Der neue Mitsubishi-Pick-up wird auf einer modernen Leiterrahmenplattform basieren, die von Nissan entwickelt wurde. Diese Plattform dient auch als Grundlage für kommende Modelle wie den Nissan Frontier und einen möglichen Xterra-Nachfolger. Laut offiziellen Angaben wird das Fahrzeug im Nissan-Werk in Canton, Mississippi, gefertigt. Durch diese lokale Produktion kann Mitsubishi Importzölle vermeiden und gleichzeitig die Fertigungskosten optimieren.
Rückkehr in den US-Markt: Strategische Überlegungen
Für Mitsubishi ist die Rückkehr ins US-amerikanische Pick-up-Segment ein bedeutender Schritt. Das Unternehmen hatte sich nach dem mäßigen Erfolg des Raider zwischen 2005 und 2009 aus diesem Markt zurückgezogen. Doch mit steigender Nachfrage nach mittelgroßen Pick-ups sieht Mitsubishi nun eine Chance zur Wiederbelebung dieses Geschäftsbereichs.
Die Kooperation mit Nissan ist dabei ein zentraler Bestandteil der Strategie. Während Mitsubishi außerhalb Nordamerikas als Plattformgeber für Nissans mittelgroße Navara-Pick-ups fungiert, dreht sich dieses Verhältnis für den US-Markt um. Hier übernimmt Nissan die Rolle des Technologie- und Produktionspartners.
Elektrifizierung als langfristige Vision
Neben dem neuen Pick-up verfolgt Mitsubishi eine umfassende Elektrifizierungsstrategie. Bis Anfang der 2030er-Jahre plant das Unternehmen die Einführung von fünf Plug-in-Hybriden, fünf Vollhybriden sowie drei rein elektrischen Modellen.
Allerdings wird erwartet, dass der neue Pick-up zunächst mit traditionellen Verbrennungsmotoren ausgestattet sein wird. Dies entspricht den Anforderungen des US-Marktes, wo Elektromobilität im Nutzfahrzeugsegment noch nicht etabliert ist.
Wettbewerb im Segment
Das Segment der mittelgroßen Pick-ups ist hart umkämpft. Modelle wie der Toyota Tacoma oder Ford Ranger sind etablierte Bestseller. Neue Wettbewerber wie Kia oder Hyundai bringen frischen Wind in das Segment und erhöhen den Druck auf etablierte Modelle.
Marktstart und Ausblick
Ein konkreter Marktstarttermin wurde bislang nicht bekannt gegeben, doch Experten erwarten eine Einführung gegen Ende des Jahrzehnts, voraussichtlich im Jahr 2029. Interessant wird dabei sein, ob Mitsubishi zusätzliche Varianten oder Sondermodelle plant, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen – etwa Offroad-Enthusiasten oder Gewerbekunden.












