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Ford Mustang Mach-E 17 Bilder
SUV

Ford Mustang Mach-E: Alle Daten und Preise

OTA-Update für Ford Mustang Mach-E Mehr Komfort, mehr schleppen und schneller laden

Ford erstes konsequent als Elektroauto entwickeltes Modell Mustang Mach-E hat sich inzwischen etabliert. Im April 2022 stiegen die Preise drastisch. Jetzt wird in den Punkten Anhängelast, Ladezeit und Fahrwerk nachgelegt.

Ford ist mit dem Mustang Mach-E Anfang 2021 in den Markt für rein elektrisch angetriebene SUV eingestiegen – ein Auto, das ein bisschen an den sportlichen Mustang erinnern soll. An der Front prangt das Mustang-Logo, darüber beginnt die lange Fronthaube. Unter dieser verbirgt sich ein 81 Liter großer Zusatzkofferraum mit eigenem Abfluss – das Hineinwerfen von nassen Klamotten ist also kein Problem. Unter der Heckklappe stehen zwischen 402 und 1.420 weitere Liter Gepäckvolumen bereit.

Die Seitenlinie des SUV sieht nach Coupé aus – allerdings ist das ein optischer Trick: Das dunkle Dach ist im Heckbereich deutlich höher als die farblich abgesetzte nach hinten abfallende Dachkante. Auffällig sind die Türen: Diese haben keine klassischen Griffe mehr. Der Druck auf einen Knopf öffnet die Türen elektrisch: Die vorderen lassen sich über einen fest stehenden Haken aufziehen, die hinteren Türen haben diesen Haken nicht. Am Heck sieht der Mustang Mach-E dann wegen der sehr ähnlichen Leuchten am meisten nach Mustang aus. Allerdings sind die Lichter beim SUV um horizontale LED-Leisten ergänzt.

08/2020, 2021 Ford Mustang Mach-E
Ford Motor Company
Zugang zum Mustang Mach-E gibt es auch mit dem Smartphone.

Der Zugang zum Mach-E kann auch über eine Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone erfolgen. Die Systeme des Fahrzeugs erkennen das Smartphone, öffnen die Türen und geben den Startknopf frei. Außerdem befindet sich in der linken B-Säule ein unauffälliges Touch-Tastenfeld. Dort kann der Fahrer die Türen per Eingabe einer Geheimnummer entriegeln. Das Auto lässt sich dann starten, indem der Fahrer eine Geheimnummer im Zentraldisplay eingibt.

Großer Touchscreen und riesige Soundbar

Innen gibt es einen zentralen, hochkant stehenden 15,5-Zoll-Monitor. Dieser ist frei schwebend aufgehängt, aber nicht drehbar. Das Ganze lässt sich per Druck auf den Bildschirm und über einen integrierten Drehring bedienen. Der Fahrer schaut auf ein kleines Display im Breitformat. Individuelle Einstellungen kann er per App in eine Ford-Cloud übertragen und von dort in die Systeme anderer Ford-Modelle einspielen. Das Betriebssystem des Mach-E hält Ford mit drahtlosen Updates auf dem neuesten Stand. Die Fahrstufen Whisper (zahm), Active und Untamed (temperamentvoll) stellt ein Drehknopf in der Mittelkonsole ein. Vor dem Knopf sitzt ein großes Fach zum induktiven Laden von dafür geeigneten mobilen Endgeräten. Optional gibt es eine sich quer über das komplette Armaturenbrett ziehende Soundbar vom Audio-Spezialisten Bang & Olufsen mit 560 Watt Ausgangsleistung. Die Kopffreiheit im Fond soll dank des nur angetäuschten Coupédachs auch für Sitzgrößen passen. Und das Panorama-Dach hält Infrarot- und Ultraviolett-Strahlung fern, was im Sommer für einen kühleren und im Winter für einen wärmeren Innenraum sorgen soll.

Ford Mustang Mach-E
Ford

Aufladen können Ford-Kunden ihren Mach-E auch an einer von Ionity betriebenen Schnellladestation. Ford gehört zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks, das Ladestationen entlang europäischer Fernstraßen aufbaut – der Abstand zwischen zwei Stationen soll dabei nicht mehr als 120 Kilometer betragen. Der Mach-E verträgt Schnellladungen mit einer Leistung von bis zu 150 Kilowatt. Damit soll sich innerhalb von zehn Minuten Strom für 119 Kilometer Fahrt laden lassen. Von zehn auf 80 Prozent Ladung geht es an der Schnellladesäule innerhalb von 45 Minuten.

Zwei Ladekabel serienmäßig

Für das Aufladen zu Hause bietet Ford eine eigene Wallbox mit einem 7,5 Meter langen Ladekabel an. Die Wallbox liefert eine Ladeleistung von 7,4 oder elf Kilowatt, womit die sich Batterie des Mach-E in sechs Stunden von zehn auf 80 Prozent laden lassen soll. Ein Software-Update zum Mai 2022 reduziert die Ladezeit für die Steigerung der Batteriekapazität von 80 auf 90 Prozent von bislang 52 Minuten auf nun 15 Minuten. Zum Serien-Umfang des SUV gehören zwei Ladekabel: ein sechs Meter langes Mode-3-Kabel mit Typ-2-Anschluss (geeignet für öffentliche Wechselstrom-Ladesäulen) und ein 6,7 Meter langes Heimladekabel für die heimische 230-Volt-Steckdose oder einen blauen CEE-Anschluss.

In Sachen Assistenzsysteme bietet der Mustang Mach-E das, was Stand der Technik ist. So sind ein adaptiver Abstandstempomat mit Staufunktion, ein Ein- und Ausparkassistent für Lücken in Längs- und Querrichtung sowie ein Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer erkennender Notbrems-Assistent an Bord. Ein aktiver Totwinkel-Assistent greift in die Lenkung ein, falls die Kollision mit einem sich von hinten nähernden Fahrzeug droht.

Basisversion mit 269 PS

Die Basisversion des Mach-E ist 198 Kilowatt (269 PS) und maximal 430 Newtonmeter stark. Hier sitzt ein ölgekühlter permanenterregter Synchron-Motor an der Hinterachse und treibt die dortigen Räder an. Die Energie liefert eine 68 Kilowattstunden große Batterie (netto nutzbare Kapazität) mit 288 Lithium-Ionen-Zellen, die den Mach-E zu einer Reichweite von 440 Kilometern befähigt – durch Rekuperation gewinnt das System während der Fahrt Energie zurück. Die Reichweite soll sich dank einer Intelligent Range genannten Funktion optimieren lassen: Bei der Reichweitenberechnung bezieht das System Faktoren wie das vorangegangene Fahrverhalten, die Wetterprognose und Daten von anderen Ford-Elektrofahrzeugen mit ein. Zum Nachladen schlägt die neueste Generation von Ford Sync passende Ladestationen entlang der geplanten Route vor und informiert über die Verfügbarkeit der Ladepunkte und die dort aufgerufenen Strompreise. Auch eine vorherige Routenplanung am Smartphone und die spätere Übertragung in die Systeme des Mach-E ist mit Sync möglich.

Technische Daten und Preise Ford Mustang Mach-E

Modell Standard Range 68 kWh* Single-Motor Extended Range 88 kWh* Single-Motor Standard Range 68 kWh* Dual-Motor Extended Range 88 kWh* Dual-Motor GT 88 kWh* Dual-Motor
Leistung 198 kW/269 PS 216 kW/294 PS 198 kW/269 PS 258 kW/351 PS 358 kW/487 PS
Drehmoment 430 Nm 430 Nm 580 Nm 580 Nm 860 Nm
Antrieb Heck Heck Allrad Allrad Allrad
Getriebe Automatik Automatik Automatik Automatik Automatik
Länge/Breite/Höhe (in mm) 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624
Wendekreis 11,6 m 11,6 m 11,6 m 11,6 m 11,6 m
Reichweite 440 km 610 km 400 km 540 km 378 km
Höchstgeschwindigkeit (abgeregelt) 180 km/h 180 km/h 180 km/h 180 km/h 200 km/h
0 - 100 km/h 6,1 s 6,2 s 5,6 s 5,1 s 3,7 s (Rollstart)
Stromverbrauch (in kWh pro 100 km) 17,2 16,5 19,5 18,7 k.A.
Garantie Batterie 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km
Preis 56.500 Euro 62.950 Euro 62.250 Euro 69.700 Euro 77.200 Euro
* netto nutzbare Kapazität        
Modell Standard Range 68 kWh* Single-Motor Extended Range 88 kWh* Single-Motor Standard Range 68 kWh* Dual-Motor Extended Range 88 kWh* Dual-Motor GT 88 kWh* Dual-Motor
Leistung 198 kW/269 PS 216 kW/294 PS 198 kW/269 PS 258 kW/351 PS 358 kW/487 PS
Drehmoment 430 Nm 430 Nm 580 Nm 580 Nm 860 Nm
Antrieb Heck Heck Allrad Allrad Allrad
Getriebe Automatik Automatik Automatik Automatik Automatik
Länge/Breite/Höhe (in mm) 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624 4.713/1.881/1.624
Wendekreis 11,6 m 11,6 m 11,6 m 11,6 m 11,6 m
Reichweite 440 km 610 km 400 km 540 km 378 km
Höchstgeschwindigkeit (abgeregelt) 180 km/h 180 km/h 180 km/h 180 km/h 200 km/h
0 - 100 km/h 6,1 s 6,2 s 5,6 s 5,1 s 3,7 s (Rollstart)
Stromverbrauch (in kWh pro 100 km) 17,2 16,5 19,5 18,7 k.A.
Garantie Batterie 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km
Preis 56.500 Euro 62.950 Euro 62.250 Euro 69.700 Euro 77.200 Euro
* netto nutzbare Kapazität        

Als heckgetriebene Alternative steht die Extended-Range-Variante bereit. Hier ist ein Hochvoltspeicher mit einer Kapazität von 88 Kilowattstunden an Bord (376 Lithium-Ionen-Zellen), was nach WLTP für eine Reichweite von 610 Kilometern reichen soll. Bei ebenfalls 430 Newtonmeter Drehmoment steigt die Leistung auf 216 Kilowatt (294 PS), allerdings gleichen sich trotz der Zusatz-Power die Fahrleistungen: Von Null auf Hundert geht es in 6,1 und für die stärkere Variante in 6,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h limitiert. Bei den Allradvarianten sitzt ein zweiter Motor an der Vorderachse. Dann regelt ein sogenanntes Powertrain-Control-Modul die Kraftverteilung zwischen vorn und hinten. Die wichtigsten Parameter dabei sind Beschleunigung und Geschwindigkeit sowie die ESP-Signale. Top-Modell ist der Mach-E GT mit 358 Kilowatt (487 PS), der in 3,7 Sekunden auf 100 km/h (Rollstart) spurtet und maximal 200 km/h schnell ist. Mit einem Software-Update erhöht Ford ab Mai 2022 die maximal zulässige Anhängelast des Ford Mustang Mach-E bei Modellen mit der größeren Batterie "Extended Range" von 750 auf 1.000 Kilogramm – dies gilt sowohl für die Varianten mit Hinterrad- als auch mit Allradantrieb. Im gleichen Update-Paket, das Over The Air (OTA) auf die Kundenfahrzeuge aufgespielt werden kann, gibt es auch neue Abstimmungen für das ESC-Programm in den Fahrmodi "Zahm", "Aktiv" and "Temperamentvoll". Diese Änderungen bewirken eine stärkere ESC-Kontrolle bei Kurvenfahrten und insbesondere bei Ausweichmanövern. Die Federn und Dämpfer des Fahrwerks wurden so angepasst, dass sich die Balance und der Komfort des Fahrzeugs signifikant verbessern. Eine Neukalibrierung der Ein-Pedal-Fahrfunktion soll für eine noch sanftere Leistungsentfaltung bei niedrigeren Geschwindigkeiten und damit ebenfalls für eine Verbesserung des Fahrkomforts sorgen. Sämtliche technischen Daten stehen in der Tabelle über diesem Absatz.

Das sind die Preise des Mustang Mach-E

Der Ford Mustang Mach-E läuft in Mexiko vom Band. In Deutschland war das Basismodell mit Heckantrieb und 269 PS anfangs für 46.900 Euro erhältlich. Angesichts seines Nettopreises von 39.412 Euro kam es somit in den Genuss der vollen Elektroauto-Förderung von 9.000 Euro netto, von der zwei Drittel der Staat und ein Drittel der Hersteller übernimmt. Doch nun verpasst Ford dem Mustang Mach-E eine satte Preiserhöhung auf 56.500 Euro brutto (47.479 Euro netto), wodurch er in der Förder-Tabelle eine Stufe abrutscht. Kundinnen und Kunden des E-Crossovers zahlen also doppelt drauf: Durch den massiv höheren Preis und die auf 7.500 Euro netto gesunkene E-Auto-Subvention.

Mit langen Wartezeiten sehen sie sich ebenfalls konfrontiert: Ruft man den Konfigurator des Mustang Mach-E auf, gibt Ford dort beim Basismodell eine "Lieferung ab 28 Wochen" an. Wer heute bestellt, würde sein Auto also bestenfalls Ende Oktober erhalten. Bei anderen Modellvarianten geht es teilweise schneller. Aber auch diese steigen kräftig im Preis (siehe Tabelle)

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Fazit

Ford legt mit dem Mustang Mach-E einen properen Elektro-SUV auf, der mit modernster Technik ausgerüstet ist. Innen gibt es viel Platz für bis zu fünf Personen, auf Wunsch verwöhnt B&O-Sound die Ohren und Zugang sowie Start sind auch per Smartphone möglich.

Reichweite und Performance passen für einen Elektro-SUV und beim Finden von Ladesäulen hilft Fords Sync-System. Die Preise beginnen mit 56.500 Euro inzwischen auf einem sehr hohen Niveau. Aber dafür gibt es mit 269 PS bereits mehr als ausreichend Leistung und die Batterien sind aktuell eben einfach noch teuer. Hinzu kommen die Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine.

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