Ferrari Luce auf Social Media: Großkonzerne dissen den E-Ferrari

Ferrari Luce auf Social Media
Großkonzerne dissen den E-Ferrari

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.06.2026
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Kaum vorgestellt, sorgt der neue Ferrari Luce weltweit für Diskussionen. Dabei stehen weniger die technischen Daten des ersten vollelektrischen Ferraris im Mittelpunkt als vielmehr sein Design. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich rund um das Fahrzeug eine ungewöhnlich breite Debatte, die weit über die klassische Automobilpresse hinausreicht. Ehemalige Ferrari-Verantwortliche äußern sich kritisch, Unternehmen greifen das Thema in ihren Social-Media-Kanälen auf, und in der internationalen Auto-Community entstehen zahlreiche Vergleiche und Diskussionen.

Die ersten kritischen Reaktionen folgen direkt auf die Präsentation. Eine davon kommt von Luca di Montezemolo, der die Marke über Jahrzehnte geprägt hat. Der ehemalige Ferrari-Präsident äußert sich laut mehreren Medienberichten sehr deutlich: "Wenn ich sagen würde, was ich wirklich denke, würde ich Ferrari verletzen.” Als einzigen Vorteil des Wagens betont er, dass nicht einmal die Chinesen versuchen würden, das zu kopieren. Zusätzlich warnt er vor der "Zerstörung der Legende” und merkt an, man solle das springende Pferd von dem Fahrzeug entfernen.

Großkonzerne mischen sich ein

Und als ob das nicht schon genug wäre, greifen inzwischen auch Großkonzerne, die eher weniger mit dem Thema Automobil zu tun haben, den Luce in Social-Media-Posts auf. Etwa der Schweizer Schokoladenhersteller Toblerone. Auf dem offiziellen Instagram-Account veröffentlicht das Unternehmen eine digital veränderte Toblerone-Schokolade, deren charakteristische Dreiecksform fehlt. Stattdessen sind die Kanten rundlich. Das Zitat im Bild lautet: "Das wird nicht passieren. Wir werden unsere Kanten behalten." Die Anspielung bezieht sich auf das Design des Luce, was Toblerone mit der Farbe der Verpackung nochmals unterstreicht.

Selbst Lidi mischt inzwischen mit. Der deutsche Discounter veröffentlicht auf Instagram eine Gegenüberstellung des Ferrari Luce mit einem Einkaufswagen. Über dem Ferrari steht der Text "Ein Wagen", während der Einkaufswagen als "Ein schöner Wagen" beschrieben ist. Die Bildunterschrift des Posts lautet: "Kostet viel Geld – Spart viel Geld.

Teilweise beteiligen sich auch Automobilgrößen an der Diskussion, allerdings etwas subtiler – etwa im Fall von Mazda. Der japanische Hersteller veröffentlicht ebenfalls auf Instagram einen Beitrag vom Mazda Luce aus dem Produktionszeitraum 1966 bis 1973. Trotz der identischen Modellbezeichnung deutet derzeit nichts mehr auf einen Konflikt hin. Die Hintergründe zur Namensgebung und Patentanmeldung haben wir bereits in einem separaten Beitrag beleuchtet. Dennoch hat es sich Mazda nicht nehmen lassen, noch einmal in diese Kerbe zu schlagen – eben mit besagtem Post, unter dem schlicht steht: "Hat jemand Luce gesagt?”

Die Meinung der Community

Selbstverständlich lässt dieses Ereignis auch die Ferrari- und Automobilfans nicht kalt. Sie nehmen sich das Thema mit viel Humor und Kreativität vor. Ein viel geteilter Instagram-Beitrag des finnischen Accounts "kauppaneuvos_laatu" stellt den Ferrari Luce dem Fiat Multipla gegenüber. Die Bildsprache erinnert an eine bekannte Szene aus dem Kinofilm "Der König der Löwen". Die finnische Bildunterschrift lautet übersetzt etwa "Der Ferari Luce scheint den Fiat Multipla als hässlichstes Auto der Welt abzulösen”.

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Ein weiteres Beispiel stammt vom Account "monteverdi375". Hier ist die Heckansicht des Ferraris zu sehen, im Vergleich mit AMGs viertürigem GT und einer Herdplatte von AEG. Der Beitrag nimmt damit das Design der Rückleuchten auf und zieht den Vergleich mit einem Kochfeld der Haushaltsmarke AEG. Auch diesen Post haben die User mehrfach geteilt und kommentiert.

Unabhängig davon, welche Meinung jeder Einzelne zu diesem Fahrzeug hat, eines scheint sich jetzt schon abzuzeichnen: Der Luce könnte noch eine ganze Weile lang in aller Munde sein, auch über den Rand der Automobilwelt hinaus.

Fazit