McLaren MP4-19 - Mercedes-Motor - RM Sothebys 2020 RM Sothebys
McLaren MP4-19 - Mercedes-Motor - RM Sothebys 2020
McLaren MP4-19 - Mercedes-Motor - RM Sothebys 2020
McLaren MP4-19 - Mercedes-Motor - RM Sothebys 2020
McLaren MP4-19 - Mercedes-Motor - RM Sothebys 2020 14 Bilder

Mercedes V10 F1-Motor von 2004

Kraftwürfel zum Schnäppchenpreis

RM Sothebys hat einen originalen Formel-1-Motor von Mercedes versteigert. Das V10-Triebwerk aus dem Jahr 2004 war damals im McLaren MP4-19 verbaut. Wir zeigen die Bilder und verraten, für wie viel Geld das Aggregat den Besitzer wechselte.

In kaum einem anderen Sport wird die gute alte Zeit so romantisiert dargestellt wie in der Formel 1. Dabei ist der Blick in die Vergangenheit oftmals verklärt. Ruft man sich zum Beispiel die jahrelange Dominanz von Schumacher und Vettel mit einhergehender Überholdiät auf der Strecke ins Gedächtnis zurück, dann kann man über die heutigen Rennen nicht wirklich meckern.

Ein Punkt, in dem die Nostalgiker aber unbestritten Recht haben, ist die gute alte Motorentechnik. Moderne 1,6 Liter Turbo-Hybrid-Triebwerke sind ihren Vorgängern zwar in Sachen Leistung, Drehmoment und Effizienz überlegen, was den Sound und die Emotionen angeht, stellte die Abkehr von den Saugmotoren aber einen eindeutigen Rückschritt dar.

Als goldene Ära des Formel-1-Motorenbaus wird immer wieder die Zeit der wilden V10-Triebwerke in den Jahren 1995 bis 2005 genannt. Drehzahlen von bis zu 19.000/min sorgten damals für ein kreischend-brachiales Auspuff-Feuerwerk. Die charakteristische Soundkulisse der Dreiliter-Triebwerke, die durch Mark und Bein ging, war alleine schon das Eintrittsgeld an der Strecke wert.

Mercedes V10 F1-Motor unterm Hammer

Technikfreunde bekommen schon beim Anblick der Zehnzylinder-Aggregate eine Gänsehaut. Für sie hatte RM Sothebys kürzlich genau das richtige Angebot. Das britische Auktionshaus versteigerte am 22. Juli einen originalen Mercedes Formel-1-Motor aus der Saison 2004.

Der knapp 900 PS starke Kraftwürfel, der die Bezeichnung "Mercedes-Benz FO110Q" trug, steckte damals im McLaren MP4-19. Konstruiert wurde der Rennwagen von niemand geringerem als Stardesigner Adrian Newey. Am Steuer saßen David Coulthard und Kimi Räikkönen.

Kimi Räikkönen - GP Bahrain 2004 - Motorschaden
Wilhelm
Leider war der Mercedes-Motor 2004 - vor allem zu Saisonbeginn - nicht sehr standfest.

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle aber auch die mangelnde Zuverlässigkeit – sowohl beim Motor als auch beim Chassis. Sie führte dazu, dass am Ende des Jahres nicht mehr raussprang als Rang fünf in der Teamwertung. Immerhin feierte Räikkönen einen Sieg in Spa-Francorchamps und stand insgesamt vier Mal auf dem Podium.

Auktion bleibt unter den Erwartungen

Für den Antrieb des eigenen Autos ist das Triebwerk übrigens nicht mehr zu gebrauchen. Nach Angaben des Auktionators fehlen dem F1-Motor sowohl Pleuel als auch Kolben. Zu mehr als einem Ausstellungsobjekt für die heimische Wohnung taugt das Mercedes-Technikwunderwerk also nicht.

Vielleicht war das auch der Grund für das bescheidene Auktionsergebnis. RM Sothebys hatte zuvor eigentlich erwartet, dass sich die Gebote zwischen 40.000 und 50.000 Euro einpendeln würden. Am Ende kam das Triebwerk aber für gerade einmal 12.600 Euro unter den Hammer. Ein echtes Schnäppchen also.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Bilder des versteigerten Mercedes V10 Motors.

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