VW Scout Teaser Scout Motors
Ford Bronco 2021
Ford Bronco 2021
06/2021, Ford Bronco Produktion Michigan Assembly Plant
06/2021, Ford Bronco Produktion Michigan Assembly Plant 32 Bilder
SUV

VW Scout: US-Comeback als Elektromarke

VW bringt Marke Scout zurück Magna oder Foxconn als Partner

VW will eine Uralt-Marke wiederbeleben und mit Elektromodellen direkt gegen die etablierte US-Konkurrenz im Segment der Light Trucks antreten. Der Produktionsstart soll 2026 erfolgen. Als mögliche Kooperationspartner werden Magna und Foxconn gehandelt.

Der VW-Konzern ist mit seinen vielen Marken extrem breit aufgestellt. Sie bringen zudem viel Historie mit, die sich mit Blick auf die Elektromobilität gut nutzen lässt. Auch für die angestrebte Expansion auf dem US-Markt. Wie VW am Mittwoch (11.5.2022) bestätigte, bringt der Konzern unter dem neuen Markennamen Scout in den USA einen vollelektrischen Pick-up und robusten SUV auf den Markt. "Die Elektrifizierung bietet eine historische Chance, jetzt als Konzern in das hochattraktive Pick-up- und R-SUV-Segment einzusteigen. Damit unterstreichen wir unsere Ambitionen, ein wichtiger Akteur auf dem US-Markt zu werden", erklärte seinerzeit der damalige VW-Boss Herbert Diess. Die Marke Scout wird dabei noch in diesem Jahr als unabhängiges Unternehmen mit Sitz in den USA wiederbelebt.

Begleitend hat VW für Scout Motors eine neue Internetpräsenz unter scoutmotors.com sowie Konten bei den großen Social-Media-Kanälen eingerichtet. Auf diesen gibt es das neue Markenlogo sowie einen weiteren Teaser einer Frontansicht zu sehen.

VW Atlas Tanoak
Neuheiten

VW sondiert Entwicklungspartner

Die ersten Scout-Prototypen sollen im nächsten Jahr vorgestellt werden, ihre Serienproduktion soll 2026 anlaufen. Die elektrifizierte Marke Scout wird dabei auf ein neues technisches Plattform-Konzept setzen, mit dem sich authentischere Pick-ups und SUVs realisieren lassen als mit dem bestehenden Portfolio des Volkswagen-Konzerns. Wie die "Automobilwoche" berichtet, sollen als mögliche Kooperationspartner Magna oder der taiwanesische Konzern Foxconn eingebunden werden. Entsprechende Verhandlungen würden aktuell geführt. Durchgespielt werden dabei offensichtlich verschiedene Szenarien. Magna könnte den Elektro-Pickup entwickeln und in einem neuen US-Werk dann auch für VW fertigen. Eine Partnerschaft mit Foxconn könnte sich rein auf eine Auftragsfertigung beziehen. Foxconn ist bereits Eigentümer eines Elektroautowerks im US-Bundestaat Ohio, wo Lordstown seine Modelle fertigt. Dass VW selbst eine weitere Fabrik neben dem bestehenden Werk Chattanooga hochzieht, gilt laut Konzernkreisen aktuell als unwahrscheinlichste Lösung.

VW Scout Modelle SUV Pick-up
VW
So sollen die Scout-Modelle kommen.

Mit der neuen Marke und den dazugehörigen Modellen will VW endlich die lange angestrebten zehn Prozent Marktanteil erreichen. CEO von Scout wird Scott Keogh. Die Verantwortung für das operative Geschäft der Volkswagen Group of America wird Keogh an die Führungsebene der Volkswagen Group of America rund um den neuen CEO Pablo Di Si abgeben, um sich ausschließlich auf die Entwicklung von Scout zu konzentrieren. Eine erste Idee zur Wiederbelebung von Scout hatte VW-USA-COO Johan De Nysschen bereits im September 2021 formuliert. Die neue Marke Scout hat nichts mit den bekannten Scout-Modellen aus dem Skoda-Programm zu tun.

Namensrechte liegen bei Navistar

Scout Logo
Scout Motors
Scout - eine neue Marke aus dem VW-Konzern.

Aber der Reihe nach: Um seinem Lkw-Geschäft international mehr Gewicht einzuhauchen, hat die VW-Nutzfahrzeuggruppe Traton Ende 2020 den US-LKW-Hersteller Navistar übernommen. Zu Navistar gehört auch die Marke International. Die wiederum hatte zwischen 1961 und 1980, noch unter dem Namen International Harvester, mit dem Scout einen robusten Geländewagen im Programm, der es durchaus mit den Wettbewerbern von Ford, Jeep und GM aufnehmen konnte. Vom Scout wurden seinerzeit auch die beiden legendären Schweizer Geländewagen Monteverdi Safari und Sahara abgeleitet.

Im Rahmen eines Pressegesprächs in den USA hatte De Nysschen seinerzeit ausgeführt, dass man den Namen Scout durchaus wiederbeleben könnte. Und zwar mit einem Geländewagen, der – wie damals – direkt gegen den Jeep Wrangler und den Ford Bronco antritt. Als Zielpreis hat der Manager dabei rund 40.000 Dollar angegeben. Damit diese Idee zeitgemäß antritt, wäre natürlich ein Elektroantrieb gesetzt. Damit können die Wettbewerber bislang noch nicht glänzen. Eine Neuentwicklung mit Verbrenner wäre zudem in der aktuellen VW-Strategie nicht mehr denkbar. Unter dem Label International Harvester könnte ein neuer Scout aber nicht kommen, denn das fiel bereits 1985 bei der Navistar-Umstrukturierung an den US-Traktorenhersteller Case IH.

Umfrage

66710 Mal abgestimmt
Elektro-SUV egal welcher Marke sind ...
.. ein "must-have"!
... überflüssig

Fazit

VW will auf dem US-Markt unbedingt expandieren, verfügt aber derzeit nicht über die passenden Modelle. Mit einer Wiederbelebung der alten US-Marke Scout und Elektromodellen als SUV und Pick-up unter diesem Label könnte ein erhöhter Absatz in den USA möglich sein. Auf den alten Markennamen Scout hat VW seit dem Zukauf der Nutzfahrzeugmarke Navistar Zugriff.

Zur Startseite
SUV Neuvorstellungen & Erlkönige Audi Offroad Concept Retusche Luxus-Offroader von Audi Audi plant Geländewagen als G-Klasse-Konkurrent

Audi hat offenbar einen neuen Luxus-Geländewagen in Planung.

VW
Artikel 0 Tests 0 Baureihen 0 Videos 0
Alles über VW
Mehr zum Thema Alternative Antriebe
Seat Leon ST Kombi 1.5 TSI Fahrbericht 2020
Kompakt
Sony Honda Afeela
Politik & Wirtschaft
Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV 2023
Technik erklärt
Mehr anzeigen