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Vorschau GP Italien

Endlich wieder ein Ferrari-Heimsieg?

Die Formel 1 verabschiedet sich mit dem Klassiker in Monza aus Europa. Ferrari will die Tifosi mit einem Heimsieg beglücken, auf den sie schon seit 2010 warten. Wir blicken voraus auf den Klassiker im italienischen Highspeed-Tempel.

Der Bann ist gebrochen. Ferrari hat in Spa-Francorchamps endlich den ersten Saisonsieg gefeiert. Beim Heimspiel in Monza soll nun am besten gleich der Zweite folgen. Die Fans hätten mal wieder einen Scuderia-Erfolg auf italienischem Boden verdient. Für den letzten Heimsieg zeigte sich Fernando Alonso 2010 verantwortlich.

So gut wie in diesem Jahr standen die Chancen lange nicht mehr. Der Grand Prix von Belgien hat der Konkurrenz den Power- und Top-Speed-Vorteil von Ferrari eindrücklich vor Augen geführt. Und Monza besteht bekanntlich fast nur aus Geraden. Da können sich Charles Leclerc und Sebastian Vettel gar nicht gegen die Favoritenrolle wehren.

Einzig das Wetter könnte die rote Party vermiesen. Nach letzten Vorhersagen soll es das ganze Rennwochenende immer mal wieder regnen. Immerhin liegen die Temperaturen mit knapp über 20°C im moderaten Bereich. Das hat Ferrari schon in Spa dabei geholfen, den Reifenverschleiß einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Die Strecke: Autodromo Nazionale di Monza

5,793 Kilometer lang, über 80 Prozent Vollgasanteil und Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 260 km/h (Quali) – Monza ist vor allem schnell. Neben den Motoren sind auch die Bremsen stark belastet. Vier Mal geht es pro Runde aus mehr als 300 km/h in die Eisen. Das ungewöhnliche Layout, das eigentlich nur aus Geraden besteht, die durch drei Kurven und drei Schikanen unterbrochen werden, ist immer wieder Garant für Action.

Der erste Bremspunkt liegt erst 450 Meter hinter der Pole Position. In der Schikane wird es am Start immer ganz eng. Unfälle sind hier die Regel und nicht die Ausnahme. Die beiden DRS-Zonen befinden sich auf der Zielgerade und dem Vollgasstück zwischen Lesmo 2 und der Ascari-Schikane. Die Fans können sich hier jedes Jahr auf heiße Windschattenschlachten freuen.

Fast Facts zum GP Italien

  • Streckenlänge: 5,793 Kilometer
  • Rundenzahl: 53
  • Gesamtdistanz: 306,720 Kilometer
  • Anzahl Kurven: 11 (4 links, 7 rechts)
  • Rundenrekord: 1.21,046 min (Barrichello, 2004)
  • Pirelli-Reifen: C2, C3 & C4
  • Distanz Pole-Position zum Scheitelpunkte von Kurve 1: 450,7 Meter
  • Länge Boxengasse unter Speed-Limit: 417,8 Meter
  • Durchfahrszeit bei 80 km/h: 18,8 Sekunden
Pirelli Infografik GP Italien 2019
Pirelli
Pirelli bringt die drei mittleren Mischungen C2, C3 und C4. Mangels schneller Kurven erwarten wir aber wie üblich ein Einstopp-Rennen in Monza.

Setup:

In Monza zählt fast nur der Topspeed. Die Autos werden deshalb mit ultraschmalen Flügeln bestückt, die möglichst wenig Luftwiderstand produzieren. Theoretisch könnten die Rennwagen auch ohne Heckflügel fahren, sagen Ingenieure. Der Unterboden generiert dafür genügend Anpressdruck. Ohne den gewohnten Grip wird es für die Piloten in den wenigen Kurven umso schwieriger, die Ideallinie zu treffen. Und in Monza lauern fast überall tiefe Kiesbetten.

Neben dem kräftigen Motor zählen vor allem auch Traktion und Bremsstabilität. Das Fahrwerk darf deshalb nicht ganz nach unten geschraubt werden. Wer schnelle Rundenzeiten erzielen will, muss die hohen Randsteine mit in die Linie einbeziehen. Wichtig ist vor allem der Grip auf der Vorderachse. In den rechtwinkligen Kurven neigen die Autos sonst schnell zum Untersteuern.

Updates:

Viele Teams bauen für das Rennen in Monza ganz spezielle Aero-Pakete, die auf die radikale Reduzierung von Luftwiderstand ausgelegt sind. Die Flügel wandern nach nur einem Rennen in die Tonne, weil sie auf anderen Kursen nicht brauchbar sind. Auch Power ist ein wichtiges Thema. Die beiden Ferrari-Piloten werden (straffrei) neue Motoren einbauen. Auch Max Verstappen und Lando Norris werden wohl frische Triebwerke einsetzen. Bei beiden drohen Strafversetzungen.

Favoriten:

Wie eingangs schon erwähnt, ist Monza das einzige Rennen in diesem Jahr, zu dem Ferrari als Favorit anreist. Der Power-Vorteil der roten Raketen auf den langen Geraden dürfte für die Konkurrenz nur schwer in den wenigen Kurven zu kompensieren sein. Abschreiben darf man Mercedes und vor allem Lewis Hamilton aber natürlich nicht. Beim Auswärtsspiel in Monza ist der Brite immer besonders motiviert. Hamilton gewann vier der letzten fünf Rennen im Autodromo.

Hinter Mercedes und Ferrari sind Vorhersagen schwierig. Monza ist durch das extreme Streckenlayout so besonders, dass man immer mit Überraschungen rechnen muss. Red Bull dürfte sich wegen des PS-Defizits des Honda-Motors schwer tun, die Mittelfeldkonkurrenz hinter sich zu halten. Racing Point ist traditionell stark in Monza. Aber auch Alfa Romeo haben wir auf der Rechnung für fette Punkte. Toro Rosso und Williams erwarten wir dagegen eher am Ende des Feldes.

Vettel & Hamilton - GP Italien 2018
sutton-images.com
Mit einem Dreher in der Startrunde verabschiedete sich Sebastian Vettel vor 12 Monaten aus dem Kampf um den Monza-Sieg.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Italien 2018

Im Vorjahr konnten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel ihre roten Autos in die erste Startreihe stellen. Doch am Ende jubelte wieder Lewis Hamilton. In der Startrunde setzte sich der spätere Weltmeister zunächst robust gegen Vettel durch. Der Heppenheimer drehte sich in der zweiten Schikane und musste mit beschädigtem Frontflügel an die Box.

Um Räikkönen an der Spitze zu halten, setzten die Ferrari-Strategen auf einen frühen Stopp. Doch die Reifen hielten den langen zweiten Stint nicht durch. Mit Blasen auf der Lauffläche hatte der Iceman acht Runden vor Schluss keine Chance, sich gegen die Attacke von Hamilton zu verteidigen.

Auf Rang drei rollte Max Verstappen über die Linie. Doch der Holländer hatte sich im Duell gegen Valtteri Bottas zwischenzeitlich aber etwas zu hart verteidigt. Von den Kommissaren setzte es eine 5-Sekunden-Strafe, die Verstappen am Ende nicht nur hinter Bottas, sondern auch noch hinter Vettel auf Rang fünf zurückwarf. Der Deutsche konnte nach dem Dreher in Runde eins mit einer Zweistopp-Strategie erfolgreich Schadensbegrenzung betreiben.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Highlights vom GP Italien aus dem Vorjahr.

Zeitplan GP Italien 2019

Sitzung Start (MEZ)
Freies Training 1 1. Training – Fr. 6. September – 11.00 Uhr
Freies Training 2 2. Training – Fr. 6. September – 15.00 Uhr
Freies Training 3 3. Training – Sa. 7. September – 12.00 Uhr
Qualifying Qualifying – Sa. 7. September – 15.00 Uhr
Rennen Rennen – So. 8. September – 15.10 Uhr
Motorsport Aktuell Ferrari - Formel 1 - GP Belgien 2018 Power Ranking GP Belgien 2018 Ferrari schockt Mercedes

Endlich hat Ferrari seine Stärken ausgespielt.

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