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Porsche Van „Race Service“ mit E-Antrieb & Zukunfts-Cockpit

Porsche Vision „Race Service“ mit E-Antrieb Porsche-Van zeigt Zukunfts-Interieur

2018 hat das Porsche Design-Team rund um Designchef Michael Mauer einen Elektro-Van als Hartmodell im Maßstab 1:1 entworfen. Ende 2020 wurde der Porsche-Van im Rahmen der "Unseen"-Reihe erstmals gezeigt. Nun hat der Sportwagenbauer dem Modell einen neuen Innenraum verpasst.

Rückblende: Das Porsche-Team gab 2018 mit dieser Studie Antwort auf eine Frage, die kaum ein Porsche-Fan je gestellt haben dürfte: Wie kann ein Porsche aussehen, bei dem das Raumerlebnis im Vordergrund steht? Kurz: So sieht ein Porsche-Van aus. Platz für bis zu sechs Personen, familienfreundlich, vollelektrisch und autonom. Und sogar einen Bezug zum Motorsport gibt es, wenn man sich an den legendären VW-Renndienst-Transporter erinnern mag.

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Nur eine Idee – noch

Wir fassen also zusammen: Bus, elektrisch, VW – kündigte sich da etwa doch ein Porsche-Bus auf Basis des Modularen Elektrobaukastens an? Ein Modell wie der ID. Buzz, nur noch cooler und sportlicher? Möglich. Das Teil ist "nur eine Idee", sagt Porsche damals, "noch".

Der kleine Van mit den starken Rundungen ist auf Anhieb als Porsche zu erkennen, auch wenn vorne nur Scheinwerferschlitze zu sehen sind. Die fast geschlossene Front geht in die steil stehende Windschutzscheibe über. Über ein Sonnendach gelangt Licht in den Innenraum, schließlich gibt es keine seitlichen Heckfenster. Immerhin dürfen die Mitreisenden nach hinten schauen. Ein kleiner Dachkantenspoiler beschirmt das waagerechte Dach, eine steil stehende Heckklappe gewährt Zugang zum Kofferraum. Auch hier dabei: Das LED-Leuchtenband.

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Neue Optik für den Porsche-Van

Jetzt, 2021, zeigt Porsche erneut die Van-Studie, diesmal in Weiß mit kleinen Änderungen. Die Scheinwerfer erscheinen mit einer neuen X-Form, die Kamera-Außenspiegel fallen deutlich kleiner aus, eine umlaufende blaue Leiste ist zu erkennen. Auch der Öffnungsmechanismus scheint überarbeitet. Zeigte das rote Modell Führungsschienen, werden beim neuen Porsche Van die Türen oben und unten an Stangen geführt.

Auch wenn beim der Version von 2018 der Innenraum dem Betrachter verborgen blieb, so war schon damals klar, dass es sich um eine komfortable und modulare Reisekabine handelt. Der Fahrer des Porsche Vision "Renndienst" nimmt auf einem zentralen Loungesessel Platz. Der Einzelsitz soll ein sportliches Fahrerlebnis ermöglichen, zudem gewährt der Mittelsitz den beiden etwas zurückversetzten Passagieren rechts und links freie Sicht nach vorn. Außerdem nimmt diese Dreier-Kombination im autonomen Fahrmodus weniger Raum ein als eine konventionelle Sitzreihe.

Ein Porsche als Wohlfühlraum

Nun erlaubt Porsche einen Einblick in die Studie, deren Innenraum die Schwaben neu gestaltet haben und der offenbar das Interieur von Porsche in Zukunft zeigt. Über die beiden weit öffnenden Türen erreichen bis zu sechs Passagiere den Innenraum, der über ein großes Panorama-Dach viel Licht hereinlässt. Auf der linken Seite bietet ein abgeschlossener Bereich ohne Fenster ausreichend Privatsphäre, während auf der anderen Seite eine große Fenster-Front den Ausblick ermöglicht. Der Fahrer sitzt wie bereits oben beschrieben mittig auf einem filigranen, konturierten und um 180 Grad drehbaren Sitz mit integrierten Kopfstützen. Nur leicht versetzt dahinter, nehmen die beiden Beifahrer Platz.

Porsche Vision „Race Service“
Porsche
Der Fahrer sitzt auf einem um 180 Grad drehbaren Einzelsitz.

Das Design des Dreispeichenlenkrads ist durchaus bekannt, dahinter haben die Designer ein digitales und nahezu freistehendes Cockpit mit fünf Rundinstrumenten als Marken-DNA platziert. Rechts und links davon neigt sich der Armaturenträger und beherbergt zwei klappbare Displays, die das Infotainmentsystem für die Beifahrer bilden. Haptische Schalter haben auch in Zukunft bei Porsche nicht ausgedient. Die drei Sitze sind auf Schienen im nahezu flachen Boden befestigt – darunter befinden sich die Batterieeinheiten. Dank der Schienen können die Sitzgelegenheiten im Raum neu positioniert werden. Die Rücksitzbank mit ihren gebogenen Flanken lädt als Couch zum Relaxen oder zum entspannt Plaudern ein.

Porsche sieht in Zukunft ein Revival des Holz als nachwachsenden Rohstoff auch für den Innenraum und kombiniert es klassisch mit Metallen aber auch nachhaltigem Kunststoff. Außerdem sehen die Designer Smart-Materials vor, die etwas Besonderes können – zum Beispiel auf externe Faktoren reagieren und sich selbst illuminieren, ohne direkt beleuchtet zu werden.

Von dieser Studie für Übermorgen wird sich das Designteam nun in Richtung morgen bewegen. Und wer weiß, vielleicht fragen dann morgen Porsche-Fans doch nach einem raumfunktionalen, elektrischen und autonomen Sportvan. Dann hat Porsche eine Antwort parat.

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Fazit

Ein Van von Porsche? Warum nicht, wenn er so cool aussieht, wie der Race Service. Nun hat Porsche nochmals nachgelegt. Die Studie wurde marginal verändert, der Innenraum zeigt das Interieur der Zukunft. Sicher werden Elemente dieser Studie in Zukunft auch in anderen Porsche-Modellen Einzug halten. Was aus dem Van wird? Alles scheint möglich! Ein autonomer Shuttlebus, ein echter Sportvan oder einfach nur eine spektakuläre Studie. Die Technik aus dem Hause VW könnte den Porsche-Van als Bruder des ID. Buzz Wirklichkeit werden lassen.

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