eine Sekunde langsamer gewesen, hätte ich verloren."

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