04/2020, CRC Retro-Vette auf Corvette C6 Basis CR Coachworks / Facebook
04/2020, CRC Retro-Vette auf Corvette C6 Basis
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04/2020, CRC Retro-Vette auf Corvette C6 Basis 8 Bilder

CR Coachworks Retro-Vette: Corvette-Hybrid aus C2 und C6

Retro-Vette von CR Coachworks Corvette-Hybrid aus C2 und C6

Viele halten die zweite Generation für die schönste Corvette überhaupt. Aber eine moderne C6 fährt deutlich besser. Gut, dass CR Coachworks beides verbindet.

Welche ist die schönste Corvette? Gäbe es offizielle Erhebungen zu diesem Thema, dürften die zweite und die dritte Generation im Ranking vorne liegen; wahrscheinlich gefolgt von der C1 und C4. Genau gegenteilig dürfte jedoch eine Umfrage ausgehen, wenn es ums beste Fahrverhalten geht. Je moderner, umso besser, oder? Wie wäre es aber, wenn es einen Hybriden gäbe, der beides verbindet – die klassischen Linien mit moderner Technik? Könnte das die perfekte Corvette sein?

1963er Split Window oder 1967er Cabrio

Es trifft sich gut, dass Doug Graf und James Hilton genau diese Überlegungen bereits angestellt haben. Und als führende Köpfe der Firma Classic Reflections Coachworks (CRC) dazu in der Lage sind, eine derartige Sportwagen-Melange zu kreieren. Schon länger bauen die Amerikaner ihre Retro-Vette; bis vor Kurzem stand für deren Design die erste Corvette-Generation aus verschiedenen Modelljahren Pate. Inzwischen lässt sich auch eine Retro-Vette im C2-Stil ordern: als Cabrio oder – ganz neu – als 1963er Split Window Coupé.

04/2020, CRC Retro-Vette auf Corvette C6 Basis
CR Coachworks / Facebook
Aus dieser Perspektive gut zu erkennen: Die neue Retro-Vette orientiert sich optisch an der C2 Split Window.

Als technische Basis dient bei jeder CRC Retro-Vette ein C6-Chassis. Die Mannen aus dem US-Bundesstaat Washington machen sich auf die Suche nach einem gut erhaltenen Exemplar der sechsten, von 2005 bis 2013 gebauten Corvette-Generation, das sich dann jedoch seiner Karosserie entledigen muss. An deren Stelle tritt eine neue, von Hand aus Verbundmaterial auf Karbon-Basis gefertigte Außenhaut im Stile der C1 oder C2, die sich in ihrer Größe und in ihren Proportionen an die neue Plattform angepasst zeigt.

Leistungswerte von 406 bis 558 PS

Ihren Antriebsstrang behält die moderne Corvette. Und damit den V8-Motor, der je nach Modelljahr das 406 PS und maximal 546 Newtonmeter starke LS2-Triebwerk oder das LS3-Aggregat mit 436 PS und höchstens 575 Newtonmetern ist. Wem der Sinn nach noch mehr Power steht, der kann sich gegen Aufpreis auch ein Z06-Chassis mit dem entsprechenden Siebenliter-LS7-V8 gönnen (512 PS, 637 Newtonmeter). Oder eine 558 PS starke aufgeladene Version, die aber nicht auf der ZR1 basiert, sondern den normalen C6-V8 durch einen Lingenfelter-Kompressor und weitere kleine Tuning-Maßnahmen ergänzt.

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LS2, LS3 oder LS7, mit oder ohne Kompressor: Motorseitig ist bei der Retro-Vette Vieles möglich.

Auch das Getriebe, das Interieur und die Sicherheitstechnik samt Airbags und Crash-Strukturen übernimmt die Retro-Vette vom Spenderauto. Neu sind dagegen die Klappscheinwerfer, die Räder mit schwarzer Lackierung oder Chrom-Überzug und die Rückfahrkamera. Die Auspuffanlage passt CRC an, und eine ausgiebige Inspektion ist ebenfalls im Grundpreis von 165.000 Dollar (aktuell gut 150.000 Euro für das 1967er C2 Cabrio) beziehungsweise 174.000 Dollar (knapp 160.000 Euro für die 1963er Split Window) inbegriffen.

Die Optionen kosten üppige Aufpreise

Doch da geht noch mehr. Mit Z06-Motor wird eine Retro-Vette 19.500 Dollar (fast 18.000 Euro) teurer, das Kompressor-Tuning kostet 18.000 Dollar (etwa 16.500 Euro) extra. Auf Wunsch gibt es ein komplett individualisiertes Interieur (13.995 Dollar), Sidepipes (4.595 Dollar) oder Felgen im Turbinen-Design (9.850 Dollar). Es lässt sich aber auch Geld sparen. Wenn der Kunde selbst die passende C6 als Spenderfahrzeug stellt, werden ihm 25.000 Dollar (fast 23.000 Euro) erlassen.

Umfrage

148 Mal abgestimmt
Corvette C6 mit C2-Design: Cool oder doof?
Cool. Die perfekte Symbiose aus klassischem Look und moderner Technik.
Doof. Die Proportionen der Retro-Vette sind völlig aus dem Ruder gelaufen.

Fazit

Das sind durchaus saftige Preise, die CRC für seine Retro-Vette sehen möchte. Wenn man aber bedenkt, dass in einem Auto 900 Arbeitsstunden stecken und sich jedes Exemplar vollständig individualisieren lässt, relativieren sich die Summen ein Stück weit. Ob die C1- oder C2-Linien in den neuen Proportionen noch immer so gut zur Geltung kommen wie bei den Originalen, muss dagegen jeder für sich entscheiden.

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