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Geheime BMW 7er ZBF-Studie: Groß-Niere Anno 1996

Geheime BMW 7er ZBF-Studie Groß-Niere Anno 1996

BMW hat sich schon 1995/1996 Gedanken über den kommenden 7er und das Design künftiger Baureihen gemacht. Entstanden ist bei diesen Fingerübungen der Designer der BMW ZBF, wobei die Abkürzung für "Zukünftige BMW Familie" steht.

Mehrere BMW-Designer waren damals bei dem Exterieur-Projekt beteiligt und jeder sollte eine zukünftige Generation von BMW-Kernprodukten interpretieren. Ein kleine Auswahl der ZBF-Modelle wurden dann im BMW Designstudie als 1:1 Exterieur-Studien aufgebaut Der BMW 7er ZBF von 1996 ist die Visualisierung eines künftigen 7ers und aus Alublech handgeformt. Als einziges Modell verfügt die Studie auch über ein Interieur-Design, das von einem anderen Designer entworfen wurde.

BMW 7er ZBF großer Doppel-Niere und "Bangle"-Kofferraum

Das Exterieur präsentiert sich als Oberklasse-Luxuslimousine mit neuen Proportionen für die Marke. Die Konzentration auf die filigrane Fahrgastzelle mit großen Fensterflächen sowie einer dynamisch ausgeführten Fensterlinie gibt der Studie Kraft und Eleganz. Kräftig ausgestellte Radhäuser sowie kurze Überhänge sorgen für einen maskulinen Auftritt.

Erlkönig BMW 7er
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Schon damals experimentierten die Designer mit versenkbaren Türgriffen. Trotzdem blieben sie den ikonischen Design-Elementen der Marke treu, verpassten dem Modell einen Hofmeisterknick, Doppelscheinwerfer und die typische Niere – die in diesem Fall im Vergleich mit dem BMW 7er (E65) von 2001 recht groß ausfällt. Sie interpretiert die langgezogenen Nieren-Formen vom E23 oder E3 ist aber deutlich breiter und prominenter.

Auch die Doppelscheinwerfer hinter Glas finden wir beim BMW 5er (E39) und später beim 7er wieder. Allerdings leistet sich der ZBF eine asymmetrische Aufteilung, bei der die Nebelscheinwerfer größer ausfallen. Insgesamt erscheint die Studie dank der hohen Front mitsamt der kräftigen Schürze und der konturierten Motorhaube sehr bullig. Die Form des umstrittenen Kofferraumdeckels des E65 ist bereits zu erkennen. Kaum merklich erscheint die Studie komplett ohne Außenspiegel.

Schon 1996 mit I-Drive

Im Innenraum lag die Betonung auf Luxus für vier Passagiere. Erstmals ist hier auch eine frühe Version des I-Drive zu sehen, dass 1999 in der Studie Z9 vorgestellt und 2001 im 7er erstmals in Serie verbaut wurde. Allerdings prangt der Controller hier noch auf dem in den Innenraum strebenden Armaturenträger und nicht in der Mittelkonsole. Dort bringt der Designer unter anderem den Automatik-Wählstummel sowie die Bedientasten für die vier Fensterheber unter.

BMW 7er Cockpit (E65)
BMW
Das Serien-Interieur des BMW 7er mit I-Drive-Controller auf der Mittelkonsole und Infotainment-Screen auf dem Armaturenträger.

Hingucker sind außerdem der große flache und breite Luftströmer sowie die in Holz gearbeiteten Schubladen wie später beim E65 zu sehen sind. Ähnlich sieht auch das Lenkrad mit den großen Tastenfeldern aus sowie ansatzweise das neu interpretierte Cockpit. Hier reicht das Cockpit jedoch bis weit in die Mitte des Armaturenträgers, dadurch sollte ein neues Raumgefühl entstehen. Dank des neuartigen Bedienkonzepts mit Bildschirm wurde die BMW-typische Fahrerorientierung zum ersten Mal im Digitalbereich realisiert.

Bangle war nicht Schuld

Die 4. Generation des BMW 7er wurde von 2001 bis 2008 gebaut. Im Gegensatz zur ZFB-Studie kommt das Oberklassemodell mit einer vergleichsweise niedrigen, aber breiteren Niere sowie gleichförmigen Doppelscheinwerfern mit obenliegendem Blinkerband daher. Die Front ist filigraner und weniger bullig. Es bleibt wie bei der Studie die Konzentration auf die Fahrgastzelle, allerdings mit einer weniger stark ausgeprägten Gürtellinie.

Motor Klassik trifft...Chris Bangle
MOTOR KLASSIK trifft...

Am Heck prangt ebenfalls der wie aufgesetzt wirkende Kofferraumdeckel, der dem Modell viel Kritik einbrachte. Das Design stammt aber nicht von dafür extrem gescholtenen BMW-Design-Chef Chris Bangle sondern von Adrian van Hooydonk, der unter ihm das Marken-Studio für BMW Automobile leitete. Übrigens: Da der E65 das weltweit erste Modell mit einer Sechsstufen-Automatik war, die über einen Lenkstockhebel bedient wurde, konnte der I-Drive-Controller auf die Mittelkonsole wandern.

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Fazit

Mit dem heutigen Wissen um die Modellhistorie ist ein Blick auf unbekannte Fahrzeugstudien faszinierend. Bereits 5 Jahre vor dem Launch des BMW 7er (E65) mussten sich die Designer mit dem neuen Modell auseinandersetzen, Trends visualisieren und Techniken vorwegnehmen – und das in diesem Fall nur für den internen Gebrauch.

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