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Marktübersicht Plug-in Hybrid-Autos in Deutschland

Alle PHEV – Zahlen, Daten, Infos

Kia Optima 2.0 GDI Plug-in Details Foto: Hans-Dieter Seufert 28 Bilder

Wir stellen alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Plugin-in-Hybridmodelle mit Bildern, Daten, Infos und Preisen vor. In der übersichtlichen Tabelle verlinken wir außerdem die entsprechenden Tests und Fahrberichte.

18.02.2018 Torsten Seibt

Tanken Sie noch oder laden Sie schon? Plugin-Hybride (PHEV, Plug-in Hybrid Electric Vehicle) sind auf dem Weg zum rein elektrischen Fahren die letzte Vorstufe. Sie vereinen die Reichweitensicherheit eines Verbrenner-Pkw mit der abgasfreien Kurzstrecken-Mobilität eines E-Autos.

Range Rover Sport PHEV Foto: Land Rover
Bei großen SUV helfen die PHEV zum reduzieren des Flottenverbrauchs

Vor allem die europäischen Hersteller setzen aktuell klar auf die Plug-in-Technik, hier sind es wiederum in erster Linie die Premium-Marken, welche ihr Heil im Ladekabel suchen. Die Gründe dafür sind nicht nur ökologischer Natur. Denn die je nach Modell auf Strecken bis zu 50 Kilometer emissionsfrei fahrenden Plug-in-Hybrid-Pkw bringen auch kräftige Pluspunkte gegenüber dem Gesetzgeber in Sachen Flottenverbrauch und CO2-Grenzwerte. So wundert es wenig, dass speziell bei den großen Luxus-SUV eine bemerkenswerte Innovationsfreude hinsichtlich der PHEV-Technik an den Tag gelegt wird.

PHEV-Vorteile in „Zonen“

Wirkliche Vorteile gegenüber den starken Dieselmodellen, aber auch konventionellen Hybriden, können die teuren Boliden vom Schlage eines Range Rover P400e jedoch allenfalls in limitierten Umweltzonen herausfahren. Die Londoner Innenstadt dürfte der Q7 e-tron beispielsweise gebührenfrei befahren, während mit einem kleinen Audi A3 bis zu 18 Euro „Congestion Charge“-Gebühren pro Tag anfallen. Die zunehmende Debatte um Diesel-Fahrverbote nicht nur in Deutschland befeuert das Thema zusätzlich.

Weil es allerdings etwas bizarr erscheinen mag, Zweitonner-SUV mit Preisen jenseits der 80.000-Euro-Marke als Lösung für den innerstädtischen Individualverkehr der Zukunft zu propagieren, ist es für normalsterbliche Autofahrer am unteren Ende unseres Kataloges interessanter. Doch selbst hier zeigt sich, warum der Plug-in-Hybrid nach wie vor ein Problem hat. Die Fahrzeuge sind, bedingt vor allem durch die Akkus und deren Ladetechnik, nach wie vor erheblich teurer als normale Verbrenner-Pkw. So sind selbst für den derzeit günstigsten PHEV in Deutschland, den Hyundai Ioniq, 30.000 Euro fällig, der Ioniq mit Standard-Hybrid ist bereits für 24.200 Euro zu haben.

Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid, Exterieur Foto: Dino Eisele
Die Konkurrenz holt auf: vor allem die Koreaner starten aktuell eine Hybrid-Offensive.

Plug-in-Hybrid bleibt Luxus

Auch an dieser Stelle lohnt sich ein Blick zum Hybrid-Pionier Toyota. Beim Prius 3 kostete es über 8.000 Euro Aufpreis, um im Idealfall 20-25 Kilometer weit rein elektrisch zurücklegen zu können. Entsprechend homöopathisch gestaltete sich bislang der Absatz. Den bis Ende 2015 rund 3,6 Millionen verkauften Prius Hybrid standen zum gleichen Zeitpunkt gerade einmal rund 75.000 Prius Plugin-Versionen (seit 2012) gegenüber, weltweit. Dass Toyota angesichts dieser Erfahrung keine übermäßige Eile hatte, den neuen Prius auch als PHEV vorzustellen, wunderte kaum. Der Prius Plug-in kam mit einem Jahr Verspätung und kostet aktuell mindestens 9.100 Euro mehr als der normale Prius Hybrid.

Plugin-Hybrid-Katalog: Daten und Preise

So bleibt die Plug-in-Technik bei nüchterner Betrachtung ein Fall für Geschäftsleute, Firmenleasing und Eigenheimbesitzer, denn auch die Verfügbarkeit des benötigten Ladestroms gilt es mit zu planen. Innenstadt-Laternenparker sind mit einem regulären Hybrid-Modell ohne teuren Plug-in-Speicher-Akku aktuell besser beraten. Dies kann sich künftig mit günstigeren Akkupreisen und innovativer Ladetechnik beispielsweise per Induktion auch noch ändern – wenn dann die reinen E-Autos nicht schon uneinholbar davongefahren sind.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen alle aktuell in Deutschland angebotenen Plug-in-Hybrid-Pkw mit Daten und Preisen. In der Tabelle finden Sie außerdem Links zu den einzelnen Fahrzeugen in Tests und Fahrberichten.

Plug-in-Hybride in der Übersicht

KlasseFahrzeugPreisElektrische Reichweite
Kompaktwagen: grüne Einstiegsmodelle
Audi A3 e-tronab 39.400 Euro50 km
BMW 225xe Active Tourer iPerformanceab 39.150 Euro41 km
Hyundai Ioniq Plug-in-Hybridab 29.900 Euro50 km
Toyota Prius Plug-in-Hybridab 37.550 Euro50 km
VW Golf GTEab 36.900 Euro50 km
Komaptke SUV: saubere Trendsetter
Mini Countryman Plug-In Hybridab 36.500 Euro41 km
Mercedes GLC 350 e 4Maticab 53.110 Euro34 km
Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid ab 39.990 Euro54 km
Kia Niro Plug-in-Hybridab 32.350 Euro55 km
Volvo XC60 T8 Twin Engine AWDab 69.270 Euro
Mittelklasse: alternative Dienstwagen
BMW 330e iPerformanceab 45.650 Euro39 km
Kia Optima Plug-in-Hybridab 40.490 Euro54 km
Mercedes C 350 e Tab 52.717 Euro31 km
Volvo V60 D6 Twin Engine AWDab 57.250 Euro50 km
VW Passat Variant GTEab 44.250 Euro50 km
Obere Mittelklasse: Premium-Sparer
BMW 530e iPerformanceab 53.600 Euro45 km
Mercedes E 350 eab 59.440 Euro33 km
Volvo S/V90 T8 Twin Engine AWDab 69.240 Euro43 km
Oberklasse: nachhaltiger Luxus
BMW 740e iPerformanceab 96.600 Euro45 km
Porsche Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismoab 112.075 Euro51 km
Porsche Panamera Turbo S E-Hybridab 185.735 Euro50 km
Große SUV: Power und Platz
Audi Q7 e-tron Quattroab 82.300 Euro56 km
BMW X5 xDrive 40e iPerformanceab 71.600 Euro31 km
Mercedes GLE 500 e 4Maticab 74.554 Euro30 km
Range Rover P400eab 118.700 Euro51 km
Range Rover Sport P400eab 87.100 Euro51 km
Volvo XC90 T8 Twin Engineab 74.650 Euro43 km
Sportwagen: Öko-Flitzer
BMW i8ab 138.000 Euro37 km
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ioopaas134 27. Februar 2018, 21:46 Uhr
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