Honda nutzt sein 2026 Business Briefing, um neben Zahlen und Strategie auch konkrete Autos zu zeigen: den Honda Hybrid Sedan Prototype und den Acura Hybrid SUV Prototype. Honda nennt beide ausdrücklich Prototypen und kündigt den Verkaufsstart innerhalb der nächsten zwei Jahre an.
Ersatz für die eingestampften "0"-EV-Pläne – jetzt als Hybrid
Honda zieht damit auch eine neue Produktlinie hoch, nachdem der Konzern seine zuvor gezeigten "0"-EV-Modelle nicht wie geplant weiterverfolgt – die Modelle sollten unter dem Markennamen Afeela auch von Sony kommen. Statt reiner Elektro-Offensive rückt Honda die nächste Modellwelle nun als Hybrid-Generation in den Vordergrund. Die beiden Prototypen übernehmen damit sichtbar die Rolle des Ausblicks auf das, was Honda als Nächstes in die Showrooms stellen will.
Honda Hybrid Sedan Prototype: neue Kante statt braver Business-Look
Die Honda-Limousine tritt als flacher Fastback auf und setzt auf eine sehr klare, kantige Formensprache. Schmale Scheinwerfer, glatte Flächen und ein breiter Stand lassen sie deutlich futuristischer wirken als das, was Honda zuletzt im klassischen Mittelklasse-Schnitt gezeigt hat. Einen Modellnamen nennt Honda nicht. Für Europa stellt sich damit zumindest beiläufig die Frage: Plant Honda diese Limousine global – oder bleibt sie ein Nordamerika-/Japan-Thema?
Acura Hybrid SUV Prototype: Premium-SUV mit scharf gezeichneter Front
Beim zweiten Auto setzt Honda das Acura-Logo auf einen SUV-Prototyp mit sportlichen Proportionen und betont markanter Front. Die Silhouette wirkt konventioneller als bei der Limousine, die Details (Lichtsignatur, Lufteinlässe, Räder) zielen aber auf einen dynamischen Auftritt. Auch hier hält sich Honda mit Daten oder einem Modellnamen zurück und spricht nur vom kommenden Serienstart in den nächsten zwei Jahren.

Ihr neues Hybrid-SUV nennt Hondas US-Tochter Acura bisher nur "Acura Hybrid SUV Prototype". Zu dem Modell gibt es aktuell kaum Informationen.
Das steckt technisch dahinter: neue Hybrid-Generation ab 2027
Honda koppelt die beiden Prototypen an eine größere Ansage: Ab 2027 startet eine nächste Hybrid-Generation mit neuem Hybridsystem und neuer Plattform. Honda plant bis zum Geschäftsjahr 2029/30 (Ende März 2030) weltweit 15 Next-Gen-Hybride, mit Schwerpunkt Nordamerika.
Konkrete Zielwerte, die Honda für die neue Hybrid-Familie ausgibt:
- über 30 Prozent geringere Kosten für das nächste Hybridsystem (gegenüber dem 2023 eingeführten System)
- über 10 Prozent bessere Effizienz/Verbrauchswerte durch die Kombination aus System und Plattform
- eine neu entwickelte elektrische AWD-Einheit (e-AWD), die Fahrgefühl und Effizienz stützen soll

Fast schon heimlich während eines Business-Briefings vorgestellt: Die Limousine Honda Hybrid Sedan Prototype (links) und das SUV Acura Hybrid SUV Prototype. Die Hybridantriebe sind ein Hinweis auf Hondas Abkehr vom Elektroauto auf dem US-Markt.
Warum Honda Hybride gerade nach vorn schiebt
Honda verschiebt Ressourcen spürbar in Richtung Hybrid: Der Konzern baut Fertigungsstrukturen in Nordamerika so um, dass Werke deutlich mehr Hybrid- und Verbrennerproduktion tragen. Parallel rüstet Honda die Batterie-Strategie um und will Kapazitäten bei der gemeinsamen Zellfertigung mit LG Energy Solution teilweise auf Hybrid-Batterien ausrichten. Honda begründet den Kurswechsel mit Nachfrage und Kosten – und mit dem Ziel, die Profitabilität in den kommenden Jahren wieder deutlich zu verbessern.












