Neuer Fiat Grizzly-SUV unter 25.000 Euro: Frontalangriff auf den Dacia Bigster

So kommt der neue Fiat Grizzly
Kompakt-SUV für unter 25.000 Euro neu vorgestellt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.07.2026
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Fiat bringt zwei neue kompakte SUV auf den Markt, den Grizzly und den Grizzly Fastback. Der Grizzly tritt dabei als klassischer Familien-SUV an, während der Grizzly Fastback als dynamischeres SUV-Coupé mit flacher Dachlinie an den Start geht. Erstmals öffentlich zu sehen waren die Silhouetten beider Modelle beim Stellantis Investor Day im Mai 2026 in den USA. Dort bestätigte Fiat auch offiziell den Namen Grizzly, nachdem das Projekt in den Monaten zuvor analog zum "Grande Panda" als "Giga Panda" gehandelt wurde. Zumindest bärenmäßig bleibt es also beim Namen in der Familie.

Der Grizzly ist ein Panda in XL

Optisch orientieren sich beide Modelle an der aktuellen Fiat-Designsprache, wie sie bereits beim Grande Panda zu sehen ist. Charakteristisch sind die markante Frontpartie mit breitem Kühlergrill sowie die LED-Scheinwerfer mit ihrer in fünf einzelne Segmente aufgeteilten LED-Lichtsignatur. Dieses Designmerkmal zieht sich in die Blende zwischen den Scheinwerfern weiter. Auch der offene Bereich in der Schürze setzt auf diese Schlitz-Optik. Trotz der gemeinsamen Elemente und der identischen technischen Basis unterscheiden sich die beiden Karosserieformen deutlich voneinander. Der reguläre Grizzly soll Familien und Freizeit-Aktive mit mehr Platzbedarf ansprechen, der Coupé-artige Grizzly Fastback die dynamischer orientierte Kundschaft mit weniger Nutzwert-Bedarf.

Anlässlich des 127. Markengeburtstags hat Fiat weitere Bilder und einige wenige Informationen veröffentlicht und begleitete das mit einem launigen Video. Darin stellt Olivier François, CEO von Fiat und Global CMO von Stellantis, die beiden neuen Modelle in einer italienischen Meldebehörde als "Neugeborene" vor. Die Szene entwickelt sich von einem bürokratischen Vorgang zu einer improvisierten Probefahrt.

In dem unten verlinkten Youtube-Video sind auch erste Einblicke in den Innenraum möglich. Demnach setzt Fiat auf eine deutlich kantigere Designsprache als beim Grande Panda. Zu sehen ist unter anderem das zentrale Multimedia-Display mit 10-Zoll-Diagonale (das dürfte bis auf den Gehäuserahmen dem im Grande Panda entsprechen) sowie die geteilte Mittelkonsole mit unterem Staufach. Unter dem Display lässt sich außerdem eine Ladeschale für Smartphones vermuten. Die ersten Detailbilder signalisieren einen recht hohen Einsatz von Hartplastik und Klavierlack-Optik.

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Fiat verspricht, die kompakten Außenabmessungen mit einem überdurchschnittlich geräumigen Innenraum zu kombinieren. Technisch dürften beide Modelle weitgehend identisch aufgebaut sein. Sie basieren auf der konzernweiten Smart-Car-Plattform von Stellantis. Diese modulare Architektur kommt bereits bei einer ganzen Reihe von Modellen zum Einsatz, darunter der Citroën C3 Aircross, der Opel Frontera und auch der Fiat Grande Panda. Die Plattform ist von Grund auf für unterschiedliche Antriebskonzepte ausgelegt und kann sowohl konventionelle Verbrenner als auch reine Elektroantriebe aufnehmen.

Benziner und Elektroantrieb

Bei den konventionellen Antrieben wird höchstwahrscheinlich der aus zahlreichen Stellantis-Modellen bekannte Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,2 Litern Hubraum und 110 bis 145 PS zum Einsatz kommen. In Verbindung mit einem elektrifizierten Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet dieser Motor als Hybrid-System, bei dem ein integrierter Elektromotor den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt und gleichzeitig durch Rekuperation Energie zurückgewinnt. Das bestätigt auch die neueste Vorstellung, in der von "bis zu 145 PS" die Rede ist.

Darüber hinaus sind vollelektrische Varianten des Grizzly vorgesehen. Da die Smart-Car-Plattform bereits bei anderen Modellen des Konzerns mit zwei unterschiedlichen Batteriegrößen angeboten wird, ist davon auszugehen, dass auch beim Fiat Grizzly Akkus mit 43 beziehungsweise 52 Kilowattstunden (netto) verfügbar sein werden. In vergleichbaren Fahrzeugen wie dem Opel Frontera Electric oder dem Citroën ë-C3 Aircross ermöglichen diese Batterien Reichweiten zwischen rund 290 und 400 Kilometern nach WLTP-Norm. Der Elektromotor leistet in dieser Konfiguration 113 PS und treibt die Vorderräder an.

Marktstart und Preis

Konkrete technische Daten zu detaillierten Ausstattungsvarianten oder exakten Leistungswerten für die verschiedenen Motorisierungen hat Fiat bislang allerdings noch nicht veröffentlicht. Lediglich drei Daten wurden in der neuen Info-Runde genannt. Demnach ist der Grizzly 4,40 Meter und der Grizzly Fastback Coupé 4,50 Meter lang. Zumindest der Fastback dringt damit bereits in die Mittelklasse vor. Außerdem soll der Fastback über ein Laderaumvolumen von 600 Litern verfügen.

Beim Preis rechnen wir mit einem Einstiegs-Angebot mit dem Mildhybrid-Benziner von unter 25.000 Euro und damit einem direkten Angriff auf den erfolgreichen Dacia Bigster, der aktuell bei 23.990 Euro startet. Die Elektro-Versionen des Grizzly erwarten wir im Bereich ab 27.000 Euro mit der kleinen und rund 30.000 Euro mit der großen Batterie. Der Fastback dürfte mit dem branchenüblichen Exklusivitäts-Aufpreis für SUV-Coupés aufwarten.

Der Verkauf soll laut Fiat noch in diesem Jahr starten. Die Publikumspremiere erfolgt auf dem Pariser Autosalon im Oktober, die Markteinführung im vierten Quartal. Bis dahin wird uns Fiat sicher noch mit weiteren Info- und Bild-Häppchen zu den Neulingen in der Bärenfamilie füttern.

Fazit