BAM Electric UTV USA BAM
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BAM Electric UTV USA 9 Bilder

BAM Electric UTV USA Volle Pulle ins Gemüse - aber elektrisch!

Ein neues Start-up in den USA will den ultimativen Offroad-Racer bauen. Und damit auch gleich eine eigene Rennserie starten – natürlich vollelektrisch.

Im an Ankündigungen gewiss nicht armen E-Fahrzeug-Segment geht ein neuer Spieler auf Kundensuche: BAM nennt sich das Start-up aus Phoenix, Arizona, und bereits der Name ist recht selbstbewusst. Die Abkürzung steht für "Battle Approved Motors", auf Deutsch mit "schlachterprobte Fahrzeuge" zwar holprig, aber sinngemäß übersetzt.

Den Beweis für die kampftaugliche Realisierung des Projekts will BAM allerdings noch ein bisschen hinausschieben, 2022 sollen die ersten Fahrzeuge rollen. Derzeit existiert das BAM UTV (UTV steht für "Utility Vehicle") nur als Computergrafik. BAM möchte mit diesem Ausblick Unterstützer gewinnen, auf einer Funding-Plattform sucht das Unternehmen nach Sponsoren und Großinvestoren.

Mix aus Ferrari und Tesla

Was diese Geldgeber dafür bekommen sollen, beschreibt BAM wörtlich so: "Ein Mix aus Ferrari und Tesla im Gelände". Rein optisch ist das Fahrzeug auf den Bildern allerdings mehr einem Baja-Racer nachempfunden als einem Sportwagen aus Maranello, und es soll auch eher in einem solchen Kontext auftreten: Möglichst schnell durchs Gemüse.

Zu diesem Zweck will BAM eine eigene Offroad-Veranstaltungsreihe starten und damit in Konkurrenz zu den in den USA bereits etablierten UTV-Rennserien gehen, die vor allem bei Nachwuchsfahrern recht beliebt sind. Üblicherweise sind UTV Abkömmlinge der hierzulande auch als "Quad" bekannten ATV, kompakter als ein Geländewagen, aber für zwei nebeneinander sitzende Personen geeignet. Modelle wie die Side-by-Side-Fahrzeuge von Yamaha sind dabei bereits längst mit mächtig Alarm im Gelände unterwegs.

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Eine Computerdarstellung des Cockpits gibt es schon.

Wie BAM diesen von mehreren renommierten Herstellern angebotenen und teils deutlich über 100 PS starken Leichtgewicht-Geländeracern Paroli bieten möchte, ist derzeit noch Verschlusssache. Technische Daten, Leistungswerte oder ein ungefährer Preis – all das will BAM aktuell nicht verraten. Nur soviel, dass das neue UTV eben elektrisch angetrieben sein soll.

Lediglich eine Grafik des versprochenen Cockpits lässt ein paar Details erkennen: Ein Lenkrad wie im Rennsport mit einzelnen Schaltern und Reglern, eine Mittelkonsole mit horizontalem Farbdisplay, ein weiterer Bildschirm für Navigation und Infos befindet sich vor dem Beifahrerplatz.

An eine Großserienfertigung ist derzeit offenbar nicht gedacht: BAM betont, dass jeder Rohrrahmen der geplanten Fahrzeuge einzeln von Hand geschweißt wird. Bis es soweit ist, müssen allerdings noch ein paar Geldgeber gefunden werden, aktuell (Stand Mitte Juli 2021) wurden auf der Funding-Plattform startengine.com 832.000 Dollar eingeworben. Nicht ausgesprochen viel, um ein neues Fahrzeug zu entwickeln.

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Mit der Ankündigung eines neuen Elektroautos lassen sich Investoren locken, wie die inzwischen zahllosen neu gegründeten Unternehmen mit stets sehr spektakulären Visionen eindrücklich beweisen. Wieviel davon letztendlich tatsächlich realisiert wird, ist immer ein bisschen Lotteriespiel. Das Vorhaben von BAM darf als ambitioniert gelten, aber vielleicht wird es ja tatsächlich was mit dem "Mix aus Ferrari und Tesla" fürs Gelände.

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