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Nissan Townstar: Noch eine Kangoo-Adaption

Nissan Townstar Noch eine Kangoo-Adaption

Der Renault Kangoo bekommt ein weiteres Schwestermodell. Nach dem Citan bei Mercedes wird aus dem Franzosen jetzt der Townstar bei Nissan.

Das Nissan-Modellprogramm für leichte Nutzfahrzeuge lehnt sich schon lange am Renault-Portfolio an. Mit dem Start des neuen Kangoo bei Renault führt auch Nissan einen Nachfolger für den NV250 ein. Der basiert wieder auf dem französischen Kleintransporter, tritt aber neu unter dem Namen Townstar an. Der reiht sich damit neu in die Star-Nomenklatur der Japaner ein, die bislang die Modelle Interstar und Primastar umfasste.

Nur das Gesicht ist neu

Wenig überraschend erinnert der Nissan Townstar an den Kangoo. Zum Japaner macht den Townstar ein neues Gesicht. Die serienmäßigen LED-Scheinwerfer nehmen einen neuen Kühlergrill mit Wabengitter-Struktur in die Mitte. Der versucht das typische V-Motion-Frontdesign aufzugreifen. Abgerundet wird die Anpassung durch eine neue Schürze mit integrierten Tagfahrleuchten. Als erstes europäisches Modell trägt der Townstar zudem das neue Nissan-Markenlogo, das künftig auch den Ariya zieren wird. Die Heckansicht übernimmt der Townstar quasi unverändert vom Kangoo.

Als Pkw und Transporter

Zu haben ist der neue Nissan Townstar als verblechtes Nutzfahrzeug oder als verglaster Kombi für den Personentransport mit bis zu sieben Sitzplätzen. Als Transporter bietet der Townstar bis zu 3,9 Kubikmeter Laderaum, der von einer verstellbaren Trennwand begrenzt wird. Zwei Europaletten sollen reinpassen, die Zuladung erlaubt bis zu 800 Kilogramm Ladegut. Die Anhängelast wird mit bis zu 1,5 Tonnen angegeben. Zwei seitliche Schiebetüren vereinfachen das Entladen des Transporters. Am Heck finden sich je nach Modellvariante eine nach oben öffnende Heckklappe oder asymmetrisch geteilte und sich um 180 Grad öffnende Flügeltüren. Intelligente Stauraumlösungen und ein spezielles Fach für Büroutensilien schaffen Ordnung an Bord.

Nissan Townstar
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Der Nissan Townstar als verblechter Transporter.

Die Pkw-Variante bietet bis zu 775 Liter Stauraum, komfortable Sitze und hochwertige Türverkleidungen. Die Cockpit-Gestaltung mit dem aufgesetzten Touchscreen und der hochgelegten Bedieninsel mit Schaltknauf übernimmt Nissan 1:1 aus dem Kangoo. Auch der Kombi kommt mit zwei Schiebetüren, aber immer mit großer Heckkklappe. Zudem verfügt er über eine Dachreling.

Elektro oder Benziner

Wahlfreiheit besteht auch beim Antriebskonzept. Neben Versionen mit einem 1,3-Liter-Turbobenziner mit 130 PS, 240 Nm Drehmoment und manuellem Sechsgang-Getriebe ist der Townstar auch als reine Elektroversion zu haben, die den e-NV200 ersetzt. Der E-Motor leistet 90 kW und bietet 245 Nm Drehmoment. In Kombination mit einer 44 kWh großen Batterie sind Reichweiten von bis zu 285 Kilometern drin. Bei einer Ladeleistung von 75 kW kann das Elektrofahrzeug an Gleichstrom-Schnellladesäulen in 42 Minuten auf 80 Prozent der Batteriekapazität geladen werden. Für das Laden mit Wechselstrom verfügt der Townstar über ein Bordladegerät mit wahlweise 11 oder 22 kW.

Wie für alle neuen Nutzfahrzeuge gewährt der japanische Automobilhersteller auch auf den Townstar eine europaweite Fünf-Jahres-Garantie bis 160.000 Kilometer Laufleistung, die auch für die Pkw-Version gilt. Für die Elektrovariante gilt darüber hinaus eine Acht-Jahres-Garantie bis 160.000 Kilometer auf die Batterie. Preise für den neuen Townstar nennt Nissan noch nicht. Gebaut wird der Nissan Townstar zusammen mit dem Renault Kangoo im französischen Werk Maubeuge nahe der Grenze zu Belgien.

Fazit

Nissan bringt mit dem Townstar einen neuen Transporter, der den Kangoo-Bruder NV250 sowie den elektrischen e-NV200 ablöst. Die Produktion zieht von Spanien nach Frankreich um. Der Townstar ist als Nutzfahrzeug und in einer Pkw-Version zu haben. Auch eine reine Elektroversion wird angeboten.

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