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Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Saudi-Arabien - Jeddah - 24. März 2022 Motorsport Images
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Mattia Binotto - Ferrari - Formel 1 - GP Saudi-Arabien - Jeddah - 24. März 2022 52 Bilder

Mick Schumacher: Erste WM-Punkte in Saudi-Arabien?

Schumacher-Punkte in Saudi-Arabien? „Ich muss es nur machen“

GP Saudi-Arabien 2022

Im Bahrain-Jubel um Kevin Magnussen ging der elfte Platz von Mick Schumacher fast ein wenig unter. Der deutsche Youngster lässt sich aber nicht entmutigen. Mit viel Optimismus geht es in die nächsten Rennen. Schon in Saudi-Arabien soll es endlich mit den ersten WM-Punkten klappen.

Nach vielen Problemen und Rückschlägen in den letzten Jahren gelang Haas in Bahrain ein echter Befreiungsschlag. Der neue VF-22 zeigte sich von Beginn an konkurrenzfähig. Vom Ende des Feldes schoss das US-Team bis ins vordere Mittelfeld. Kevin Magnussen konnte im Auftaktrennen zwischenzeitlich sogar die Pace der Mercedes mitgehen. Am Ende sprang ein sensationeller fünfter Platz heraus.

Mick Schumacher zeigte sich nach dem Rennen erfreut über den Fortschritt seines Teams. Aus persönlicher Sicht lief der Auftakt aber nicht optimal. Auf Rang elf verpasste der deutsche Youngster knapp seine ersten WM-Punkte. Lange Trübsal blasen galt nach der verpassten Chance aber nicht. In Saudi-Arabien präsentierte sich der Pilot zwei Tage nach seinem 23. Geburtstag schon wieder gut gelaunt beim Gespräch mit der Presse.

"Man sollte nicht allzu viel in das erste Rennen interpretieren. Wir hatten ja den Kontakt in der ersten Runde", winkte Schumi Jr. ab. Für den angesprochenen Kontakt war Esteban Ocon verantwortlich. Schumachers Kumpel aus Genf hatte den Haas mit einer kleinen Berührung einmal um die eigene Achse gedreht. Große Vorwürfe gibt es aber nicht: "Da muss man nicht lange darüber reden. Solche Sachen passieren einfach, vor allem im dichten Mittelfeld. Mit besseren Qualifyings kann ich mich da hoffentlich künftig raushalten."

Kevin Magnussen - Haas - Formel 1 - GP Saudi-Arabien - Jeddah - 24. März 2022
Motorsport Images
Schumacher und Magnussen arbeiten gut als Team zusammen.

Magnussen mit spannendem Fahrstil

In der Zeitenjagd am Samstag sieht Schumacher dann auch den größten Knackpunkt des Bahrain-Wochenendes: "Bis zum Qualifying war ich auf einem Level mit Kevin (Magnussen). Dann habe ich leider die Runde etwas versemmelt. Das hat dazu geführt, dass ich nur auf dem zwölften Startplatz stand. Ich sehe aber keinen Grund, warum ich das nicht auch schaffen könnte, was er erreicht hat. Ich muss es nur machen."

Nach einem Jahr mit Nikita Mazepin hat Schumacher mit Magnussen einen harten Knochen als Teamkollegen. Was den Speed angeht, ist der Wikinger eine ganz andere Hausnummer. Allerdings ergeben sich dadurch auch neue Chancen. Schumacher hofft, dass er von der Erfahrung des 29-jährigen Dänen profitieren kann. Magnussen hat in der Vergangenheit schon oft gezeigt, dass er auch mit schlechten Autos viel erreichen kann.

"Es ist sehr spannend, was seinen Fahrstil angeht. Er lässt das Auto einfach funktionieren, das er unter dem Hintern hat. Davon kann ich viel lernen", lobt Schumacher. "Als Teamkollege ist er zudem sehr offen. Er ist vorher Langstrecken-Rennen gefahren, wo er sich mit anderen Fahrern ein Auto geteilt hat. Das hat ihm auch die Möglichkeit gegeben, von anderen zu lernen. Wir tauschen uns extrem stark untereinander aus, damit wir beide schneller werden."

Mick Schumacher - Haas - GP Bahrain 2022 - Sakhir - Formel 1 - Qualifikation
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Bahrain hat das Potenzial des Haas VF-22 schon angedeutet.

Haas-Entwicklung noch nicht am Ende

Am Ende werden die Ergebnisse aber vor allem davon abhängen, wie gut das Auto im direkten Vergleich mit der Konkurrenz funktioniert. Aktuell habe man ein Top-5-Auto, so Schumacher, aber erst beim Europa-Auftakt in Imola könne man sich ein genaueres Bild vom Kräfteverhältnis im Feld machen.

"Wir haben jetzt einen kleinen Vorsprung. Aber wir sind noch nicht fertig mit der Entwicklung. Ich hoffe, dass wir auch weiter mit den Top-Teams kämpfen können. Unsere direkten Gegner werden aber wahrscheinlich die gleichen bleiben wie in Bahrain: Alfa Romeo, Alpine und Alpha Tauri", analysiert Schumacher das Konkurrenzumfeld.

Dass Haas im Entwicklungswettlauf zurückfallen könnte, glaubt der Wahlschweizer nicht: "Wir haben letztes Jahr in der Entwicklung schon so viele Konfigurationen des Autos durchprobieren können. Zusammen mit den Erfahrungen der Tests und des ersten Rennens hat uns das schon eine gute Idee gegeben, in welche Richtung wir weiterentwickeln müssen. Wir haben viel ausprobiert. Jetzt müssen wir die richtigen Teile nur noch zusammenbringen und ans Auto bauen."

Guenther Steiner & Mattia Binotto - GP Bahrain 2022
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Laut Schumacher hat Ferrari den größten Fortschritt beim Motor gemacht.

Ferrari-Tür schließt sich

Beim Haas-Aufschwung mitgeholfen hat auch Ferrari. Der neue Motor aus Maranello ist mehr als konkurrenzfähig. Nach dem PS-Nachteil in den letzten Jahren könnte Haas nun auf den Power-Strecken plötzlich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben: "Ich glaube, dass wir in diesem Bereich den größten Fortschritt gemacht haben. Das spürt man auch im Auto", bedankt sich Ferrari-Junior Schumacher bei den Italienern.

Natürlich lebt bei Schumacher auch immer noch der Traum, selbst einmal im Werksteam aus Maranello zu fahren und damit Vater Michael nachzueifern. Doch mit der bevorstehenden Vertragsunterzeichnung von Carlos Sainz ist die Scuderia-Tür wohl erst einmal für mehrere Jahre geschlossen.

Wenn Schumacher in absehbarer Zeit selbst um WM-Titel kämpfen will, muss er sich woanders umsehen. "Es ist natürlich wichtig, mit jedem Top-Team zu reden", zeigt sich der Pilot entspannt. "Zuerst kommt es aber auf die eigene Leistung an. Ich muss schauen, dass ich bei Haas mein Bestes gebe. Der Rest wird dann folgen."

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