Marktübersicht Plug-in Hybrid-Autos in Deutschland

Alle PHEV – Zahlen, Daten, Infos

Kia Optima 2.0 GDI Plug-in Details Foto: Hans-Dieter Seufert 28 Bilder

Wir stellen alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Plugin-in-Hybridmodelle mit Bildern, Daten, Infos und Preisen vor. In der übersichtlichen Tabelle verlinken wir außerdem die entsprechenden Tests und Fahrberichte.

Tanken Sie noch oder laden Sie schon? Plugin-Hybride (PHEV, Plug-in Hybrid Electric Vehicle) sind auf dem Weg zum rein elektrischen Fahren die letzte Vorstufe. Sie vereinen die Reichweitensicherheit eines Verbrenner-Pkw mit der abgasfreien Kurzstrecken-Mobilität eines E-Autos.

Range Rover Sport PHEV Foto: Land Rover
Bei großen SUV helfen die PHEV zum reduzieren des Flottenverbrauchs

Vor allem die europäischen Hersteller setzen aktuell klar auf die Plug-in-Technik, hier sind es wiederum in erster Linie die Premium-Marken, welche ihr Heil im Ladekabel suchen. Die Gründe dafür sind nicht nur ökologischer Natur. Denn die je nach Modell auf Strecken bis zu 50 Kilometer emissionsfrei fahrenden Plug-in-Hybrid-Pkw bringen auch kräftige Pluspunkte gegenüber dem Gesetzgeber in Sachen Flottenverbrauch und CO2-Grenzwerte. So wundert es wenig, dass speziell bei den großen Luxus-SUV eine bemerkenswerte Innovationsfreude hinsichtlich der PHEV-Technik an den Tag gelegt wird.

PHEV-Vorteile in „Zonen“

Wirkliche Vorteile gegenüber den starken Dieselmodellen, aber auch konventionellen Hybriden, können die teuren Boliden vom Schlage eines Range Rover P400e jedoch allenfalls in limitierten Umweltzonen herausfahren. Die Londoner Innenstadt dürfte der Q7 e-tron beispielsweise gebührenfrei befahren, während mit einem kleinen Audi A3 bis zu 18 Euro „Congestion Charge“-Gebühren pro Tag anfallen. Die zunehmende Debatte um Diesel-Fahrverbote nicht nur in Deutschland befeuert das Thema zusätzlich.

Weil es allerdings etwas bizarr erscheinen mag, Zweitonner-SUV mit Preisen jenseits der 80.000-Euro-Marke als Lösung für den innerstädtischen Individualverkehr der Zukunft zu propagieren, ist es für normalsterbliche Autofahrer am unteren Ende unseres Kataloges interessanter. Doch selbst hier zeigt sich, warum der Plug-in-Hybrid nach wie vor ein Problem hat. Die Fahrzeuge sind, bedingt vor allem durch die Akkus und deren Ladetechnik, nach wie vor erheblich teurer als normale Verbrenner-Pkw. So sind selbst für den derzeit günstigsten PHEV in Deutschland, den Hyundai Ioniq, 30.000 Euro fällig, der Ioniq mit Standard-Hybrid ist bereits für 24.200 Euro zu haben.

Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid, Exterieur Foto: Dino Eisele
Die Konkurrenz holt auf: vor allem die Koreaner starten aktuell eine Hybrid-Offensive.

Plug-in-Hybrid bleibt Luxus

Auch an dieser Stelle lohnt sich ein Blick zum Hybrid-Pionier Toyota. Beim Prius 3 kostete es über 8.000 Euro Aufpreis, um im Idealfall 20-25 Kilometer weit rein elektrisch zurücklegen zu können. Entsprechend homöopathisch gestaltete sich bislang der Absatz. Den bis Ende 2015 rund 3,6 Millionen verkauften Prius Hybrid standen zum gleichen Zeitpunkt gerade einmal rund 75.000 Prius Plugin-Versionen (seit 2012) gegenüber, weltweit. Dass Toyota angesichts dieser Erfahrung keine übermäßige Eile hatte, den neuen Prius auch als PHEV vorzustellen, wunderte kaum. Der Prius Plug-in kam mit einem Jahr Verspätung und kostet aktuell mindestens 9.100 Euro mehr als der normale Prius Hybrid.

Plugin-Hybrid-Katalog: Daten und Preise

So bleibt die Plug-in-Technik bei nüchterner Betrachtung ein Fall für Geschäftsleute, Firmenleasing und Eigenheimbesitzer, denn auch die Verfügbarkeit des benötigten Ladestroms gilt es mit zu planen. Innenstadt-Laternenparker sind mit einem regulären Hybrid-Modell ohne teuren Plug-in-Speicher-Akku aktuell besser beraten. Dies kann sich künftig mit günstigeren Akkupreisen und innovativer Ladetechnik beispielsweise per Induktion auch noch ändern – wenn dann die reinen E-Autos nicht schon uneinholbar davongefahren sind.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen alle aktuell in Deutschland angebotenen Plug-in-Hybrid-Pkw mit Daten und Preisen. In der Tabelle finden Sie außerdem Links zu den einzelnen Fahrzeugen in Tests und Fahrberichten.

Plug-in-Hybride in der Übersicht

Klasse Fahrzeug Preis Elektrische Reichweite
Kompaktwagen: grüne Einstiegsmodelle
Audi A3 e-tron ab 39.400 Euro 50 km
BMW 225xe Active Tourer iPerformance ab 39.150 Euro 41 km
Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid ab 29.900 Euro 50 km
Toyota Prius Plug-in-Hybrid ab 37.550 Euro 50 km
VW Golf GTE ab 36.900 Euro 50 km
Komaptke SUV: saubere Trendsetter
Mini Countryman Plug-In Hybrid ab 36.500 Euro 41 km
Mercedes GLC 350 e 4Matic ab 53.110 Euro 34 km
Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid ab 39.990 Euro 54 km
Kia Niro Plug-in-Hybrid ab 32.350 Euro 55 km
Volvo XC60 T8 Twin Engine AWD ab 69.270 Euro
Mittelklasse: alternative Dienstwagen
BMW 330e iPerformance ab 45.650 Euro 39 km
Kia Optima Plug-in-Hybrid ab 40.490 Euro 54 km
Mercedes C 350 e T ab 52.717 Euro 31 km
Volvo V60 D6 Twin Engine AWD ab 57.250 Euro 50 km
VW Passat Variant GTE ab 44.250 Euro 50 km
Obere Mittelklasse: Premium-Sparer
BMW 530e iPerformance ab 53.600 Euro 45 km
Mercedes E 350 e ab 59.440 Euro 33 km
Volvo S/V90 T8 Twin Engine AWD ab 69.240 Euro 43 km
Oberklasse: nachhaltiger Luxus
BMW 740e iPerformance ab 96.600 Euro 45 km
Porsche Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo ab 112.075 Euro 51 km
Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid ab 185.735 Euro 50 km
Große SUV: Power und Platz
Audi Q7 e-tron Quattro ab 82.300 Euro 56 km
BMW X5 xDrive 40e iPerformance ab 71.600 Euro 31 km
Mercedes GLE 500 e 4Matic ab 74.554 Euro 30 km
Range Rover P400e ab 118.700 Euro 51 km
Range Rover Sport P400e ab 87.100 Euro 51 km
Volvo XC90 T8 Twin Engine ab 74.650 Euro 43 km
Sportwagen: Öko-Flitzer
BMW i8 ab 138.000 Euro 37 km
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