Der Skoda Peaq basiert auf der MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns, einer Weiterentwicklung der bekannten Modularen E-Antriebs-Baukasten-Technologie. Zum Marktstart werden drei Antriebsvarianten angeboten: Das Basismodell Peaq 60 kommt mit einem Heckantrieb, einer Leistung von 150 kW (204 PS) und einer Batterie mit 63 kWh Kapazität. Die Varianten Peaq 90 und Peaq 90x verfügen über eine größere Batterie mit 91 kWh Kapazität. Während der Peaq 90 ebenfalls auf Heckantrieb setzt, bietet die Topversion Peaq 90x Allradantrieb dank eines zusätzlichen Elektromotors an der Vorderachse.
Die Reichweiten liegen laut WLTP bei über 460 Kilometern für das Basismodell und mehr als 600 Kilometern für die größeren Batterievarianten. Besonders beeindruckend ist die Ladeleistung: Mit bis zu 200 kW kann die Batterie in weniger als 30 Minuten von zehn auf achtzig Prozent geladen werden. Zusätzlich unterstützt das Fahrzeug bidirektionales Laden (V2L und V2H), wodurch es beispielsweise als mobile Stromquelle für Campingausrüstung oder sogar zur Versorgung eines Haushalts genutzt werden kann.
Raumangebot und Innenraumgestaltung
Mit einer Länge von knapp 4,90 Metern positioniert sich der Skoda Peaq oberhalb des bisherigen Spitzenmodells Kodiaq. Der Radstand von fast drei Metern sorgt für ein großzügiges Platzangebot im Innenraum. Als Siebensitzer bietet das Fahrzeug Platz für bis zu sieben Personen, wobei die dritte Sitzreihe vor allem für Kinder oder kurze Strecken geeignet ist. Im Fünfsitzer-Modus steht ein beeindruckendes Kofferraumvolumen von bis zu 1.010 Litern zur Verfügung; bei Nutzung aller Sitzreihen bleiben immerhin noch rund 299 Liter übrig.
Der Innenraum überzeugt durch hochwertige Materialien und praktische Details wie verschiebbare Sitze in der zweiten Reihe, einen Frunk mit zusätzlichem Stauraum unter der Fronthaube sowie zahlreiche Ablagemöglichkeiten. Ein zentrales Highlight ist das neue vertikale Touchdisplay mit einer Diagonale von 13,6 Zoll, das modernste Infotainment-Funktionen bietet.
Vergleich mit Wettbewerbern
Im Segment großer Elektro-SUVs tritt der Skoda Peaq gegen Modelle wie den Hyundai Ioniq 9 oder den Kia EV9 an. Während diese Konkurrenten ebenfalls viel Platz bieten, punktet der Peaq durch sein cleveres Raumkonzept und seinen vergleichsweise attraktiven Einstiegspreis von rund 52.000 Euro (geschätzt). Zudem hebt sich das Modell durch seine Vielseitigkeit ab: Die Kombination aus langer Reichweite, schneller Ladezeit und praktischen Features wie V2L/V2H macht es zu einem idealen Begleiter für Familien.
Ein weiterer Vorteil des Skoda Peaq ist seine klare Ausrichtung auf den europäischen Markt. Während andere Modelle oft global ausgerichtet sind, wurde der Peaq speziell für die Bedürfnisse europäischer Kunden entwickelt – etwa durch optimierte Platzverhältnisse in engen Städten oder ein ausgewogenes Fahrwerk.
Marktstart und Preisgestaltung
Die Weltpremiere des Skoda Peaq findet am 23. Juni 2026 in Frankreich statt; ab August desselben Jahres soll das Fahrzeug bestellbar sein. Die Einstiegsversion wird voraussichtlich um die 52.000 Euro kosten – ein Preis, der durch staatliche Förderungen noch weiter reduziert werden kann. Käufer können je nach Land mit Zuschüssen von bis zu 6.000 Euro rechnen.
Neben dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Skoda auch flexible Finanzierungsmöglichkeiten an, darunter Leasing-Optionen und spezielle Familienpakete mit erweiterten Garantien.












