VW Golf VIII Infotainment Bug Software auto motor und sport
VW Golf VIII Infotainment Bug Software
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VW Golf VIII Infotainment Bug Software 48 Bilder

Software-Update: VW ruft 56.000 Golf VIII zurück

VW ruft 56.000 Golf VIII in die Werkstatt Schon 5.200 Golf mit Software-Update

Die Software des Golf 8 machte anfangs Probleme. Eine neue Version findet seit August 2020 in der Produktion Verwendung. Von den rund 560.000 Golf VIII aus dem Bestand wurden bis jetzt über 5.000 aktualisiert.

Der Golf 8 hatte eine holprigen Start. Einen kompletten Systemwechsel der Elektronikplattform wie beim ID.3 wagte Volkswagen bei seinem Bestseller zwar nicht, aber schon vor dem Serienanlauf sorgten die immer komplexeren Softwarefunktionen vor allem im Modularen Infotainmentbaukasten (MIB II) für Probleme und Verzögerungen. Die höherwertigen Ausstattungsvarianten bot VW zu Beginn nicht an. Mitte Mai 2020 mussten die Wolfsburger gar die Produktion anhalten: Man habe "im Rahmen von internen Untersuchungen festgestellt, dass es bei einzelnen Fahrzeugen des Modells Golf 8 zu einer nicht verlässlichen Datenübertragung der Software am Steuergerät der Online-Connectivity-Unit (OCU3) kommen kann. Infolgedessen kann die vollumfängliche Funktion des eCall/Notruf-Assistenten nicht gewährleistet werden". Mehrere tausend Autos musste VW zurückrufen.

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Infotainment-Tiefschlaf im Testwagen

Unabhängig davon zeigte das Infotainment im Golf 8 der ersten neun Produktions-Monate etliche Fehlfunktionen. Auch in einem Testwagen von auto motor und sport schmierte das System ab und verabschiedete sich in einen länger anhaltenden inhaltsarmen Tiefschlaf. Im August 2020 konnte VW endlich eine stabilere Software in der Produktion verwenden.

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Der Golf 8 im Test bei auto motor und sport im Frühsommer 2020: Das Infotainment-System stürzte ab.

Die bis dahin ausgelieferten Golf VIII sollten eigentlich noch 2020 ein entsprechendes Software-Update erhalten. Ab dem 11. Januar 2021 begannen VW-Händler ihre Kunden anzuschreiben und bieten eine kostenlose Service-Aktion an, während der die Werkstatt eine neue Software aufspielt und bei einigen Mild-Hybrid-Versionen sogar das Gateway-Steuergerät tauscht. Das betrifft 7.400 Fahrzeuge. Durchschnittlich werde die Prozedur etwa fünf Stunden in Anspruch nehmen, so ein VW-Sprecher – muss das Steuergerät getauscht werden, dauert es deutlich länger. Allerdings ist es selbst beim Software-Update nicht mit einmal Anstöpseln und Aufspielen getan – offenbar müssen auch hier verschiedenen Steuergeräte angesprochen werden. Darum sollen die Kunden ihr Fahrzeug morgens bringen und abends wieder abholen. Für die Dauer des Werkstattaufenthalts stellt VW einen Ersatzwagen zur Verfügung. Die Aktion ist für die Kunden freiwillig sowie kostenlos und nicht mit einem offiziellen Rückruf durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) zu verwechseln. Denn die Fehlfunktionen sind allesamt nicht sicherheitsrelevant.

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Der Bug im Testwagen betraf auch die Bedienung des Spurhalteassistenten.

Zusätzlich prüft Volkswagen derzeit, ob sich der Slider zur Lautstärkeverstellung unterhalb des Displays beleuchten lässt. Das Bedienelement geriet vielfach in die Kritik, weil es bei Dunkelheit praktisch nicht zu erkennen ist und daher nahezu unbedienbar ist. Eine technische Lösung ist in Sicht und wird nach Informationen von auto-motor-und-sport.de zur Modellpflege 2023 eingeführt.

312.000 Golf VIII ausgeliefert

Betroffen sind insgesamt 56.000 Fahrzeuge, die von Herbst 2019 bis zur Kalenderwoche 29 des Jahres 2020 vom Band liefen. Davon sind 13.000 Mild-Hybride. 26.000 der 56.000 gehören deutschen Kunden, 30.000 fahren in anderen Märkten Europas. Volkswagen bestätigte auf Nachfrage von auto-motor-und-sport.de, dass non den 26.000 "deutschen" Golf VIII inzwischen rund 20% bei Händlern mit den entsprechenden Updates versorgt wurden. Sprich: 5200 Golf-Fahrer haben jetzt hoffentlich deutlich weniger Probleme mit ihren digitalen Assistenten. Insgesamt hat VW im Corona-Jahr 2020 in Europa 312.000 VW Golf 8 ausgeliefert, davon 139.000 in Deutschland. Damit war der Golf trotz aller Probleme auf beiden Märkten das meistverkaufte Modell.

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Fazit

Nach schwerem Start kommt der Golf 8 in Schwung und mausert sich wie seine Vorgänger zum Bestseller, obwohl unter 20.000 Euro gar nichts mehr geht. Für solche Preise dürfen die Kunden einwandfreie Funktionen erwarten. Gut, dass VW diese jetzt in einer kostspieligen Aktion sicherstellt. Erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, schließlich ist die neue Software seit August 2020 einsatzbereit.

Das zeigt wie auch die Probleme beim ID.3, dass Software und Elektronikstruktur aktuell die größten technischen Herausforderungen für Volkswagen sind, wie Konzernchef Herbert Diess nicht müde wird zu betonen.

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