BMW 2er Gran Coupé BMW

BMW 2er Gran Coupé F44 (2020)

Erster Blick auf den Stufenheck-1er

Ab 2020 wird BMW das 2er Gran Coupé mit dem internen Kürzel F44 im Leipziger Werk vom Band rollen lassen. Unser Erlkönig-Jäger hat das viertürige Coupé, das 2020 auf den Markt kommen wird, bereits vor Wochen abgeschossen. Jetzt gibt es das erste offizielle Teaser-Bild.

Im Saal nebenan laufen gerade die letzten Vorbereitungen der Bilanzpressekonferenz in der BMW-Welt in München. Nur eine kleine Gruppe von Journalisten interessiert sich heute nicht primär für die Markenstrategie der Bayern, sondern für das was im sogenannten Closed-Room auf einer Rotationsfläche steht. Es ist das neue BMW 2er Gran Coupé. Kameras sind hier strengstens verboten und anders als üblich gibt es auch keine ilder vom Hersteller, sondern nur ein einziges Teaserbild, das BMW-Chef Krüger im Anschluss persönlich präsentiert. Das neue 2er Gran Coupé soll dem neuen 1er ganz offensichtlich (noch) nicht die Show stehlen, denn offiziell wird das viertürige Coupé erst auf der L.A. Autoshow im Herbst 2019 präsentiert. Im Frühjahr 2020 erfolgt dann der Markstart.

Designmix aus Z4, X4 und GT-Modellen

BMW 2er Gran Coupé Retusche
Christian Schulte
Auf der Computerretusche nicht zu sehen: Die nach unten gewölbte Zierleiste die direkt durch das Markenemblem in der Mitte verläuft.

Der erste Eindruck: Der 2er nennt sich zwar Gran Coupé, seine Silhouette samt der leicht abfallende Dachlinie und der ansteigenden unteren Fensterlinie entspricht aber eher einem BMW X4. Seine Front dominiert die breite Doppelniere, deren Form an den Z4 erinnert: Die zwei jeweils rund eine Elle lange sowie zwei Handbreit hohen Nieren stoßen jedoch in der Mitte zusammen. Serienmäßige LED-Scheinwerfer mit eckigen Angel-Eyes ziehen sich bis weit in die Kotflügel hinein. Die Motorhaube ist dazu stark ausgewölbt.

So weit so sportlich. Anders als bei den größeren Gran Coupés erinnert das Heck des 2er mit seinem Bürzel stark an die GT-Modelle der Bayern. Der gezeigte Misano-blaue Wagen trägt den M235i Schriftzug und deshalb eine kleine in Wagenfarbe lackierte Spoilerlippe auf dem Heckdeckel. Oberhalb der 3er-ähnlichen Rückleuchten verläuft eine schwarz abgesetzte nach unten gewölbte Zierkante direkt durch das Markenemblem in der Mitte. Das Nummernschild und Ladekante sind weit nach unten gerückt. Der Heckstoßfänger mündet in einen breiten, schwarz abgesetzten Diffusor und trapezförmige Auspuffblenden.

Innen wie ein 3er

Wir dürfen nicht nur gucken, sondern auch anfassen und sitzen. Die rahmenlosen Türen schwingen weit auf. Das Cockpit entspricht in seinem Grundlayout fast 1:1 dem neuen BMW 3er. Vom Lenkrad über die digitalen Instrumente bis hin zum 10,25 Zoll großen, dem Fahrer zugeneigten Infotainment-Display. Auch die Software ist mit dem neuen Operating System 7.0 samt Personal Assistant auf dem neuesten Stand. Die Mittelkonsole ist mit großem gut erreichbaren I-Drive-Controller ebenfalls nahezu identisch aufgebaut. Unter der Klimasteuerung mit Tasten und Reglern liegt eine induktive Ladeschale, die ein Smartphone mit einer Klappe fixieren kann. Kleiner optischer Gag: Die schmale Alu-Zierleiste auf dem Armaturenbrett die wie bei Mini-Modellen von hinten mit LEDs durchleuchtet wird. Der Qualitätseindruck ist dank weicher Kunststoffe und Leder samt farblich abgesetzten Nähten schon bei diesem Vorserienmodell sehr ordentlich.

Viel Platz im kompakten Limousinen-Coupé

Die Platzverhältnisse vorn sind großzügig. In den großen Türtaschen kommen selbst große Trinkflaschen unter. Die gut ausgeformten Sportsitzen bieten sehr guten Seitenhalt und sind vielfältig, elektrisch einstellbar. Beim Einstieg in den Fond heißt es wie bei allen coupéhaften Limousinen Kopf einziehen. Die zwei Fondplätze sind recht weit in die Mitte gerückt, die Bank hoch positioniert. Deshalb stoßen hier schon 1,74 Meter kleine ams-Redakteure mit dem Kopf am Dachhimmel an. Die Beinfreiheit ist dagegen für diese Klasse recht ordentlich, was vermutlich auch auf den neuen 1er schließen lässt. Denn das Gran Coupé dürfte denselben Radstand haben – sein 20 Zentimeter mehr Außenlänge dürften vom Stufenheck eingenommen werden. Entsprechend großzügig erscheint der tiefe Kofferraummit seinem großen doppelten Ladeboden. Dieser dürfte jedoch beim geplanten Plug-in-Modell entfallen. Sperrige Gegenstände wird das 2er Gran Coupé ohnehin nicht transportieren können, da die Klappe limousinentypisch klein ausfällt – praktischer wäre hier eine große Fließheckklappe. Gegen die hat sich BMW entschieden, weil ihre Scharnierkonstruktion Kopffreiheit gekostet hätte und Gewicht schwerpunktsungünstig ins Dach gebracht hätte.

BMW 1er Limousine Sedan China
BMW
Im China kommt der BMW 1er als Limousine auf den Markt. Für Europa gibt es das 2er Gran Coupé

Doch das dürfte die anvisierte Zielgruppe der 30 bis 40-jährigen, solventen, urbanen Single-Haushalte mit erhöhtem Platzbedarf nicht weiter stören. Verkauft werden soll das 2er Gran Coupé übrigens nicht nur in China, sondern weltweit: Hauptmärkte sollen die USA mit einem Viertel und Europa mit einem Drittel des Absatzvolumens werden.

Erlkönig: BMW 2er Gran Coupé F44 (2020)

BMW 2er Gran Coupé
BMW 1/34 Erstes Teaserbild vom BMW 2er Gran Coupé. Das Modell feiert auf der L.A. Auto Show im November 2019 Premiere und kommt im Frühjahr 2020 auf den Markt.
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Kein Hinterradantrieb im 2er Gran Coupé

Obwohl BMW offiziell kaum Informationen preis gibt, lassen sich viele technische Daten bereits von bekannten Modellen ableiten: Technisch basiert das vermutlich gut 4,50 Meter lange BMW 2er Gran Coupé auf dem neuen BMW 1er, der im Herbst präsentiert wird. Neben dem neuen 1er setzt auch das 2er Gran Coupé auf die Frontantriebsplattform UKL2 (Untere Klasse) für Drei- und Vierzylindermotoren. Den Unterbau nutzen bisher Mini Clubman und Countryman, die Tourer-Modelle des BMW 2er sowie X1 und X2. Die Zeiten von Reihensechszylinder inklusive Hinterradantrieb in der Kompaktklasse sind bei BMW zumindest bei den Viertürern vorbei. Das zweitürige 2er Coupé hingegen wird wohl beim Heckantrieb bleiben und technisch eher ein kleiner 3er werden.

Sehr wahrscheinlich halten in den Frontantriebskomapkten von BMW die bekannten Motorvarianten Einzug: Also der 218d, 220d und 225d auf der Dieselseite, bei den Benzinern vermutlich 218i, 220i und 225i und der jetzt gezeigte kräftige Vierzylinder im M235i. Die Diesel bekommen serienmäßig SCR-Kat und Harnstoffeinspritzung. Auch ein Plug-in-Hybrid wie beim Mini Countryman oder beim BMW 225 xe Active Tourer ist in Planung. Wie Krüger ankündigte werden diese bald ein Batterieupdate bekommen, wovon auch der 2er profitieren dürfte. Somit sollte er rund 60 Kilometer Elektroreichweite nach WLTP schaffen. Ebenfalls gegen Aufpreis aber vermutlich nicht bei allen Modellen bietet BMW dann sicher den Allradantrieb mit Haldexkupplung an. Bei den vorderradgetriebenen Modellen soll eine vom BMW i3s adaptierte Traktionskontrolle serienmäßig die Freude am Fahren erhalten.

Top-Modell M235i X-Drive

Gekrönt wir der BMW 2er Gran Coupé mit einem M-Performance-Modell M235i das von dem Vierzylinder-Turbo aus dem X2 befeuert wird. Dort leistet der 2,0-Liter-Benziner 306 PS und soll dank x-Drive-Allrad in unter fünf Sekunden auf Tempo hundert beschleunigen.

Die Preise sind zum aktuellen Zeitpunkt reine Spekulation. Der „kleinste“ BMW 3er steht als Limousine ab 37.850 Euro derzeit in der Preisliste. Das 2er Gran Coupé in der Basisausführung dürfte deutlich darunter beginnen, die Top-Versionen jedoch locker die 50.000-Euro-Marke knacken.

Erlkönig BMW 2er Gran Coupé
Erlkönig BMW 2er Gan Coupé: Die Euro-1er-Limo
39 Sek.
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